Die Linke verurteilt Vandalismus an Ghostbikes

Die erneuten Beschädigungen und der Diebstahl von Ghostbikes in Frankfurt sind beschämend. Die weißen Fahrräder erinnern an Menschen, die im Straßenverkehr ihr Leben verloren haben. Sie stehen für Trauer, Erinnerung und den Auftrag, solche Unfälle künftig zu verhindern. Daniela Mehler-Würzbach, Vorsitzende der Linksfraktion im Römer, kommentiert:

„Jedes Ghostbike erinnert uns daran, dass hinter jeder Unfallstatistik Menschen stehen. Menschen mit geliebten Angehörigen, mit einer Familie und Freund*innen. Entscheidend ist, alles dafür zu tun, dass solche Mahnmale eines Tages nicht mehr nötig sind“.

Mehler-Würzbach solidarisiert sich mit der Initiative Ghostbikes Frankfurt und dankt den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. „Die Vision Zero – das Ziel, dass niemand im Straßenverkehr getötet oder schwer verletzt wird – muss konsequent weiterverfolgt werden. Dazu braucht es sichere Infrastruktur für den Rad- und Fußverkehr, ein entschlossenes Vorgehen gegen Gefahrenstellen und den politischen Willen, den Schutz von Menschen im Straßenverkehr an erste Stelle zu setzen. Die Ghostbikes erinnern uns nicht nur an vergangene Tragödien, sondern auch an unsere Verantwortung für die Zukunft. Jeder verhinderte schwere Unfall ist ein Erfolg auf dem Weg zu einer sicheren Stadt für alle.“

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Hitze tötet: Linke fordert beschleunigten Hitzeschutz

Die aktuellen Zahlen zur Hitzewelle Ende Juni aus Hessen sind alarmierend. In Wiesbaden wurden am Hitzewochenende 27/28. Juni nach Angaben der Stadt zehnmal so viele Tote registriert als am letzten Juniwochenende des Vorjahres. Auch geht das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege von einer deutlich erhöhten Sterblichkeit infolge der Hitzewelle aus.

Dazu erklärt Daniela Mehler-Würzbach, Fraktionsvorsitzende der Linken im Römer:  „Auch in Frankfurt wissen wir: Hitze tötet. Und sie trifft nicht alle Menschen gleichermaßen. Hohe gesundheitliche Risiken betreffen vor allem ältere Menschen, Kranke, Schwangere, Kinder sowie Menschen, die im Freien arbeiten, Armutsbetroffene oder Wohnungslose. Wer Geld hat, hat vielleicht einen Garten, eine Klimaanlage oder die Möglichkeit der Hitze zu entfliehen. Wer kein sicheres oder nur ein völlig überhitztes Zuhause hat, keinen Schatten findet und sich Kühlung nicht leisten kann, trägt das größte Gesundheitsrisiko. Hitzeschutz ist immer eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.“

Die Erfahrungen der vergangenen Hitzewelle müssen ein Weckruf sein. Mehler-Würzbach fordert: „Wir erwarten vom Magistrat, die Auswirkungen der Hitzewelle auf Frankfurt transparent darzustellen. Welche Erkenntnisse gibt es zur hitzebedingten Übersterblichkeit und zu hitzebedingten Notfällen in Frankfurt? Welche Stadtteile und Hitzeinseln waren besonders betroffen? Und vor allem: Welche zusätzlichen Maßnahmen wird der Magistrat jetzt ergreifen, um die Menschen in unserer Stadt besser vor weiteren Hitzewellen zu schützen? Diese Fragen müssen so schnell wie möglich beantwortet werden.“

Mehler-Würzbach abschließend: „Die bisherigen Maßnahmen reichen angesichts der zunehmenden Intensität und Häufigkeit extremer Hitzeereignisse nicht aus. Frankfurt muss die Klimaanpassung jetzt deutlich beschleunigen: mit konsequenter Entsiegelung und Begrünung öffentlicher Plätze, mehr Schatten im öffentlichen Raum, einem flächendeckenden Netz von Klimaschutzräumen nach dem Vorbild Barcelonas, einem besseren Schutz vor überhitzten Wohnungen, der Beschattung von Haltestellen sowie zusätzlichen Trinkwasserangeboten und vielem mehr. Hitzeschutz bedeutet, Leben zu schützen.“

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Geld fürs Nichtstun – designierter Dezernent sollte sich auf seine Arbeit vorbereiten

Martin-Benedikt Schäfer (CDU) ist seit 1. Juli Abgeordneter im Hessischen Landtag, bevor er dann aller Voraussicht nach Ende August Dezernent zum Dezernenten gewählt wird. Dazu erklärt Michael Müller, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Römer:

„Es lässt schon tief blicken, wenn hier in zwei Monaten Ã¼ber 20.000 Euro an Diäten eingenommen werden für eine Tätigkeit in der parlamentarischen Sommerpause. Von einer CDU, die gegen Bürgergeldempfänger*innen hetzt und mit Worten wie ‚Lifestyle-Teilzeit‘ um sich wirft, kommt dieses doch reichlich dreiste ‚Mitnahmementalität‘ mehr als zynisch rüber. Herr Schäfer wird, laut eigener Aussage, in den nächsten zwei Monaten seine Zeit nutzen, um sich in die Frankfurter Dezernententätigkeit einzuarbeiten. Wo bleibt dann noch die Zeit für seine Parlamentstätigkeit?“

„Richtig wäre es gewesen, dieses Mandat gar nicht erst anzunehmen, oder aber sofort zu signalisieren, dass man die komplette Abgeordnetendiät spenden wird. Gerade vor dem Hintergrund der massiven Angriffe von Seiten der CDU und SPD im Bund auf den Sozialstaat wirkt das Verhalten des CDU-Politikers befremdlich und ist sicherlich für viele Frankfurter *innen nicht nachvollziehbar“, so Müller weiter.

Müller abschließend: „Es gibt es zahlreiche Initiativen und soziale Träger in Frankfurt, die sich über freiwillige Spenden freuen würden. Herr Schäfer hätte zumindest Fingerspitzengefühl beweisen müssen, dass diese Art der Mitnahme von Einkünften um jeden Preis auch auf seinen Start als Dezernent ein fahles Licht wirft.“

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Stadttaubenmanagement: Stillstand beenden

Ende Mai forderten verschiedene Tierschutzorganisationen in einem Brief an den Magistrat die Einführung eines modernen Stadttaubenmanagements orientiert am „Augsburger Modell“. Daniela Mehler-Würzbach, Vorsitzende der Linksfraktion in Frankfurt, hat beim Magistrat nachgehakt, wie die Umsetzung von Taubenhäusern geplant ist und wo geeignete Orte geprüft werden.

Zur Antwort erklärt Mehler-Würzbach: „Die Frankfurter Tauben werden noch lange weiter im Stich gelassen. Anfang des Jahres habe man alle Amts- und Betriebsleitungen amtseigener Liegenschaften nach der Möglichkeit eines Standorts angefragt, worauf ausschließlich Absagen erfolgten. Auch von privater Seite gäbe es bisher keine geeigneten Angebote. Das wundert kaum, denn das Thema ist emotional sehr aufgeladen und es gibt viele Falschinformationen. Dass in so einer Situation auf Angebote gewartet, auf Freiwilligkeit statt auf zielgerichtete Ansprache rund um die Hotspots gesetzt wird, ist völlig unverständlich.“

Für Juli wird ein Austausch mit Expert*innen angekündigt. Mehler-Würzbach weiter: „Die Ergebnisse des Austauschs sollten veröffentlicht werden. Die Dringlichkeit der Situation muss allen Beteiligten klar sei. Es braucht schnell betreute Taubenhäuser in Frankfurt zum Wohl der Tiere, der sich kümmernden Ehrenamtlichen und der Nachbarschaften. So darf es nicht weitergehen, weder für die Tauben, noch für die Menschen.“

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Ist das die neue Frankfurter Humanität?

Anlässlich der sofortigen Kündigung der Notunterkunft am Eschenheimer Tor und des kurzfristig als Notlösung von Ehrenamtlichen aufgebauten Zeltlagers in der Eschersheimer Anlage äußert sich Daniela Mehler-Würzbach, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Römer:

„Zelte unter den Bankentürmen – ist das die neue Frankfurter Humanität? Es braucht umgehend ein Obdach für die Notübernachtung! Wie lange dieses Provisorium für die größte Notunterkunft von Obdachlosen nun herhalten muss, scheint unklar. Der ganze Vorgang ist skandalös. Schon seit Jahren wird um die, aus einem Provisorium entstandene, Unterbringung in der Eschersheimer Anlage diskutiert. Schon seit Jahren sollten dauerhafte Konzepte und Alternativen gefunden werden. Auch die brandschutztechnische Überprüfung hat sicher nicht im Geheimen stattgefunden. Hier scheinen die grünen Dezernent*innen vergeblich auf die VGF gehofft zu haben. Bei allem Verständnis für den Brandschutz und damit verbundene Haftungsfragen: Wer einer Notunterkunft kündigt, wer eine Einrichtung schließt, muss zuvor eine Alternative geschaffen haben.“

Mehler-Würzbach kritisiert: „Was wir aktuell sehen, ist politisches Versagen auf dem Rücken der Betroffenen. Frankfurt braucht jetzt sofort zusätzliche Notunterkünfte und ein Umdenken. Es muss Schluss sein mit dem „nicht hier“. Statt Sicherheitsargumente und -politik gegen obdachlose oder drogenkranke Menschen zu nutzen, müssen schnell gemeinsam Lösungen gefunden werden, um die soziale Krise nicht weiter zu verschärfen. Die gesamte Stadtregierung ist hier in der Verantwortung.“

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Mainova-Hauptversammlung: Soziale Wärmewende priorisieren

Anlässlich der Mainova-Hauptversammlung am 1. Juli 2026, äußert sich Alexis Passadakis, Stadtverordneter der Fraktion Die Linke im Römer:

„Im letzten Jahr wurden die Fernwärmepreise massiv erhöht, zwischen 25 und 36 Prozent. Damit zeigt die Mainova, dass mit ihr eine soziale Wärmewende nicht möglich ist. Der Gewinn im Geschäftsjahr 2025 von über 70 Millionen Euro allein im Bereich der Fernwärme wirft die Frage auf: Wurde auf dem Rücken von Mieter*innen maximaler Profit eingefahren? Und das, obwohl die Wohnkosten in Frankfurt sowieso schon sozialer Sprengstoff sind. Auf die Anfrage, wie hoch der Gewinn ohne Erhöhung gewesen sei, hat die Mainova bis heute nicht geantwortet. Transparenz? Fehlanzeige. Damit wird aktiv die rasch notwendige Wärmwende delegitimiert.“

Passadakis weiter: „Anstatt das Vorgehen zu unterstützen, darf die Stadt Frankfurt als Hauptanteilseignerin der Mainova den Vorstand nicht entlasten, sondern muss einen Strategiewechsel der Mainova hin zu 100 Prozent erneuerbaren Energien und einer sozialen Preisgestaltung durchsetzen. Die Ankündigung der Mainova beim neuen Gaskraftwerk künftig auf grünen Wasserstoff zu setzen, ist ein Heiße-Luftschloss, denn die Verfügbarkeit dieses Brennstoffs ist äußerst zweifelhaft. Die Folge: eine Verlängerung der Abhängigkeit von fossilem Gas. Das wird die Mieter*innen in eine unkalkulierbare Kostenfalle führen.“

Passadakis kritisiert: „Angesichts der Hitzewelle der vergangenen Tage ist es eine Katastrophe, dass Ende des Jahres auf dem Gelände des HKW West das neue Gaskraftwerk ans Netz geht. Während des offensichtlichen Klimakollapses verlängert die Mainova das Zeitalter des fossilen Gases. Notwendig ist die Abschaltung der beiden Gasturbinen und ein klar terminierter und rascher Rückbau des mit dem Kraftwerk verbundenen Dampfwärmenetzes. Die Stadtverordnetenversammlung hat wiederholt beschlossen, bis 2035 klimaneutral werden zu wollen. Der jetzige Kurs der Mainova ignoriert diesen Beschluss vollkommen.“

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Frankfurter Koalitionsvertrag: Mietenwahnsinn und verspielte Investitionen statt sozialer Wohnungspolitik

Bezüglich der Themen Bauen und Wohnen des 61 Seiten langen Frankfurter Koalitionsvertrags des Viererbündnisses aus CDU, Grünen und SPD, unterstützt durch Volt, äußert sich Deniz Avan, Stadtverordneter der Fraktion Die Linke im Römer:

„Die im Koalitionsvertrag festgelegten Punkte lesen sich wie ein Copy und Paste vom Haus und Grund-Wunschzettel. Statt einer dringend benötigten Offensive im sozialen Wohnungsbau, gibt es Eigentumsförderung für Besserverdienende. Statt günstigem Wohnraum für alle, soll ein kommunales Wohngeld als konsumtive Leistung für die Mittelschicht eingeführt werden. Für Vermieter*innen wird das kommunale Wohngeld ein Startschuss für weitere Mieterhöhungen sein. Die Stadt verspielt sich damit wertvolle nachhaltige Investitionsmöglichkeiten. Wer sich den Koalitionsvertrag durchliest, wird schnell merken, wer im Stich gelassen wird: Mieter*innen mit geringem, aber auch mittlerem Einkommen, für die ihre Mieten immer mehr zur Armutsfalle werden. Die Wohnungsnot wird sich angesichts dieser völlig falschen wohnungspolitischen Prioritätensetzung dramatisch verschärfen.“

Am Koalitionsvertrag kritisiert Avan weiter: „Nahezu alle Ausführungen im Koalitionsvertrag sind mehr als vage Absichtserklärungen. Wie viele neue Sozialwohnungen sollen pro Jahr geschaffen werden? Wie viel neue Azubi- und Studierendenwohnheimplätze? Es fehlen konkrete Zielmarken und Zeitrahmen. Stattdessen soll es Runde Tische, Leitlinien und Konzepte geben. Das bringt den Menschen außerhalb des Parlaments herzlich wenig: Sie brauchen bezahlbare Wohnungen und zwar so schnell wie möglich. Dass dann noch der jetzt bereits zu unambitionierte Baulandbeschluss noch weiter abgeschwächt wird, ist wohnungspolitisch fatal.“

Avan kritisiert den starken Fokus auf teuren Neubau durch renditegetriebene Akteure: „Die neue Rückschrittskoalition für Frankfurt setzt ganz nach CDU-Manier auf teuren Neubau durch die private Hand. Wir fordern: Wenn gebaut werden soll, dann nur durch öffentliche Akteure. So kann sichergestellt werden, dass die Zielmieten niedrig und die anzuwendenden Bauverfahren und -materialien klimaschonend ausfallen. Dabei müssen wir auf einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren begrenzten Flächen setzen, denn angesichts der Klimakrise sind Grünflächen von zentraler Bedeutung. Sie müssen erhalten und durch Entsiegelungen an entsprechenden Stellen weiter ausgebaut werden.“

Ebenfalls absurd sei die Absichtserklärung, dass die per Vorkaufsrecht durch die Stadt erworbenen Immobilien zügig wieder in private Hände gegeben werden sollen. Avan warnt: „Die im Vorkaufsrecht erworbenen Immobilen sind momentan im Besitz der Stadt Frankfurt und dürfen unter keinen Umständen privatisiert werden. Privatisierungen öffnen Tür und Tor für Spekulation. Diese Gebäude gehören in die Hände von verantwortungsvollen, gemeinwohlorientierten Akteuren, die eine soziale Nutzung sicherstellen. Ferner ist die Aussage im Koalitionsertrag, dass Wohneigentum vor Mieterhöhungen schützen und der Altersvorsorge dienen würde, eine Verhöhnung der tausenden Frankfurter*innen, für die Wohneigentum völlig außer Reichweite ist. Dieser Standpunkt ist an Zynismus kaum zu überbieten.“

Wohnen müsse endlich als Teil der Daseinsvorsorge betrachtet werden. Avan abschließend: „Frankfurt braucht endlich mehr bezahlbaren Wohnraum – bereitgestellt durch die öffentliche Hand. Ein wichtiger erster Schritt wäre die gemeinwohlorientierte Ausrichtung der ABG Holding – sie darf nicht wie andere private Wohnungskonzerne agieren.“

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Kein Plan für die Kommunale Wärmeplanung

Die Stadt Frankfurt hat zum Stichtag des 30. Junis 2026 keine kommunale Wärmeplanung beschlossen. Das kritisiert Alexis Passadakis, Stadtverordneter der Fraktion Die Linke im Römer:

„Seit Jahren ist bekannt, dass jede Stadt mit mehr als 100.000 Einwohner*innen spätestens am 30. Juni 2026 die kommunale Wärmeplanung beschlossen haben muss. Dass der Magistrat diese Deadline gerissen hat, zeigt, dass Klimaschutz für ihn auf der Prioritätenliste weit unten steht. Die für viele Frankfurter*innen gefährliche Hitzewelle hat vor Augen geführt, was der beginnende Klimakollaps für brutale Folgen hat. Eine städtische Klimapolitik, der es noch nicht einmal gelingt, gesetzliche Fristen einzuhalten, ist schlicht katastrophal.“

Passadakis weiter: „Außerdem wurde die Bürger*innenbeteiligung an der Kommunalen Wärmeplanung vom Umweltdezernat nachlässig gehandhabt. Im Mai durften Bürger*innen, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Natur- und Klimaschutzverbände Kommentare zum vorläufigen Entwurf abgeben. Da die Verbände jedoch nicht rechtzeitig informiert wurden, um das Recht auf Einsicht und Bewertung zu gewährleisten, musste auch hier eine Frist verschoben werden.“

Passadakis abschließend: „Dass der Magistrat mit Prinzipien wie Verbindlichkeit, Klarheit und Planungssicherheit auf Kriegsfuß steht, wird  auch in der Kommunalen Wärmeplanung deutlich: Es gibt keinen Terminplan für die Abschaltung der Gasnetze oder zumindest eine Frist, bis wann ein Zeitplan für die Abschaltung der Gasnetze veröffentlicht werden soll. Eine transparente Planung ist jedoch entscheidend dafür, dass die Dynamik hin zu Heizungen auf Basis von erneuerbaren Energien beschleunigt wird und Investitionsentscheidungen von Wohnungsunternehmen und Bürger*innen einen klaren Rahmen haben. Der Magistrat nimmt somit sehenden Auges das Risiko in Kauf, dass viele Bürger*innen weiter in die Gaskostenfalle laufen werden. Und die aktuelle Hitzewelle zeigt unerbittlich, dass wir keine Sekunde mehr beim Ausstieg aus fossilen Energien verlieren dürfen.“

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Koalitionsvertrag ebnet den Weg für Kürzungshaushalt und Sozialabbau

Unter der Rubrik „Finanzen“ finden sich im Koalitionsvertrag der neuen Stadtregierung deutliche Forderungen zugunsten einer zukünftigen Sparpolitik der Stadt Frankfurt. Dies kritisiert Michael Müller, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Römer:

„Es ist unverständlich und in der Konsequenz verheerend, dass die Stadtregierung einer Sparpolitik den Weg ebnen möchte. Wenn im Koalitionsvertrag von ‚realistischerer Haushaltsplanung‘, der Verhinderung investiver Schulden und der ‚grünen Null‘ die Rede ist, so ist das die Rhetorik der Schuldenbremse“, kritisiert Müller. „Diese pragmatisch daherkommenden Forderungen verschleiern eine konservative und für die Stadt potenziell katastrophale Finanzpolitik.  Außerdem werden Prioritäten falsch gesetzt. Im Koalitionsvertrag werden 75 Stellen für die Stadtpolizei vorgesehen, was mehr als deutlich macht, dass hier künftig auf „Law and Order first“ gesetzt wird. Sinnvoller wäre es eher, die Schulsozialarbeit aufzustocken, um nur ein Beispiel zu nennen, wo es seit Jahren Personalengpässe gibt.“

Müller weiter: „Während ungenutzte Investitionsmittel in Höhe von über einer Milliarde Euro herumliegen, Schulen bröckeln und Mietkosten explodieren, redet die frischgebackene Regierung der reichsten Kommune Deutschlands davon, an Investitionen zu kürzen und Rücklagen aufzubauen. Mit rekordhohen Steuereinnahmen, einem städtischen Eigenkapital von rund acht Milliarden Euro und verfügbaren Investitionsmitteln gibt es keinen Grund für eine Stadtpolitik im Sinne der Schuldenbremse“, so Müller. „Das Geld ist da, nun muss es investiert werden.“

„Wir als Linksfraktion im Römer fordern eine städtische Finanzpolitik, die in die Stadt investiert, in ihre Bürger*innen und ihre Zukunft“, so Müller abschließend. „Seien es Schulen, die Infrastruktur, der ÖPNV, der Sozialwohnungsbau, der Kulturbereich oder die zu niedrigen Gehälter der städtischen Angestellten, Frankfurt braucht Investitionen und keine Kürzungspolitik.“

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Keine städtische Förderung für MICHELIN-Nobelveranstaltung

Am 23. Juni 2026 findet die MICHELIN Guide Zeremonie statt, bei der Restaurants mit MICHELIN-Sternen ausgezeichnet werden. Die Stadt plant diese Veranstaltung mit 450.000 € zu fördern. Das kritisiert Alexis Passadakis, Stadtverordneter der Linken im Römer, folgendermaßen:

„Die gesamte Veranstaltung ‚Sterne über Frankfurt‘ und insbesondere die Zeremonie am 23. Juni wird als exklusiv beworben und ist tatsächlich genau das: elitär. Tickets für einzelne Programmpunkte reichen von 75 Euro bis zu 335 Euro pro Person. Während Wohnkosten für Frankfurt*innen ungehemmt steigen und die Lebensmittelpreise in die Höhe schießen, hat die Stadt nichts Besseres zu tun, als diese Nobelveranstaltung mit 450.000 Euro zu finanzieren“, so Passadakis.

„Nachdem mit Zustimmung der Linksfraktion zum letzten Haushalt nun Gelder für ein erstes Pilot-Projekt einer kommunalen Stadtteil-Küche im Riederwald bereitstehen, könnte mit den 450.000 Euro eine zweite, dringend benötigte Stadtteil-Küche gestartet werden. Statt Nobel-Küche auf Kosten der Steuerzahlenden ist es dringend an der Zeit, eine neue sozial-ökologische urbane Infrastruktur für Ernährungsgerechtigkeit zu schaffen“, merkt Passadakis an. Dass in dieser Größenordnung Gelder aus den Mitteln der Tourismusabgabe entnommen werden, um ein Event der Sterne-Küche zu finanzieren, zeige, dass der Magistrat zu oft eine Politik für die oberen 10 Prozent mache, anstatt für breite Bevölkerungsschichten.

Passadakis abschließend: „Wir als Linksfraktion lehnen die städtische Förderung dieses Exklusivevents ab. Bei der teuren Hochglanz-Imagepflege der Stadt Frankfurt, von der die Frankfurt*innen überhaupt nichts haben, machen wir nicht mit. Stattdessen fordern wir die Einrichtung von kommunalen Stadtteil-Küchen in allen Vierteln Frankfurts, für inklusive und kostenlose Community-Veranstaltungen.“

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