Der Mietvertrag des Mehrgenerationenhauses in Idsteiner Straße läuft Ende des Jahres aus. Auf eine Anfrage von Daniela Mehler-Würzbach, sozialpolitische Sprecherin und Ko-Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Römer, hat der Magistrat bestätigt, dass die Stadt Frankfurt mit dem Eigentümer Instone Real Estate über den Kauf noch nicht einig geworden ist.
„Das Mehrgenerationenhaus muss dort bleiben, wo es jetzt ist. Für viele Menschen im Gallus gehört das Mehrgenerationenhaus seit Jahren zum Viertel und zu ihrem Alltag. Dass sie wie die Beschäftigten immer noch nicht wissen, wie es weitergeht, ist nicht hinnehmbar. Der neue zuständige Dezernent für Bau und Immobilien steht in der Pflicht, mehr Bewegung in die Verhandlungen zu bringen“, erklärt Daniela Mehler-Würzbach.
Dabei müsse aber auch über Instone gesprochen werden.
Mehler-Würzbach weiter: „Investor Instone hat das Gebäude vor sieben Jahren gekauft. Schon damals war es vermietet und wurde vollständig für soziale Angebote und Bildung genutzt. Das war kein Geheimnis. Jetzt erwartet das Unternehmen offenbar einen wirtschaftlich günstigen Tausch mit der Stadt. Öffentliche Infrastruktur ist jedoch nicht dafür da, möglichst profitable Geschäfte für Immobilienkonzerne zu generieren. Das muss die Stadt gegenüber Instone deutlich machen.“
Zugleich entwickelt Instone mehrere große Projekte in Frankfurt, etwa am Schönhof, im Kleyerareal und mit den geplanten Günthersburghöfen. Gerade bei Letzteren hat sich die städtische ABG Holding bereit erklärt, den vorgeschriebenen Anteil des sozialen Wohnungsbaus umzusetzen, während Instone ausschließlich die lukrativen Eigentumswohnungen errichten soll.
„Wer weiterhin mit der Stadt Frankfurt gut zusammenarbeiten will, muss sich auch fragen lassen, wie er mit einem sozial bedeutsamen Ort wie dem Mehrgenerationenhaus umgeht. Es kann nicht sein, dass am Ende die Menschen im Gallus um ihren Treffpunkt bangen, während darüber verhandelt wird, wie sich für Instone mehr Gewinn herausholen lässt.“
Mehler-Würzbach abschließend: „Wir fordern eine schnelle und dauerhafte Lösung für das Mehrgenerationenhaus. Klar ist aber auch: Die Stadt darf sich dabei nicht unter Druck setzen lassen.“