Die zwei Millionen Euro teure Netzskulptur „A Sky Full of Hope“ der US-Künstlerin Janet Echelman schwebt nun über der Konstablerwache, Mitte August soll sie offiziell eröffnet werden. Kritisch demgegenüber äußert sich Michael Müller, Fraktionsvorsitzender der Linken im Römer:
„Auch nachdem das Kunstwerk jetzt bereits sichtbar ist und über Teilen der Konsti zu schweben scheint, bleiben viele Fragen offen“, merkt Müller an. „Warum wurde ausgerechnet dieses Kunstwerk ausgesucht? Gab es im Rahmen des World Design Capital 2026 einen künstlerischen Wettbewerb? Wie ist das zwei Millionen schwere Preisschild zu erklären und wäre eine solche Stange Geld nicht sinnvoller einzusetzen? Wie kann es sein, dass für dieses Kunstwerk zwei Millionen leicht zu mobilisieren waren, die Stadtregierung bei sozialen und ökologischen Fragen jedoch jeden Cent zwei Mal umdreht?“
Das Argument, dass für das Kunstwerk verfügbare Mittel aus dem Topf des Stadtmarketings aufgewendet wurden, ist für Müller nicht überzeugend. „Die Frage, die sich hierbei doch stellt, ist, warum wurden diese Mittel nicht für eine dauerhafte und permanente Verbesserung der Konstablerwache zur Verfügung gestellt? Wenn sich darüber hinaus herausstellt, dass das Kunstwerk in den Wintermonaten abgebaut werden muss, zeigt das eindrucksvoll, wie undurchdacht das Ganze ist und wie wenig die Bürger*innen Frankfurts davon haben.“
Müller abschließend: „Wir als Linke im Römer haben von Anfang an Kritik an der Intransparenz des ‚World Design Capital 2026‘ geübt. Diese Undurchsichtigkeit im Bezug auf Projektfinanzierung und Sinnhaftigkeit ist nun für die ganze Stadt sichtbar geworden. Tatsächlich sinnvoll wäre ein Konzeptwettbewerb gewesen, für die dauerhafte und nachhaltige Verbesserung der Konstablerwache. ‚A Sky Full of Hope‘ wirkt dagegen leider wie Kunst ‚aus heiterem Himmel‘ – wenig überzeugend, teuer und deplatziert.“
