Kritischer Stadtteilrundgang durchs Nordend: Verkehrswende jetzt – lebenswerte Berger Straße!

Kommt zum kritischen Stadtspaziergang über die Berger Straße im Nordend!

„Die Berger“ ist eine der zentralen Straßen im Nordend. An ihr werden die Veränderungen im Nordend sichtbar. Wir wollen bei unserem Spaziergang auf die Verkehrssituation eingehen. DIE LINKE. hat Vorschläge, wie die Berger Straße zu einer Hauptachse mit mehr Lebensqualität und Freiraum wird. Aktuell dominiert das Auto die Straße, sie ist viel zu oft verstopft und auf den Gehwegen ist kaum Platz fürs Flanieren.
Außerdem wollen wir uns mit der Situation der Einzelhändler*innen beschäftigen. Viele leiden unter hohen Mieten, altgediente Geschäfte schließen. Wir wollen verhindern, dass die Berger zu einer gesichtslosen Straße mit den üblichen Kettenfilialen wird. Das Gesicht der Berger und der Facettenreichtum muss erhalten werden.

Wir wollen mit Euch ins Gespräch kommen. Was sind eure Vorschläge für die Berger? Was stört Euch an der Straße? Was sollte geändert werden?

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30 Millionen für die EM in Frankfurt sind unverhältnismäßig viel

Die Stadtverordnetenversammlung hat am gestrigen Tag im Eilverfahren eine Vorlage zur stärkeren finanziellen Beteiligung der Stadt Frankfurt an der UEFA EURO 2024 mit Koalitionsmehrheit verabschiedet. Einzig DIE LINKE. im Römer hat kritisiert, dass sich die Kosten verdoppeln und unverhältnismäßig hoch ausfallen. Dazu erklärt Michael Müller, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion:

„Ich hoffe, dass der Magistrat und allen voran der Kämmerer bei der Finanzierung eines Soforthilfefonds für alle, die von Energiearmut betroffen sind, genauso eilfertig und rasch handelt, wie bei der Ausrichtung von fünf EM Spielen bei der Euro 2024.“

Im Schnellverfahren seien 30 Millionen Euro bewilligt worden, ohne dass vorher ausführlich darüber beraten wurde. „Hier wird der UEFA der rote Teppich ausgerollt! Die UEFA ist ja bekannt für knallharten Standortwettbewerb bei der Vergabe der Spielstätten, aber die Stadt Frankfurt darf ihr doch nicht einfach so alles abnicken. Besonders dreist ist, dass die beschlossenen Finanzmittel von jeglicher Konsolidierung ausgenommen sind, die die Regierungskoalition für 2023/24 angekündigt hat. Gekürzt wird dann an anderer Stelle“, so Müller weiter.

Vollkommen unklar sei auch, wie hoch die Einnahmen für die Stadt ausfallen und welche Zuschüsse die UEFA leiste. Müller abschließend: „Hier wurde in Unklarheit der finanziellen Rahmenbedingungen leichtfertig viel Geld freigegeben. Wir werden bei der Abfederung der sozialen Folgen von Inflation und Energiekrise eine gleiche Priorität einfordern. Denn das sind die Herausforderungen der nächsten Monate. Ein kommunales Entlastungspaket in Zeiten hoher und anhaltender Inflation!“

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Rede in der Stadtverordnetenversammlung am 22.09.2022

Bau- und Rodungsmoratorium für den Fechenheimer Wald

Die Frankfurter Stadtregierung hat es in der gestrigen Stadtverordnetenversammlung abgelehnt, sich gegen die Rodung eines Teilstücks des Fechenheimer Waldes auszusprechen. Daniela Mehler-Würzbach, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Römer begründete in ihrer Rede den dringlichen Antrag NR 481/2022: Bau- und Rodungsmoratorium für den Ausbau der A 66 Tunnel Riederwald:

„Werte Frau Vorsteherin, werte Kolleg*innen!

Wir diskutieren heute am Internationalen autofreien Tag und am Vorabend eines globalen Klimastreiks. In einer Zeit, in der der Klimaschutzbeirat der Bundesregierung dem Verkehrsminister ein vernichtendes Zeugnis für seine Sofortmaßnahmen für den Klimaschutz ausstellt und von „Arbeitsverweigerung“ spricht. In einer Zeit, in der die Autobahn GmbH und die Bundesrepublik Deutschland gegen eine Fahrradsternfahrt über eine Autobahn zur Übergabe der Unterschriften für ein Volksbegehren für ein Hessisches Verkehrswendegesetz geklagt hat.

Quer über alle politischen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung hinweg wird stets betont, dass ein Autobahnausbau mitten im Stadtgebiet heute nicht mehr zustimmungsfähig wäre. Grüne Bundestagsabgeordnete filmen Reels für Instagram im Fechenheimer Wald, grüne Stadtverordnete erklären in Pressemitteilungen, sie hielten angesichts der Klimakatastrophe und dem Ziel einer Mobilitätswende den Riederwaldtunnel und die damit verbundene Fällung von Bäumen für falsch und anachronistisch. Der Ortsbeirat 11 hat fraktionsübergreifend und ohne Gegenstimmen in seiner letzten Sitzung ein Rodungsmoratorium gefordert. Jedes Wochenende finden Spaziergänge im Wald statt, viele Menschen in Frankfurt unterstützen die nun seit gut einem Jahr im Wald lebenden Baumbesetzer:innen – vielleicht außer Herr Pürsün und Freund*innen, die kleine Anfragen im Landtag stellen und die Kriminalisierung der Waldbesetzung betreiben.

Ja, ich weiß: Es besteht Baurecht für die Autobahn GmbH – und danke Herr Schulz, Sie müssen mein Rechtsverständnis heute nicht kommentieren – und Sie, werte Mitglieder der Koalition, haben in ihrem Koalitionsvertrag aufgeschrieben, dass sie zwar den weiteren Ausbau von Autobahnen ablehnen, aber die A661 gemäß der aktuellen Planfeststellung inkl. Riederwaldanbindung gebaut werden soll.

Nur agieren Sie in Widersprüchen: Mit den Klimaschutzzielen für Frankfurt wurden in diesem Haus heere Ziele verabschiedet. Auch beschließen wir hier immer wieder wohlklingende Konzepte: Ein Biodiversitätskonzept. Gerade wird ein Masterplan Mobilität erarbeitet. All diese Ziele, Konzepte und Pläne sind Makulatur und Augenwischerei. Wir dürfen nicht die Augen davor verschließen, was vermeintlich nicht oder nicht mehr in unserer direkten Zuständigkeit ist, aber die Zukunft dieser Stadt prägen wird.

Ab dem 1. November darf gemäß Planfeststellungsbeschluss im Fechenheimer Wald gerodet werden. Allerdings drohen Umweltschäden, weshalb wir, übrigens wie letztes Jahr auch, ein sofortiges Rodungsmoratorium fordern. Der Fund des Heldbockkäfers muss artenschutzrechtlich bewertet und die offenbar bislang unzureichenden Maßnahmen zum Schutz der Bechsteinfledermaus wirksam nachgebessert werden.

Der Stadtwald ist tot und wir verlieren täglich weitere Bäume auf dem Stadtgebiet. Wir planen Parks und wissen nicht, ob da wirklich Bäume wachsen werden angesichts der Hitzesommer. Aber parallel lassen wir großflächige Waldrodungen zu?

Auch der Umgang mit dem zusätzlichen Autoverkehr durch den Autobahnausbau ist nach unserer Auffassung viel zu wenig thematisiert, die Verkehrsentlastung und mögliche Alternativen zu wenig verhandelt – hier danke ich zumindest für das „Prüfen und Berichten“ zu unserem Antrag „Für eine Mobilitätswende im Frankfurter Osten“.

Wie es mit dem Lärmschutz für die Anwohner*innen weitergeht, ist noch vollkommen unklar. Die Menschen haben aber ein Recht darauf, dass diese Fragen geklärt werden bevor die Verkehrslawine über sie hereinbricht.

Expert*innen schätzen die Kosten bis zur Fertigstellung im Jahr 2031 mittlerweile auf mehr als eine Milliarde Euro – aber es ist ja kein Geld des städtischen Budgets und nicht unsere Zuständigkeit, also auch egal!

Werte Kolleg*innen, der Ausbau der A 66 mitten im Stadtgebiet Frankfurts ist aus verkehrlichen, städtebaulichen klimatischen, ökologischen und finanziellen Gründen nicht zu verantworten.

Für DIE LINKE ist klar, es ist an der Zeit, dass die Stadtpolitik ein deutliches Signal an die Bundesregierung sendet, die Rodung durch die Autobahn GmbH zu verhindern und dem Aufgabenträger ein Baumoratorium aufzuerlegen.

Es liegt an uns, Zerstörung zu verhindern – und damit die Interessen der Frankfurter*innen und ihrer Zukunft zu schützen. Die aus der Zeit gefallene Planung muss öffentlich eine entschiedene politische Ablehnung erfahren.

Grüne, SPD, FDP, Volt, CDU, AfD und BFF-BIG haben sich mit der Ablehnung unseres Antrags dagegen entschieden.

Bitte erklären Sie das Ihren Kindern und der Zukunft.“

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Städtische Auftragsvergabe: Was tun bei Missbrauch und Ausbeutung?

Bei der Vergabe von städtischen Aufträgen ist darauf zu achten und zu kontrollieren, dass die Auftrag nehmenden Fremdfirmen die Vorgaben des Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzes (HVTG) beachten und auch darüber hinausgehende Regularien der Stadt einhalten. Darauf hat sich die Frankfurter Regierungskoalition verpflichtet. Die im Jahr 2020 eigens dafür eingerichtete städtische Vergabekontrollstelle soll sowohl Firmen mit Tarifgebundenheit als auch Firmen, welche sich an die gesetzlichen Mindestlöhne und Sozialabgaben-Regelungen halten müssen, kontrollieren.

Seitdem wurden 197 Kontrollen vor Ort durchgeführt, allerdings konnte dabei kein einziger Verstoß festgestellt werden. Das hält der DGB für unmöglich, denn es gibt nach der Erfahrung der Gewerkschaften kaum eine Baustelle in Frankfurt, auf der sich an Arbeitsrecht und Mindestlohngesetz gehalten wird.

Wie kommt es zu dieser unterschiedlichen Einschätzung?

Was muss eine Vergabe- und Kontrollstelle unter Beachtung des HVTG und der städtischen Regularien tun, welche Möglichkeiten hat sie und wie sollten die Kriterien der Stadt überhaupt aussehen?

Dies und mehr wollen wir am Dienstag, den 27.09.22, um 19 Uhr im DGB-Haus miteinander diskutieren.

 

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Gemeinsam für Kinderrechte – Das ist das Motto des diesjährigen Weltkindertags.

Ayse Dalhoff, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Römer:

„Die Fehler der Corona-Pandemie dürfen sich nicht wiederholen. Dass die Rechte der Kinder und Jugendlichen in der Pandemie völlig unbeachtet blieben, darauf hat unsere Fraktion immer wieder hingewiesen. Wie fatal das war, wird immer deutlicher. Geschlossene Bildungseinrichtungen, fehlende Freizeitaktivitäten und die Einschränkung von sozialen Kontakten haben zu erheblicher sozialen Ungleichheit geführt.

Damit ist klar: Aus der Pandemie lernen, heißt Kinderrechte stärken!

Alle Maßnahmen zu Energieeinsparungen müssen in erster Linie das Wohl der Kinder und Jugendlichen berücksichtigen.  Kein Kind sollte frieren müssen und keine Angebote für Kinder und Jugendliche dürfen durch Energiesparmaßnahmen geschlossen werden.“

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Gemeinsam Gallus Stadtteilfest

Das linke solidarische Mitmachfest „Gemeinsam Gallus“ fand diesen Samstag bereits zum vierten Mal auf der Frankenallee statt. Trotz wechselhaftem Wetter waren viele von euch da und haben getanzt, gehüpft, gequatscht und angestoßen.

Danke an die Live-Musik, die Stände, Initiativen, Wortbeiträge aus der Nachbarschaft, die vielen Begegnungen und Gespräche und besonders an alle, die das Fest organisiert haben! Danke, dass ihr alle da wart!

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LINKE kritisiert die erneute Preiserhöhung der Mainova scharf

„Die Energiekrise verschärft sich für die Menschen in Frankfurt immer mehr, erklärt Michael Müller, Fraktionsvorsitzender der Partei DIE LINKE. im Römer.

Und weiter: „Zum 1. Oktober wird die Mainova AG die Gaspreise ein weiteres Mal erhöhen. Hintergrund ist einerseits die Einführung der von der Bundesregierung beschlossenen Gasumlage. Aber auch die Mainova selbst sattelt auf ihren klassischen Gastarif nochmal etwas auf. Zusammengenommen erhöht das die Gaspreise enorm und belastet die die Verbraucher*innen massiv.“

Energie werde zum Luxusgut. „Viele Menschen in Frankfurt müssen auf ihr Erspartes zurückgreifen, um die Gasabschläge zu bezahlen. Für nicht Wenige, die diese Rücklagen nicht haben, bedeuten die Energiekosten ihre existenzielle Notlage. Sie können die Rechnungen einfach nicht mehr bezahlen“, so Müller.

Die Gasumlage sei ein Preishammer mit Ansage und grundfalsch. „Die gestiegenen Energiepreise werden an die Verbraucher*innen weitergeben, während die Energiekonzerne Rekordgewinne einstreichen. Statt Verbraucher*innen in Existenznöte zu stürzen, müssen die Übergewinne der Energiekonzerne abgeschöpft werden. Kommunale Energieversorger müssen staatlich unterstützt werden, um günstige Sockeltarife anzubieten. Der Frankfurter Magistrat muss hier tätig werden. Die Energieversorgung muss für alle in Frankfurt bezahlbar sein“, fordert Müller.

DIE LINKE. im Römer habe schon im Januar einen Antrag (NR 242/22) formuliert, der die Mainova zu einer sozialen Preisgestaltung auffordert. Dieser wurde von der Koalition (GRÜNE, SPD, FDP und Volt), CDU und der AfD abgelehnt.

„Seit Monaten ist klar, dass mit den extrem steigenden Energiekosten auf viele Menschen eine existenzielle Notlage zukommen wird. Bis jetzt unternimmt die Koalition jedoch nichts, um den Menschen zu helfen. Lieber freut sich der Kämmerer über Rekordgewinne bei der Gewerbesteuer“, so Müller abschließend.

 

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Leerstehende städtische Wohnungen endlich zur Verfügung stellen

In Frankfurt stehen 95 Wohnungen leer, die der Stadt Frankfurt selbst gehören (F619/22). Als Begründung für den Leerstand wird der hohe Instandhaltungsstau genannt. Viele Wohnungen stehen bereits seit Jahren leer und bleiben ungenutzt. DIE LINKE. fordert in einem eigenen Antrag, dass die leerstehenden Wohnungen schnellstmöglich ertüchtigt und zur Verfügung gestellt werden (NR 442/22). Dazu Eyup Yilmaz, wohnungs- und planungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer:

„Leerstand ist ein riesiges Problem in Frankfurt, vor allem wenn die Stadt Frankfurt ihn selbst produziert. Sie ist für knapp 100 leerstehende Wohnungen verantwortlich, in denen Menschen potentiell wohnen könnten. Tausende Menschen in Frankfurt suchen verzweifelt nach einer bezahlbaren Wohnung und die Stadt lässt absichtlich Wohnungen, die ihr selbst gehören, vergammeln und ungenutzt. Das ist nicht nur verschenktes Potential, sondern schlichtweg unsozial!“

Diese städtischen Wohnungen sollen laut Auskunft des Magistrats zeitnah in Erbpacht vergeben werden. Wohnungen, die im Rahmen von Milieuschutzsatzungen angekauft wurden, sollen sogar reprivatisiert werden (F799/22). Yilmaz kritisiert: „Wertvolle öffentliche Wohnungen zu reprivatisieren oder an Private in Erbpacht zu vergeben, ist verantwortungslos. Private Investor*innen haben nicht nur Mieterhöhungen und Profitsteigerungen im Sinn, sondern treiben auch die Spekulation mit Wohnraum voran. Davor müssen diese Wohnungen geschützt werden. Nur wenn die Wohnungen im öffentlichen Besitz verbleiben, kann die Stadt die Vergabe und Miethöhe steuern.“

DIE LINKE. fordert eine zeitnahe Sanierung der Wohnungen, damit sie Sozialwohnungsberechtigten oder Geflüchteten zur Verfügung gestellt werden können. Yilmaz weiter: „Die Stadt Frankfurt muss ihre Untätigkeit beenden und Verantwortung tragen für einen unhaltbaren Zustand, den sie selbst herbeigeführt hat. Sie muss endlich Geld in die Hand nehmen und diese Wohnungen denjenigen zur Verfügung stellen, die es am dringendsten brauchen: Menschen mit niedrigem Einkommen oder mit Fluchthintergrund. Leerstehende öffentliche Wohnungen sind untragbar!“, Yilmaz abschließend.

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Rodungsmoratorium für den Fechenheimer Wald

Der Frankfurter Kreisverband des BUND Hessen sieht in dem für den Ausbau der A66 vorgesehenen Teilstück des Fechenheimer Walds den streng geschützten Eichenheldbock-Käfer nachgewiesen und fordert zum Schutz seines Lebensraums ein Rodungsmoratorium. Dazu erklärt Daniela Mehler-Würzbach, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Römer:

„Das Eichenheldbock-Vorkommen ist laut BUND unzweifelhaft nachgewiesen und muss den artenschutzrechtlichen Bestimmungen entsprechend behandelt werden. Das stellt den weiteren Autobahnbau nun auch aus Gründen des Artenschutzes in Frage – zusätzlich zu den anderen ,Problemchen‘, die das Projekt aus dem fossilen Zeitalter bereitet: Verkehrswahnsinn, Kostenexplosion, Vernichtung von wertvollem Wald angesichts des Klimawandels. Wir unterstützen die Forderung des BUND nach einem Rodungsmoratorium für das Waldstück und fordern Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), und Verkehrsdezernenten Stefan Majer (Grüne) auf, auch von Seiten der Stadt Frankfurt aus unmittelbar aktiv zu werden. Ihr Parteikollege, der hessische Verkehrsminister Al-Wazir, muss sich sofort beim Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) für einen Baustopp des Riederwaldtunnels einsetzen. Der Bau des Tunnels liegt in der Verantwortung des Bundes. Doch fehlende Zuständigkeit darf keine Ausrede dafür sein, nicht alle Einflussmöglichkeiten auszunutzen.“

Auch der Ortsbeirat 11 hatte sich zu Wochenbeginn fraktionsübergreifend und ohne Gegenstimme für ein Rodungsmoratorium ausgesprochen.

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Sozialbindungen dauerhaft erhalten

Im kommenden Ausschuss für Planen, Wohnen und Städtebau wird über das Frankfurter Programm zur sozialen Mietwohnungsbauförderung abgestimmt. Der Magistrat sieht vor, den überarbeiteten Richtlinien zu den Förderkonditionen des sozialen Wohnungsbaus zuzustimmen (M93/2022). Diese Richtlinien wurden vom Land Hessen dahingehend verändert, dass auslaufende Sozialbindungen für zehn Jahre verlängert werden können. Ziel ist es, Mietpreisbindungen durch den Erwerb von Belegungsrechten zu sichern. Dazu Eyup Yilmaz, wohnungs- und planungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer:

„Viele Wohnungen in Frankfurt verlieren die Sozialbindung nach bereits 15 bis 20 Jahren. Die Möglichkeit, Sozialbindungen um weitere zehn Jahre zu verlängern, ist begrüßenswert. Sie ist jedoch nicht ausreichend. Zwar kann eine Verlängerung das Abschmelzen des sozialen Wohnungsbestands leicht abmildern, jedoch keineswegs aufhalten. Das einzige effektive Instrument, um Sozialbindungen langfristig zu sichern, ist die Bindung auch dauerhaft zu erhalten. Sozialwohnungen in Frankfurt wurden mit Millionen öffentlicher Gelder gebaut und dürfen nicht einfach nach wenigen Jahren dem profitorientierten Wohnungsmarkt zugeführt werden. Nur Mietpreisbindungen können Menschen mit geringem Einkommen wirksam vor Verdrängung schützen! Im Vergleich zu Belegungsrechten sind unbefristete Sozialbindungen langfristiger, sozialverträglicher und bedarfsorientierter.“

DIE LINKE. fordert daher in einem Zuantrag, das Förderprogramm anzupassen (NR 648/2022). Yilmaz erklärt: „Öffentliche Wohnungsunternehmen, an denen die Stadt Frankfurt Anteile hält und folglich Steuerungsmöglichkeiten besitzt, müssen zur Verantwortung gezogen werden. Das betrifft vor allem die ABG Holding und die Nassauische Heimstätte. Die Mietpreisbindung bei diesen öffentlichen Unternehmen muss unbefristet sein! Bei privaten Wohnungsgesellschaften muss die Sozialbindung auf mindestens 99 Jahre erhöht werden.“

Yilmaz abschließend: „Der hohe Bedarf an günstigen Sozialwohnungen zeigt, wie wichtig es ist, die Sozialbindung auf einen unbefristeten Zeitraum festzulegen. Wir fordern: Was einmal sozial gebaut wurde, muss für immer sozial bleiben!“

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