Kein Stellenabbau bei der DB Cargo in Frankfurt

„Es ist nicht hinnehmbar, dass die Deutsche Bahn aus Profitinteressen allein in Frankfurt am Main mehr als 300 Arbeitsplätze im Bereich DB Cargo abbauen möchte. Die Arbeitsplätze müssen erhalten werden“, kritisiert Merve Ayyildiz, wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion, die angekündigten Pläne der Deutschen Bahn AG. In ganz Deutschland sollen Verladestationen geschlossen werden. Sie fordert den Frankfurter Magistrat auf, sich bei der Deutschen Bahn für den Erhalt der Arbeitsplätze einzusetzen.

Ayyildiz sieht darin ein verheerendes Signal für eine ökologische Verkehrswende. „Es ist dringend notwendig, den Güterverkehr auf der Schiene auszubauen. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Verkehr auf der Schiene. Ich unterstütze deshalb das vom Gesamtbetriebsrat der Deutschen Bahn vorgelegte Konzept `Güter-Arbeit 2030´ und hoffe, dass im Dialog mit dem Betriebsrat Lösungen gefunden werden.“

Die unter anderem aus den Gütersparten der deutschen, niederländischen und dänischen Staatsbahnen hervorgegangene Gesellschaft müsse ihre über Jahrzehnte aus Steuermitteln aufgebaute Infrastruktur in der Fläche stärken, ausbauen und für die Verkehrswende nutzen, so Ayyildiz.

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Stadthaus: Prestigebau auf der Suche nach einer Bestimmung

„Der absurde Streit um die Nutzung des Stadthauses, welches am kommenden Sonntag als erstes fertiggestellte Gebäude der neuen Altstadt eröffnet wird, zeigt einmal mehr, dass das so genannte Jahrhundertprojekt `Neue Altstadt´ nicht nur kostspielig, sondern sinnlos ist“, erklärt Michael Müller, haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer.

Diesen Blick auf den Frankfurter Dom gibt es seit dem Bau des Stadthauses nicht mehr. Die Bebauung des Dom-Römer Areals wird für die Stadt finanziell ein Fass ohne Boden.

Diesen Blick auf den Frankfurter Dom gibt es seit dem Bau des Stadthauses nicht mehr. Die Bebauung des Dom-Römer Areals wird für die Stadt finanziell ein Fass ohne Boden.

Allein das Stadthaus wird mit 20 Millionen Euro deutlich teurer als veranschlagt. „Selbst die Bauherren sind sich nicht mehr einig, wofür das teure Gebäude denn genutzt werden soll. Es wäre ratsam gewesen, sich vorher zu überlegen, was man wofür baut. Ein schlüssiges Nutzungskonzept hätte doch im Vorfeld beschlossen werden müssen“, kritisiert Müller die Konzeptlosigkeit.

Insgesamt wird das neue Areal zwischen Dom und Römer nicht wie geplant 100 Millionen Euro, sondern voraussichtlich 186 Millionen Euro kosten. Müller: „Damit zeigt sich, dass die Altstadt ein Millionengrab ist. Es ist nicht nachvollziehbar, warum hier großzügig Steuergelder verschwendet werden, aber gleichzeitig bei sozialen Projekten Mittel gestrichen werden und diese unsoziale Kürzungspolitik vom Stadtkämmerer dann noch als alternativlos dargestellt wird.“

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Riederwälder trotzen dem Wetter

Oberbürgermeister Feldmann zu Gast im Riederwald

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Der Horror für jeden Veranstalter von Straßenfesten sind schwarze Wolken, Sturm und Regen. Schwarze Wolken gab es am 4. Juni viele, aber zum Glück nur einen heftigen Regenschauer, der den Festplatz kurzeitig etwas leerte.
Viele Besucher*innen kamen wieder und es wurde gefeiert und getanzt bis in die späten Abendstunden.
Als besonderen Gast begrüßte DIE LINKE auf ihrem 8. Stadtteilfest den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann mit seiner Familie. Die Besucher*innen freuten sich über den Besuch und nutzten die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch.
Stefan Klee, Ortsbeirat der LINKEN im Riederwald: „Wir sind sehr stolz, dass die Besucherzahl unseres Fests in jedem Jahr wächst. Unter Mitwirkung der Riederwälder Vereine und der Bürgerinitiativen hat es sich zu einem Ort des Austauschs und gemeinsamen Miteinanders entwickelt.“
Begrüßt wurden neben dem Oberbürgermeister auch Vertreter anderer Parteien, sowie zahlreiche Stadtverordnete und der Landtagsabgeordnete Dr. Ulrich Wilken von den LINKEN.
Die jüngeren Besucher hatten riesigen Spaß auf der Hüpfburg, beim Schminken mit Clown Lukas und einer besonderen Attraktion: einer Schaumkusswurfmaschine, die durch einen Ballwurf ausgelöst werden musste.

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Koalitionsvertrag: Schwarz-Grün mit SPD-Schützenhilfe

Römerberg

Nichts neues im Römer. CDU, SPD und Grüne haben ihr Koalitionsvertrag für die nächsten fünf Jahre vorgestellt.

CDU, SPD und Grüne haben ihren Koalitionsvertrag für die nächsten fünf Jahre vorgestellt. „Dafür, dass sie fast drei Monate dafür gebraucht haben, ist nicht viel rausgekommen“, kommentiert Dominike Pauli, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Römer, den vorgelegten Vertrag. Pauli weist darauf hin, dass der Koalitionsvertrag viele Allgemeinplätze enthält und wenig Konkretes hergibt. Vor allem im Bereich Soziales begnügen sich die Koalitionäre damit, die bisherige Arbeit von Schwarz-Grün zu loben. „Immerhin scheinen CDU, SPD und Grüne gemerkt zu haben, dass die Verhältnisse, die zu über 70.000 SGB II Leistungsbeziehern und unter ihnen Langzeiterwerbslose geführt haben, ein Problem darstellen. Aber einen konkreten Vorschlag, wie diese Menschen wieder ins Erwerbsleben kommen sollen, sucht man vergeblich im Koalitionsvertrag“, so Pauli. Dass die Dreierkoalition keine soziale Perspektive hat, verdeutlicht auch deren Weigerung, einen Reichtumsbericht vorzulegen. „Ein Armutsbericht ist sinnvoll und notwendig. Aber es genügt nicht zu wissen, wie viele Menschen in Frankfurt unterhalb der Armutsgrenze leben. Wenn wir der Spaltung der Stadt, auch der räumlichen Segregation, wirklich etwas entgegensetzen wollen, dann müssen wir ebenso genau wissen, wie es sich mit dem Reichtum in dieser Stadt verhält“.
Die einzig sozialpolitisch erwähnenswerte Maßnahme im Koalitionsvertrag ist die Begrenzung der Mieterhöhung der ABG auf ein Prozent pro Jahr. „Aber auch hier ist die SPD weit hinter dem zurückgeblieben, was sie im Wahlkampf versprochen hat. Sogar dieses Ziel ist so vage formuliert, dass die Rechnung für die Mieter*innen der ABG höher ausfallen wird“, sagt Pauli. Rückschrittlich findet Pauli auch den bildungspolitischen Teil des Vertrages. „Die Koalitionspartner wollen die Gründung neuer Privatschulen `wohlwollend begleiten´, widmen aber der Volkshochschule gerade mal drei Zeilen. Leider ohne dazu zu schreiben, wie man die VHS mit mehr Geld, Personal und Räumlichkeiten ausstatten will, um ihre wachsenden Aufgaben bewältigen zu können“, sagt Pauli. Dabei ist gerade die Volkshochschule eines der wichtigsten Instrumentarien der Kommune für Bildung und Integration. Weiterlesen

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Kultur der Verwertungslogik entziehen

Der Abschied von Kulturdezernent Felix Semmelroth offenbart die Kulturdefizite innerhalb der CDU und der SPD. Der CDU-Vorsitzende Uwe Becker will in den Koalitionsverhandlungen für eine „bürgerliche Kulturpolitik“ eintreten, was sich mit „Kultur für ein konservatives Bildungsbürgertum“ übersetzen lässt: mehr Romantikmuseum und Schwanensee. Währenddessen will der SPD-Vorsitzende Mike Josef „die Kulturstadt als bedeutenden Standortfaktor“ erhalten und weiterentwickeln. Unvergessen auch das Thesenpapier von Oberbürgermeister Peter Feldmann, in dem er sich als Kulturbanause outete und Kultur zum „Schmiermittel“ degradierte. Weiterlesen

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Bauernopfer Semmelroth – Neue Chancen für die freie Kulturszene?

Mit dem Rücktritt von Felix Semmelroth als Kulturdezernent haben die merkwürdigen Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD ihr erstes Bauernopfer gefordert. „Er will nicht weiter als `lame duck´ in einem Amt bleiben, das besonders das Gestalterische in der Politik herausfordert. Insofern ist sein Rücktritt verständlich“, kommentiert Dominike Pauli, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Römer, den Wunsch des Dezernenten vorzeitig aus seinem Amt entlassen zu werden.
Allerdings bedauert DIE LINKE diesen Schritt Semmelroths nicht. Er stand idealtypisch für schwarz-grüne Klientelpolitik: So genannte Hochkultur wurde mit Millionen Euro gefördert, während die freie Kulturszene, zum Beispiel, in weiten Teilen mit magerer Projektfinanzierung zu Recht kommen musste. Weiterlesen

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Alter Flugplatz Bonames: Nach Baustopp Abriss aufschieben

Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat die Stadt aufgefordert, die Bauarbeiten für die Unterkunft für Geflüchtete auf dem Alten Flugplatz in Bonames ruhen zu lassen. Das Sozialdezernat habe die Arbeiten vorübergehend eingestellt. Die Bürgerinitiative „Renaturierung des Alten Flugplatzes Bonames“ hatte per Eilantrag den sofortigen Baustopp gefordert. Auf dem Alten Flugplatz sollten 350 Geflüchtete temporär untergebracht werden. Von ihnen leben derzeit über 200 in Wohnungen der ABG Holding in der in der Cordierstraße im Gallus. Die Wohnungen dort sollen nach Plänen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Ende Mai abgerissen werden. Weiterlesen

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1. Mai: Sonntagsreden auf dem Römerberg, Polizeieinsatz im Gallus

Die Maikundgebung des Internationalen Zentrums im Gallus wurde am Sonntag unerwartet von Bereitschaftspolizei umstellt. Etwa ein Dutzend Einsatzfahrzeuge waren vor Ort. Angemeldet war eine Kundgebung zum internationalen Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter unter dem Motto „Mieten runter im Gallus!“
Das Ordnungsamt hatte zuvor versucht, die Anmeldenden davon zu überzeugen, die Kundgebung nicht am 1. Mai, sondern am Samstag durchzuführen, weil „die Polizei so viel zu tun hätte“ am Maifeiertag.
Als sie diesen absurden Vorschlag abgelehnten, erhielten sie kurzfristig am Freitagmittag Auflagen, unter denen auch die DGB-Kundgebung auf dem Römerberg nicht durchführbar gewesen wäre: Da es sich nach dem Hessischen Feiertagsgesetz um einen „als Tag der Arbeitsruhe und seelischen Erhebung besonders geschützten“ Tag handele, wurde der Einsatz von Lautsprechern unzulässig stark eingeschränkt. Die mit einer halben Hundertschaft angerückte Polizei verbot schließlich jegliche Beschallung und gab sich erst zufrieden, als die auf dem Gehweg vor dem Vereinsheim stehenden Klappbänke eingeklappt waren. Weiterlesen

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„Kenia“ bringt keine Veränderung

Die Verhandlungen zur Bildung einer neuen Regierungskoalition seien soweit abgeschlossen, berichten die lokalen Medien. In den nächsten fünf Jahren soll Frankfurt von einer sogenannten Kenia-Koalition aus SPD, CDU und Grünen regiert werden.
„Zu einem wirklichen Politikwechsel wird es nicht kommen“, kommentiert Dominike Pauli, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Römer, die Meldungen. „Inhalte haben bei den Gesprächen wohl keine Rolle gespielt. SPD, CDU und Grüne waren mehr mit der Frage der Verteilung von Posten als mit Fragen zur Zukunft der Stadt beschäftigt. Da muss es einen heftigen Kuhhandel gegeben haben, wenn schon der Verhandlungsführer der Grünen das Vorgehen als ungewöhnlich bezeichnet“, erklärt Pauli. Weiterlesen

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Wohnungsbau in Frankfurt: Luxus für wenige, Schulden für die Mehrheit

Bürgermeister Olaf Cunitz feierte zusammen mit dem Leitenden Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte am 25. April Richtfest für Neubauten auf dem Riedberg. Hier entstehen sechs freistehende Einzelhäuser mit zusammen 71 Luxuswohnungen.
Eyup Yilmaz, planungspolitischer Sprecher der LINKEN im Römer, bemerkt dazu: „Wieder einmal entstehen Luxuswohnungen, die sich ein Normalverdiener nicht leisten kann. Dabei ist die Aufgabe einer öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Keine Luxuswohnungen für Besserverdiener“
Für Yilmaz ist dies ein weiteres Beispiel dafür, wie in Frankfurt am Bedarf der meisten Menschen vorbei gebaut wird. Yilmaz: „Dass diese Luxuswohnungen ausgerechnet auf dem Riedberg gebaut werden, ist bezeichnend für die Wohnungspolitik in dieser Stadt. Während dort Wohnungen für wenige Privilegierte entstehen, werden die Bürgerinnen und Bürger von Frankfurt den Verlust von über 70 Millionen Euro aus der Erschließung des Riedberg tragen müssen.“

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