Equal Pay Day 2026

In diesem Jahr markiert der 27. Februar den Tag, bis zu dem erwerbstätige Frauen* im Januar und im Februar in der Summe umsonst gearbeitet haben, weil die Lohnlücke zwischen Männern* und Frauen* in Deutschland immer noch durchschnittlich bei 16 % liegt.

„Jedes Jahr“, konstatiert die frauenpolitische Sprecherin der Linken im Römer, Monika Christann, „erinnern wir an die fortwährende Tatsache der Lohnungerechtigkeit. Ich sehe keine Bestrebungen des Staates, seinen Pflichten gemäß Art. 3 Abs. 2 Grundgesetz nachzukommen und aktiv an der Beseitigung der Ungleichheiten zu Lasten der Frauen* zu arbeiten. Im Gegenteil: Alle einschlägigen Vorschriften – z. B. von der EU-Gesetzgebung – werden seit Jahrzehnten von den männlich dominierten Parlamenten und den jeweiligen Koalitionen missachtet. Weder gibt es Maßnahmen, das Prinzip der gleichen Bezahlung für gleiche oder gleichwertige Arbeit durchzusetzen noch wird Transparenz hergestellt. Das aktuelle deutsche Entgelttransparenzgesetz hat sich wie vorausgesagt als zahnloser Tiger erwiesen, denn die Unternehmen haben keine wirksamen Sanktionen zu befürchten. Aktuell tut sich die Bundesregierung schwer, die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in nationales Recht zu überführen. Viel Zeit hat sie nicht mehr, denn bis Juli 2026 muss dies erledigt sein. Stattdessen hat die Bundesministerin Karin Prien erst einmal eine Kommission eingesetzt. Warum eigentlich? Denn das Ziel ist doch eindeutig: Gleiches Geld für gleiche und gleichwertige Arbeit ist Pflicht! Ebenso die Pflicht der Unternehmen, die Bezahlung für die ausgeschriebenen Jobs zu veröffentlichen. Wenn Karin Prien sagt, die EU-Richtlinie solle „bürokratiearm“ umgesetzt werden, hat das m. E. nichts Gutes zu bedeuten. Es wird wohl weiterhin an der Maxime der Lohnungleichheit festgehalten werden.“

Christann weiter: „Die strukturellen Ungleichheiten werden weiter bestehen, solange wir es weiter hinnehmen, dass die Arbeit am und für Menschen schlechter bewertet und bezahlt wird als die mit Maschinen. Deswegen müssen wir nicht nur die EU-Entgelttransparenzrichtlinie und ihre Anwendung auch in Deutschland unterstützen, sondern es auch einfordern, dass die Eingruppierungssysteme sowohl in Privatunternehmen als auch im Öffentlichen Dienst durch Prüfinstrumente wie „eg-check“ – inzwischen auch von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes empfohlen – auf Diskriminierung von Frauen*n untersucht werden. Ich fordere auch die Tarifpartner ausdrücklich auf, ihre auf Rollenklischees basierenden Eingruppierungssysteme an tatsächliche Leistungen von frauentypischen und unterbezahlten Arbeitsleistungen Tätigkeiten anzupassen.“

Der VdK Hessen-Thüringen veranstaltet am 27.02.26 von 12 bis 13:45 Uhr eine Kundgebung zum Equal Pay Day auf der Hauptwache. Lokalpolitikerinnen sind eingeladen, ihre Statements zum Equal Pay Day abzugeben.

Hinweis:  Auf der Homepage der Linken im Römer ist eine Aufzeichnung einer Veranstaltung zur Diskriminierung von Frauen* in Entgeltsystemen zu finden: https://www.dielinke-im-roemer.de/videos/ Video „Schluss mit der Bescheidenheit“.

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Klimaschutzräume für Alle

Die Linke im Römer fordert in einem Haushaltsantrag die Einrichtung einer Stelle im Klimareferat, um sogenannte Klimaschutzräume nach dem Vorbild der refugis climàtics in Barcelona in Frankfurt am Main einzurichten. Dazu Daniela Mehler-Würzbach, klimapolitische Sprecherin der Fraktion:

„Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Frankfurt bereits extrem spürbar. Heiße Sommer, starke Trockenheit und Starkregenereignisse prägen bereits jetzt die Stadt. Deshalb muss die Stadt Frankfurt zum Schutz der Menschen Vorsorge treffen. Zusätzlich zu den Klimaanpassungsmaßnahmen brauchen wir Orte, in denen Menschen im Alltag bei extremen Temperaturen Zuflucht finden können. Gerade der Schutz vor extremer Hitze und Orte für Pausen in der städtischen Wärmeinsel sind insbesondere für vulnerable Gruppen wichtig. Denn Hitze trifft nicht alle gleich.“

Mehler-Würzbach weiter: „Aktuell gibt es in Frankfurt lediglich eine Karte der Stadt mit sogenannten ‚Kühlen Orten‘. Das ist unzureichend und muss dringend ausgebaut werden. In Barcelona koordiniert die Stadtverwaltung ein dichtes Netz an öffentlichen Klimaschutzräumen in der ganzen Stadt, so dass man alle 10 Minuten zu Fuß einen solchen Raum erreicht. Das wollen wir für Frankfurt auch.“

Die refugis climàtics in Barcelona seien öffentliche Einrichtungen, die während der Sommermonate als kühle Rückzugsorte dienten, aber auch bei Temperaturen extremer Kälte einen wärmenden Zufluchtsort böten. In Barcelona lebten schon heute 90 Prozent der Einwohnenden nur 10 Minuten Fußweg von einem Klimaschutzraum entfernt. Bis 2030 strebe die katalonische Stadt an, dass die ganze Bevölkerung in nur fünf Minuten Entfernung einen nächsten Klimaschutzraum erreichen könne.

Die Linke arbeitet schon seit einigen Jahren zu diesem Thema und hat zahlreiche Anträge hierzu eingebracht. Bisher fehlt eine Klärung von Verantwortlichkeit und Ressource. Die Idee ist einfach und entspricht dem Ansatz einer Sorgenden Stadt. Klimaschutzräume können in bestehenden, öffentlichen Innenräumen oder geeigneten Stadtparks eingerichtet werden und wahren ihre Nutzung und Funktion. Es handelt sich um Orte, die leicht zugänglich sind, Schatten, Sitzmöglichkeiten und Wasser bieten und speziell für gefährdete Menschen wie kleine Kinder, ältere Menschen und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen Schutz vor Extremtemperaturen bieten.

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Frankfurt steht still- Solidarität mit den Streikenden im ÖPNV

Anlässlich der zwei für das Wochenende angekündigten bundesweiten Streiktage der Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), erklärt Daniela Mehler-Würzbach, mobilitätspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Römer:

„Wir stehen solidarisch an der Seite der Streikenden. In den bisherigen Verhandlungsrunden waren die Arbeitgeber*innen nicht bereit auf die berechtigten Forderungen einzugehen. Wenn es keine signifikanten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im ÖPNV gibt, stehen die Frankfurter Bahnen in ein paar Jahren dauerhaft still. Nicht wegen eines Streiks, sondern weil es nicht attraktiv ist, hier zu arbeiten. Den Forderungen nach Entlastung bei Arbeitszeit und Schichtdiensten sowie Zuschlägen bei Wochenend- und Nachtdiensten muss nachgekommen werden. Die Linke kritisiert schon lange, dass sich die Arbeitsbedingungen im ÖPNV nur langsam verbessern. Der Streik zeigt, dass hier noch viel Nachholbedarf besteht.“

Auch eine Studie von ver.di und der Deutschen Klima Allianz[1] zeigte kürzlich nochmal eindeutig auf, dass die Beschäftigten im ÖPNV extremen Belastungen ausgesetzt seien.

Mehler-Würzbach abschließend: „Gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten sind gut für uns alle, die wir tagtäglich auf einen zuverlässigen Nahverkehr angewiesen sind. Deshalb ist wichtig, dass wir als Fahrgäst*innen die Forderungen der Beschäftigten und ihre Aktionen unterstützen. Auch wenn die Einschränkungen des Alltags manchmal anstrengend sein können: Wenn wir einander unterstützen, sind wir am Ende gemeinsam stärker.“

[1] https://www.verdi.de/oeffentliche-private-dienste/mein-arbeitsplatz/busse-und-bahnen/wege-personalkrise

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Städtischen Leerstand beenden – 100 Wohnungen endlich wieder sozial vermieten

Derzeit stehen in Frankfurt rund 100 Wohnungen städtischen Eigentums leer – teils seit Jahren. Die Linke im Römer fordert in einem Antrag, dass die leerstehenden Wohnungen zügig saniert und dauerhaft gemeinwohlorientiert bewirtschaftet werden. Dominike Pauli, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion, dazu:

„Jede leerstehende Wohnung ist eine verpasste Chance für Menschen, die dringend ein Zuhause suchen. Wir fordern deshalb die sofortige Instandsetzung und Bereitstellung des vorhandenen Wohnraums. Hier darf keine Zeit verloren gehen. Angesichts der großen Wohnungsnot und der vielen wohnungslosen Menschen ist der Leerstand öffentlicher Wohnungen nicht länger hinnehmbar. Es ist überhaupt nicht vermittelbar, wieso die Stadt Frankfurt es seit Jahren nicht schafft, 100 Wohnungen bewohnbar zu machen. 100 Wohnungen sind eine absolut machbare Zielgröße. Der jahrelange Leerstand ist schlichtweg politisches Versagen.“

Wichtig sei, dass die Wohnungen künftig gemeinwohlorientiert bewirtschaftet werden. Pauli erklärt: „Gemeinwohlorientierung bedeutet, Wohnraum nicht als Renditeobjekt zu behandeln, sondern dauerhaft bezahlbar und im Interesse der Stadtgesellschaft zu sichern. Dafür braucht es die richtigen Partner. Die Genossenschaftliche Immobilienagentur Frankfurt (GIMA) sollte hier eingebunden werden, um geeignete Akteure für die Nutzung der Immobilien zu identifizieren. Die Stadt muss dabei auf Genossenschaften, öffentlich-rechtliche Körperschaften und andere gemeinwohlorientierte Akteure setzen, die nicht auf Profit aus sind, sondern echten, bezahlbaren Wohnraum für die Frankfurter Bevölkerung schaffen wollen.“

Die Linksfraktion fordert außerdem einen regelmäßigen Bericht über den Fortschritt der Sanierungen. Pauli weiter: „Wir brauchen endlich mehr Transparenz, damit die Frankfurter*innen wissen, wie der Stand der Dinge ist und wann mit der Fertigstellung der Wohnungen zu rechnen ist. Transparenz schafft Vertrauen – und setzt die Verwaltung in die Pflicht, den Leerstand zügig zu beenden. Wir fordern zudem, dass diese Mieten dauerhaft bezahlbar und unter der ortsüblichen Vergleichsmiete angeboten werden.“

Pauli abschließend: „Die Stadt Frankfurt muss endlich Verantwortung zeigen für ihre eigenen Immobilien und darf dieses Problem nicht weiter verschleppen. Sie muss alles in Gang setzen, um diesen sinnlosen und unsozialen Leerstand zu beenden.“

Der Antrag wird im Planungsausschuss am Dienstag, den 24. Februar 2026, um 17:00 Uhr (Bethmannstr. 3, Sitzungssaal 307) diskutiert.

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Unverantwortliche Finanzierungspläne für den Neubau der Städtischen Bühnen

Anlässlich der Ankündigung von Kulturdezernentin Ina Hartwig, dass eine städtische GmbH für den Neubau der Städtischen Bühnen gegründet und das Land Hessen nicht an der Finanzierung beteiligt werden soll, erklärt Michael Müller, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Römer:

„Die Frage wie der Neubau der Städtischen Bühnen finanziert werden soll, wurde lange vernachlässigt. Statt Finanzdebatte wurde nur die Standortdebatte geführt – worauf wir oftmals hingewiesen haben. Jetzt sehen wir das Ergebnis: die 1,3 Milliarden Euro sollen allein von der Stadt Frankfurt getragen werden und das Land Hessen zahlt keinen Cent. Das ist völlig verantwortungslos, denn die Finanzierungsfrage ist immer auch eine soziale Frage. Der Neubau der Städtischen Bühnen darf nicht dazu führen, dass am Ende Mittel bei der Freien Kulturszene fehlen.“

Müller weiter zur Finanzierungsfrage: „Es müssen dringend Finanzierungsmittel vom Land Hessen sowie von umliegenden Kommunen, wie etwa Eschborn, eingefordert werden. Diese externen Mittel sind nötig, um die gewaltige Summe überhaupt aufbringen zu können. Bei den Staatstheatern in Darmstadt, Kassel und Wiesbaden hat sich das Land Hessen schließlich auch beteiligt. In Kassel übernimmt es sogar achtzig Prozent der Sanierungskosten. Das ist also eine Sache der Verhandlung der politisch Verantwortlichen! Diese Karte darf in Frankfurt nicht bedenkenlos verspielt werden. Wir fordern den Magistrat und insbesondere die Kulturdezernentin auf, in Wiesbaden nachzuverhandeln. Das letzte Wort darf hier noch nicht gesprochen sein.“

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Kostenfreies und gesundes Frühstück an Grundschulen und Kindertagesstätten

„Ein gesundes und ausgewogenes Frühstück ist für Kinder und Jugendliche ein wichtiger Bestandteil für eine gesunde Ernährung. Seit Jahren ist jedoch bekannt, dass Kinder morgens oft ohne ein Frühstück in die Frankfurter Bildungseinrichtungen kommen. Dies hat nicht nur gravierende Auswirkungen auf die Lernfähigkeit, sondern auch auf eine gesunde körperliche Entwicklung. Hier sind wir in der Pflicht, mit einem kostenfreien und gesunden Frühstück an Grundschulen und Kindertagesstätten gegenzusteuern“, erklärt Dominike Pauli, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Römer, anlässlich der bevorstehenden Haushaltsberatungen und eines entsprechenden Antrags der Linken.

Die Verpflegungspauschale bei Kita-Frankfurt steigt in regelmäßigen Abständen. Ab 01.04.2026 mal wieder um satte 5 Prozent bzw. 3 Euro pro Monat auf dann 75 Euro pro Kind, wie eben erst bekannt wurde. Das Mittagessen in Bildungseinrichtungen kann aus Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets (BUT) bezuschusst werden, Frühstücks- oder Getränkekosten jedoch sind bislang aus den Leistungen des BUT herausgenommen.

„Familien mit geringem Einkommen können sich frisches Obst und Gemüse kaum leisten. Hier kann die Kommune mit dem Angebot von gesundem und ausgewogenem Essen auf die Ernährung der Kinder Einfluss nehmen und den negativen Folgen von schlechter, unausgewogener oder unzureichender Ernährung entgegenwirken. Aber auch viele weitere Kinder und Jugendliche würden profitieren, denn regelmäßige Mahlzeiten gehören ganz unabhängig vom Einkommen der Familien immer seltener zum Familienalltag. Auch hier wird durch ein regelmäßiges und kostenfreies Frühstück die Grundlage für eine gute Ernährung gelegt“, so Pauli abschließend.

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Hanau ist überall – Say their names

Am 19. Februar 2026 jährt sich der rassistische Terroranschlag von Hanau zum sechsten Mal. Dominike Pauli, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Römer dazu:

„Jedes Jahr werden bundesweit die Namen der neun Opfer von Hanau genannt. In diesem Jahr muss leider ein Name hinzugefügt werden, denn Ibrahim Akkuş, der am 19. Februar angeschossen wurde, ist kürzlich im Alter von 70 Jahren gestorben. Hanau hat somit ein weiteres Opfer zu beklagen. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Morde jemals in Vergessenheit geraten. Erinnern heißt Widerstand leisten.“

Pauli mahnt: „Der Terroranschlag von Hanau war kein Einzelfall. Er ist das Ergebnis eines massiven Versagens von Behörden, Politik, Medien und Sicherheitsapparaten. Aufgeklärt ist hier noch lange nicht alles. Bislang wurden bislang auch keine hinreichenden Konsequenzen aus dem eklatanten Behördenversagen gezogen. Viele Fragen der Angehörigen sind völlig ungeklärt. Es ist unerträglich, dass Angehörige, die tagtäglich mit Schmerz und Wut leben müssen, sich selbst um das Gedenken kümmern müssen. Dass ihrem Wunsch nach einem Mahnmal auf dem Marktplatz als zentralen Ort von Hanau nicht gefolgt wird, ist unverständlich. Wir danken den Angehörigen und Ihren Unterstützer*innen für ihre unermüdliche Aufklärungsarbeit, die die Politik und Behörden bis heute versäumen.“

Dazu Pauli abschließend: „Erinnern geht nicht ohne Verändern. Verändern ist nur möglich, wenn den Betroffenen zugehört wird und die Straflosigkeit der Behörden endlich ein Ende hat. Unsere Solidarität gilt den Angehörigen der Opfer sowie all jenen, die tagtäglich von Rassismus und Antisemitismus betroffen sind. Gerade in Zeiten des gesellschaftlichen Rechtsrucks und des Erstarkens rechter Gewalt müssen wir zusammenstehen – jetzt mehr denn je.“

In Gedenken an:

Ibrahim AkkuÅŸ
Gökhan Gültekin
Sedat Gürbüz
Said Nesar Hashemi
Mercedes Kierpacz
Hamza Kurtović
Vili Viorel Păun
Fatih Saraçoğlu
Ferhat Unvar
Kaloyan Velkov

In den kommenden Tagen finden folgende Aktionen in Hanau statt, zu deren Teilnahme die Linksfraktion aufruft:

  • Donnerstag, 19.02.2026 | 20 Uhr | Freiheitsplatz Hanau
    Trauermarsch
  • Donnerstag, 19.02.2026 | 21:30 Uhr | Heumarkt & Kesselstadt Hanau
    Gedenken an den Tatorten
  • Samstag, 21.02.2026 | 16:00 Uhr | Marktplatz Hanau
    Kundgebung & Demo

Mehr Informationen zu den Gedenkaktionen unter: https://19feb-hanau.org/

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Niemanden im Schnee stehen lassen

Angesichts der aktuellen Wetterlage kritisiert Daniela Mehler-Würzbach, mobilitätspolitische Sprecherin der Linksfraktion, die einseitige Priorisierung des Autoverkehrs beim Winterdienst:

„Frankfurt hat einen Räumplan. Doch während Hauptverkehrsstraßen für den Autoverkehr zuerst geräumt werden, bleiben Radwege, Gehwege und selbst Strecken des Öffentlichen Personennahverkehrs oft stundenlang unpassierbar – oder werden gar nicht berücksichtigt. Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, mit dem Rad fahren oder auf den ÖPNV angewiesen sind, werden wortwörtlich im Schneeregen stehen gelassen.“

Glatte Gehwege im öffentlichen Raum werden zur Gefahr für Ältere, Kinder und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Busse kommen auf Nebenstraßen nicht durch, Haltestellen sind nicht geräumt. Auf Radwegen landet der von der Straße geräumte Schnee – obwohl das unzulässig ist.

Mehler-Würzbach: „Natürlich ist es richtig, Hauptverkehrsstraßen zu sichern. Aber eine soziale und klimagerechte Verkehrspolitik muss die Prioritäten anders setzen. Wer kein Auto besitzt oder bewusst darauf verzichtet, darf nicht benachteiligt werden. Gerade an Tagen wie heute, an denen Schneefall und ein Streik im ÖPNV zusammenfallen, zeigt sich, wie wichtig sichere Rad- und Fußwege sind.“

Die Linksfraktion hat deshalb einen Antrag eingebracht, der fordert, die Planung des Winterdiensts dahin gehend anzupassen, dass die Wege des Umweltverbunds, also Rad- und Fußverkehr und ÖPNV, prioritär geräumt werden.

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Die Linke im Römer fordert den Ankauf des Club-Voltaire-Gebäudes durch die Stadt Frankfurt

Dem Club Voltaire droht das Aus. Die Linksfraktion fordert in einem dringlichen Antrag, dass der Club gerettet wird. Michael Müller, Vorsitzender und kulturpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Römer, dazu:

„Frankfurt droht ein kulturpolitischer Kahlschlag: Der Club Voltaire, seit fast 65 Jahren Herzstück der kritischen Stadtgesellschaft, soll verschwinden – geopfert auf dem Altar der Rendite. Ende 2026 läuft der Mietvertrag aus, die Eigentümer*innen wollen nicht verlängern. Was danach kommt, ist ein Albtraum für alle, denen diese Stadt mehr ist als ein Investitionsstandort. Der Club Voltaire ist kein gewöhnlicher Veranstaltungsort – er ist ein Dreh- und Angelpunkt für kritisches Denken. Wer ihn sterben lässt, löscht ein Stück lebendiger Demokratie aus. Wir fordern deshalb, dass die Stadt Frankfurt umgehend Verhandlungen mit den Eigentümer*innen aufnimmt, um das Gebäude zu erwerben. Nur durch einen Ankauf durch Stadt kann die Existenz des Club Voltaires dauerhaft gesichert werden.“

Müller mahnt: „Droht ein Investor das Haus zu übernehmen, sind Mietpreisexplosion, Abriss und gesichtsloser Neubau die wahrscheinlichsten Szenarien. Das 160 Jahre alte Gebäude, das selbst den Zweiten Weltkrieg überlebt hat, könnte einer weiteren teuren Glasfassade weichen. Es steht zu viel auf dem Spiel. Die Stadt darf nicht zulassen, dass Profitinteressen wieder einmal gewinnen.“

Müller sagt abschließend: „Das Gebäude liegt im Geltungsbereich der Erhaltungssatzung M 81 – eine Satzung, die genau dafür geschaffen wurde, um alteingesessene Betriebe vor dem Verdrängungsdruck durch Ketten und spekulativen Umbau zu schützen. Ein Abrissantrag kann und muss abgelehnt werden. Die Stadt muss die Werkzeuge nutzen, die ihr zur Verfügung stehen. Priorität jetzt ist jedoch der Ankauf des Gebäudes durch die Stadt.“

Der Antrag wird im Planungsausschuss am 24.02.2026 um 17:00 Uhr (Bethmannstr. 3, Raum 307) und im Kulturausschuss 26.02.2026 um 17:00 Uhr (Bethmannstr. 3, Raum „Haus Silberberg“) diskutiert.

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Letzter Schritt: Kostenlose Kinderbetreuung auch in der Kinderkrippe und Tagespflege

„In Frankfurt fehlt nur noch ein kleiner, wenn auch wichtiger Schritt, um die Kinderbetreuung komplett in Kindertagesstätten und in der Tagespflege beitragsfrei anzubieten. Deshalb fordern wir mit unserem Etatantrag auch, die Betreuung von unter Zweijährigen vollständig kostenlos anzubieten“, erklärt Ayse Dalhoff, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Römer, vor dem Hintergrund der anstehenden Haushaltsberatungen.

„Die frühkindliche Bildung steht gleichberechtigt neben den anderen Bildungsbereichen. Wenn also Kindertagesstätten ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr, Schule und Hochschule gebührenfrei sind, muss dies auch für die Kinderkrippe und Tagespflege gelten. Gerade hier wird die Grundlage für gleichberechtigte Teilhabe gelegt und ergänzend zum Elternhaus als frühkindliche Bildungsstätten und Sozialisationsinstanzen einen wichtigen Beitrag zur kindgerechten Erziehung und Förderung geleistet“, so Dalhoff weiter.

Momentan ist der Zugang zu Betreuung und Bildung in einer entsprechenden Einrichtung von der finanziellen Situation der Eltern abhängig. Eltern in Frankfurt bezahlen für einen Ganztagsplatz in einer Kinderkrippe oder Krabbelstube inklusive Essen und Trinken ca. 250 Euro pro Monat. Dieser Betrag ist unabhängig von der jeweiligen Einkommenssituation für alle Eltern gleich, sofern sie keinen Anspruch auf ergänzende Leistungen nach § 90 SGB VIII haben.

„Jedes Kind hat das Recht – und muss auch die Möglichkeit haben – eine solche Einrichtung zu besuchen. Das darf nicht an den Kosten und damit an der finanziellen Situation der Eltern scheitern. Gerade Eltern, die nur knapp über der Einkommensgrenze für ergänzende Leistungen liegen, werden unverhältnismäßig belastet. Das führt nicht selten dazu, dass sie ihr Kind nicht oder erst sehr spät an der frühkindlichen Förderung in der Kindertagesstätte teilhaben lassen“, so Dalhoff abschließend.

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