Auch nachdem die ausgeliehene Netzskulptur „A Sky Full of Hope“ an der Konstablerwache in dieser Woche offiziell eröffnet wurde, bleiben viele Fragen offen. Daher stellt die Linksfraktion im Römer nun eine dringliche Anfrage, in welcher sie den Magistrat auffordert, für Transparenz zu sorgen. Dazu der Fraktionsvorsitzende Michael Müller:
„Wenn wir als Linke zusammen mit den Bürger*innen der Stadt Frankfurt Kritik und Nachfragen haben, dann kann man das nicht, was die Taktik des Oberbürgermeisters Mike Josef (SPD) zu sein scheint, einfach zur Seite wischen und von ‚strukturellem Schlechtreden‘ sprechen. Ganz im Gegenteil: Gerade, weil es um Kunst im öffentlichen Raum und den Einsatz großer Summen an öffentlichen Mitteln geht, wäre ein transparenter und professioneller Umgang angemessener als berechtigte Fragen unbeantwortet zu lassen“, so Müller.
„Wenn die Stadt für 2,3 Millionen Euro ein Kunstwerk für drei Jahre anmietet, hierfür einen zentralen Platz mit meterhohen, massiven Stelen umbaut, stellen sich einfach Fragen. Erst recht, wenn dies ganz ohne öffentliche Ausschreibung geschieht. Wir kritisieren hier auch die völlige Intransparenz bezüglich der Verwendung der Mittel aus dem 30 Millionen Euro schweren Sondertopf, über den der ‚Lenkungskreis Innenstadt‘ unter Ausschluss der Öffentlichkeit entscheidet. Es ist völlig unklar, welche Gelder wann und wofür ausgegeben wurden und werden.“
Der Vergabeprozess der Kunstinstallation sei demokratiepolitisch fragwürdig: „Warum wurde nicht ein Ideenwettbewerb ausgerufen, wie man die Konstablerwache zu einem besseren Ort für alle machen kann? Hätte dafür nicht auch das World Design Capital 2026 eine perfekte Bühne geboten?“, fragt Müller. „Aus heiterem Himmel selbstherrlich ein Kunstwerk installieren, zu meinen, dass alle applaudieren, und kritische Fragen zu ignorieren, ist zutiefst undemokratisch.“
Müller abschließend: „Als Linksfraktion im Römer stehen wir für Kunst für alle, für eine Stadt für alle und fordern schon seit Jahren mehr Aufenthaltsqualität der zubetonierten Plätze in der Innenstadt.“