Geförderter Wohnungsbau: Jetzt wichtiger denn je

In einem Interview erklärt Frank Junker, Geschäftsführer des städtischen Wohnungsunternehmens ABG Holding, dass die Realisierung von Neubauprojekten in Gefahr sei. Vor allem der soziale Wohnungsbau sei in Zeiten steigender Baukosten und Bauzinsen nicht mehr finanzierbar. Dazu Eyup Yilmaz, wohnungs- und planungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer:

„Frank Junker erteilt dem sozialen Wohnungsbau eine eindeutige Absage. Als Scheinargument wird mal wieder die angeblich gefährdete Wirtschaftlichkeit angeführt. Sozialwohnungen seien nicht finanzierbar, dabei kassiert die ABG jedes Jahr Gewinne in Millionenhöhe. 2020 waren es satte 74 Mio. Euro. Damit ist die ABG wirtschaftlich durchaus gut aufgestellt. Sie kann und muss sich den sozialen Wohnungsbau leisten. Außerdem stellt die Stadt Frankfurt allein in diesem Jahr etwa 54 Millionen Euro für den geförderten Wohnungsbau bereit. Die Gelder sind da, sie müssen nur abgerufen werden.“

Die ABG habe feste Quoten zu erfüllen. Yilmaz weiter: „Der Geschäftsführer der ABG stellt sich damit über den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, 40 Prozent geförderten Wohnungsbau im Neubau zu realisieren. Das ist unverschämt und entspricht keineswegs einer sozialen Wohnungspolitik!“

Die ABG sei neben der ebenfalls öffentlichen Nassauischen Heimstätte die einzige Akteurin, die auf dem Frankfurter Wohnungsmarkt in den letzten Jahren neue Sozialwohnungen gebaut hat. Yilmaz erklärt: „Wenn die ABG dieses wichtige Feld aufgibt, entstehen in Frankfurt gar keine Sozialwohnungen mehr. Sich künftig nur auf den freifinanzierten Wohnungsbau zu konzentrieren, hätte fatale Auswirkungen für Menschen mit kleinem Geldbeutel, die dringend nach bezahlbaren Wohnraum suchen. Wer, wenn nicht die ABG als öffentliches Unternehmen, soll Sozialwohnungen in Frankfurt bauen?“

Zum Mietenstopp der ABG, der maximal Mieterhöhungen von fünf Prozent innerhalb von fünf Jahren zulässt und der bis 2026 gilt, sagt Frank Junker, dass dieser zum Problem werden könnte, wenn sich die hohen Preise verstetigen würden. Yilmaz kritisiert: „Auch hier stellt Frank Junker einen geltenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung infrage. Das ist ein katastrophales Zeichen für alle ABG Mieter*innen, die sich in diesen schwierigen Zeiten auf stabile, niedrige Mieten verlassen. Gerade wegen explodierender Energiepreise, die viele Haushalte in Existenznot bringen, sind Viele auf den Mietenstopp angewiesen. Die angeblich gefährdete Wirtschaftlichkeit der ABG darf nicht instrumentalisiert werden, um wichtige soziale Steuerungselemente wie den Mietenstopp und die Quote für den sozialen Wohnungsbau auszuhebeln.“

 

DIE LINKE. fordert schnelle Lösungen für mehr Sozialwohnungen

Eine kurzfristige, effektive Maßnahme, um Menschen mit niedrigem Einkommen mit Wohnraum zu versorgen, wäre eine Regulierung der Bestandsmieten. DIE LINKE. fordert deshalb mit einem eigenen Antrag, dass Wohnungen der ABG, die durch Mieter*innenfluktuation frei werden, künftig zum Preisniveau des geförderten Wohnungsbaus vermietet werden: „2020 gab es bei der ABG 3.093 Mieter*innenwechsel bzw. Erstbelegungen. Lediglich ein Drittel wurde zu Preisen des geförderten Wohnungsbaus vermietet. Zwei Drittel wurden also zu teuren Marktpreisen vermietet. Diese knapp 3.000 Wohnungen haben jedoch enormes Potential, um Menschen mit niedrigem Einkommen schnell preisgebundene, günstige Wohnungen anzubieten. Das wäre eine wirkungsvolle Maßnahme, um einen großen Teil der 22.832 Menschen und den tausenden Geflüchteten, die schon lange auf eine Sozialwohnung warten, in den nächsten Jahren zu versorgen. Die Vorteile im Vergleich zum Neubau liegen auf der Hand: Bessere Finanzierbarkeit, schnelle Umsetzbarkeit, eine hohe Anzahl an Wohnungen und sozialökologische Vertretbarkeit. Von der ABG muss eine Signalwirkung ausgehen!“, Yilmaz abschließend.

Der Antrag ist hier nachzulesen: https://www.dielinke-im-roemer.de/blog/2022/07/14/weitervermietung-von-freiwerdenden-wohnungen-als-gefoerderte-wohnungen-bei-der-abg-holding/

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Antikriegstag 2022 in Frankfurt

Die Fraktion DIE LINKE. im Römer mit den Stadtverordneten Michael Müller und Eyup Yilmaz beim diesjährigen Antikriegstag in Frankfurt am Main.

 

 

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Gewerbesteuer auf Rekordhoch: Wo bleibt das Entlastungspaket für die Menschen in Frankfurt?

„Wir erleben gerade, dass die Gaskrise für immer mehr Frankfurterinnen und Frankfurter zu einer Existenzkrise wird,“ erklärt Michael Müller, Fraktionsvorsitzender der Partei DIE LINKE. im Römer.

Gleichzeitig meldet der Kämmerer der Stadt Rekordeinnahmen bei der Gewerbesteuer für Frankfurt am Main. Mit rund 1,3 Milliarden Euro (plus 37,7 Prozent) sind die Kassen in Frankfurt voller denn je.

„Bastian Bergerhoff (Die GRÜNEN) und die liberale Ampel aus Grünen, SPD, FDP und Volt schaffen es trotz Rekordeinnahmen nicht, ein soziales Entlastungspaket auch nur in Erwägung zu ziehen. Kein Wort von ihm dazu. Der Kämmerer verhält sich wie ein Bilanzbuchhalter. Er verkennt, dass wir jetzt vor dem Hintergrund einer weiter anwachsenden Inflation eine soziale Offensive brauchen. Den Menschen in Frankfurt bleibt aufgrund der steigenden Preise immer weniger am Ende des Monats übrig. Viele werden dieser Dauerbelastung nicht mehr standhalten können“, so Müller.

Es braucht ein Frankfurter Entlastungspaket! Hierzu zählen unbedingt auch der Stopp von Gas- und Energiepreissperren bei der Mainova. Dafür muss sich der Magistrat stark machen. Kein Mensch darf im Winter in seiner Wohnung frieren, weil die Abschläge nicht mehr bezahlt werden können.

„Es braucht entschlossenes Handeln, um den Menschen in Frankfurt zu helfen. Beim Magistrat ist davon nichts zu sehen! Außerdem müssen wir auch an kleine Handwerksbetriebe denken, die auch unter explodierenden Preisen zu leiden haben. Hierzu fehlen aber auch Impulse dieser Stadtregierung, die jeden sozialen Anspruch vermissen lässt“, so Müller abschließend.

 

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Nach dem Ende des 9 €-Tickets: Stadt muss jetzt aktiv werden

Am Donnerstag läuft der dreimonatige Geltungszeitraum des 9-Euro-Tickets ab. Dann werden die Fahrkarten wieder teuer. Zum alten, bisherigen Tarifmodell kommen für viele dann noch Preiserhöhungen dazu. Der Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) hat zum 1. Juli die Preise im Schnitt 3,9 Prozent erhöht. Dies war nach der obligatorischen Preiserhöhung zum Jahreswechsel bereits die zweite Erhöhung.

Daniela Mehler-Würzbach, verkehrspolitische Sprecherin der LINKEN. im Römer, kritisiert, dass es bisher keine Anschlusslösung für das 9-Euro-Ticket gibt:

„Das 9-Euro-Ticket bedeutete für viele Menschen die erste Reise, den ersten Tagesausflug oder den ersten Verwandtschaftsbesuch auf größerer Entfernung überhaupt oder seit langem. Das Ticket hieß Entlastung bei steigenden Preisen, Mobilität für alle, Klimaschutz, Gemeinwohl und ein Schritt in die Zukunft. Es war eine gute Sache für Menschen, die wenig Geld in den Taschen haben. Millionen von Menschen haben das Ticket genutzt. Daher ist es völlig unverständlich, dass man offenbar weder fähig noch Willens ist, in der Bundesregierung und auch in der Verständigung zwischen Bund und Ländern, eine Anschlusslösung zu finden.“

Mehler-Würzbach drängt nun darauf, dass sich die Stadt Frankfurt einerseits massiv bei Bund und Land für ein soziales Nachfolgemodell einsetzt und andererseits auch eigene Möglichkeiten prüft und umsetzt. Kurzfristig müsste angesichts der steigenden Kosten insbesondere eine schnelle Entlastung für Frankfurt Pass-Berechtigte her.
Darüber hinaus müssten bestehende Härten gemildert werden. Für die kommende Ausschussrunde hat DIE LINKE. im Römer einen Antrag vorgelegt, nach der VGF und traffiQ angewiesen werden sollen, zukünftig bei Fahren ohne Fahrschein auf Strafanzeigen zu verzichten.

Mehler-Würzbach: „Menschen, die ohne gültiges Ticket Bus oder Bahn nutzen, gehören nicht ins Gefängnis. Die Verfolgung des Fahrens ohne Fahrschein als Straftat trifft die Ärmsten der Gesellschaft. Obwohl der finanzielle Schaden ungleich gering ist, werden sie mit den Ersatzfreiheitsstrafen mit der härtesten Sanktion des Staates bestraft. Das ist unverhältnismäßig und ungerecht. Die Frankfurter Verkehrsunternehmen sollten sich, wie andere Kommunen es bereits vormachen, auf die zivilrechtlichen Ansprüche und damit auf das erhöhte Beförderungsentgelt beschränken. Auf Strafanzeigen muss verzichtet werden.“

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Entmietung im Frankfurter Nordend

Laut Presseberichten bewohnen von ehemals zehn Mietparteien nur noch zwei das Haus in der Neuhofstraße 19 im Frankfurter Nordend. Hintergrund ist die Entmietungsstrategie des Eigentümers, mit dem Ziel die Mietwohnungen in lukrative Eigentumswohnungen umzuwandeln. So wird von jahrelangen Schikanen der Mietparteien durch den Eigentümer, der nbii GmbH, berichtet, einzig mit dem Ziel diese zu vertreiben. Laut Pressebericht sei Bardowicks für seine Entmietungsstrategie in der Branche bekannt.

Dazu Eyup Yilmaz, planungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer:

„Die Neuhofstraße 19 ist ein weiteres trauriges Beispiel dafür, wie die Profitgier von Investor*innen und Eigentümer*innen Menschen aus ihrem Lebensumfeld vertreibt und wenn nötig dabei deren physische und psychische Gesundheit gefährdet. Die seit Juni 2020 geltende Umwandlungsgenehmigungsverordnung hat zwar die Anzahl der Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen verringert, jedoch waren es 2021 dennoch 1081. Wohnraum darf keine Ware sein, die Eigentümer*innen Profitstreben ermöglicht, und damit Menschen verdrängen. Mieterhöhungen oder das Umwandeln von Mietwohnungen in teure Eigentumswohnungen widerstreben dem Menschenrecht auf Wohnen“.

Die Linke im Römer fordert den Magistrat der Stadt Frankfurt auf, der Verdrängung von Mieter*innen ein Ende zu setzen und das Umwandeln von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen rigoros zu unterbinden.

„Die Bauaufsicht der Stadt Frankfurt muss die Entmietungsstrategien, wie Dauerbaustellen mit Lärmbelästigungen, Dreck und Sichtbehinderungen, in den Fokus nehmen und strenger ahnden. Aber auch die Landesregierung muss endlich ihren Teil dazu beizutragen die Mieter*innen zu schützen und Geschäftspraktiken, wie die des Herrn Bardowicks in die Schranken weisen“, so Yilmaz.

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Gasumlage bedeutet Energiearmut für Viele

„Die Bundesregierung hat die Gasumlage beschlossen. Damit kommen auf Verbraucherinnen und Verbraucher in Frankfurt weitere Mehrkosten zu und die bereits hohe finanzielle Belastung, gerade für Alleinerziehende, Geringverdiener*innen, Familien und Rentner*innen, nimmt weiter zu“, erklärt Michael Müller, finanzpolitischer Sprecher und Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Römer.

„Während einerseits die großen Ölkonzerne Milliardengewinne einfahren, wissen immer mehr Menschen und gerade kleine Unternehmer*innen nicht, wie sie die nächste Heizkostenrechnung bezahlen sollen. Wir brauchen einen stabilen Schutzschirm in dieser Energiekrise, die sich im Herbst weiter zuspitzen wird“, so Müller.

DIE LINKE. fordert, dass ein sozialer Grundbedarf an Strom von Preissteigerungen ausgenommen wird. Einen solchen Energiepreisdeckel gibt es bereits in anderen EU-Staaten, wie etwa Spanien.

„Aber auch der Magistrat der Stadt Frankfurt muss endlich reagieren und mit der Mainova zu einer Vereinbarung kommen, wie Menschen entlastet werden können. Die Energietarife müssen sozialer gestaltet und ein ermäßigter Grundtarif für Privatkund*innen eingeführt werden. Die Preisbildung dem Markt zu überlassen, mit der jetzt noch „on top“ beschlossenen Gasumlage, wird das Land spalten und die soziale Ungleichheit verschärfen“, kritisiert Müller.

Und weiter:

„Ein Härtefallfond, wie wir ihn für Frankfurt fordern, stellt hierfür ein wirksames Instrument dar. So kann Soforthilfe geleistet werden, für die Menschen, die die weiter steigenden Strom- und Gaspreise nicht mehr zahlen können und deshalb in finanzielle Not geraten. Eine weitere Entlastungsstrategie für die Menschen in Frankfurt ist es auch, dass Stromsperren ausgesetzt werden“, so Müller abschließend.

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Riederwaldtunnel: Eine Milliarde Euro gegen die Verkehrswende

Der Riederwaldtunnel wird bis zu seiner geplanten Fertigstellung im Jahr 2031 Expert*innen zufolge mehr als eine Milliarde Euro kosten. Dazu erklärt Daniela Mehler-Würzbach, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Römer:

„Die Kosten des Riederwaldtunnels übersteigen jedes Vorstellungsvermögen. Wie kann angesichts der Klimakrise – gestern haben 400 Quadratmeter Stadtwald in der Nähe des Waldstadions gebrannt – mehr als eine Milliarde Euro in klimaschädliche Verkehrsinfrastruktur investiert werden?“

Damit werde der automobile Lebensstil auf Jahrzehnte fest zementiert. „Dieses Geld fehlt für die Verkehrswende, für den nachhaltigen Umbau unserer Verkehrsinfrastruktur, damit alle klimaschonend mobil sein können. Im Frankfurter Osten fehlt es nicht an Autobahnkilometern, sondern an Fuß- und Radwegen, an ÖPNV-Verbindungen und P+R-Plätzen“, so Mehler-Würzbach weiter.

Die Bundesverkehrswegeplanung müsse endlich auf den Prüfstand. Mehler-Würzbach abschließend: „Die Bedarfsplanungen für Autobahnen aus dem Bundesverkehrs-ministerium gehen an der Realität vorbei, denn sie ignorieren das verfassungs-richterliche Urteil zum Klimaschutz. Das Umweltdezernat in Frankfurt hat das anerkannt und wurde dafür sogleich von allen Seiten gerügt. Die weitere Entwicklung aber wird den protestierenden Umwelt- und Verkehrsinitiativen Recht geben. Wir können nicht einfach weitermachen wie bisher. Wir müssen anders mobil sein und dafür muss jetzt die Infrastruktur geschaffen werden, nicht für die Verbrenner fossiler Energie, die unseren Planeten weiter anheizen.“

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Energiesparkonzept für Frankfurt

Überall in den Kommunen in Deutschland wird über Energieeinsparungen diskutiert und Maßnahmen ergriffen. Dazu erklärt Michael Müller, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Römer:

„Die Stadt Frankfurt rühmt sich seit vielen Jahren beim Klimaschutz ganz vorne mit dabei zu sein. In der Realität aber versagt sie dabei auf ganzer Linie. Der Energieverbrauch in unserer Stadt steigt stetig. Die CO2-Reduktionsziele sind so nicht zu erreichen. Gerade jetzt, wo es ein breites Möglichkeitsfenster für ambitionierte Energiesparmaßnahmen gibt, kommt von der Stadt nur heiße Luft.“

Auf die Frage der LINKEN, wie bei städtischen und stadtnahen Liegenschaften Energie eingespart werden könnte, habe die Liegenschaftsdezernentin, Frau Weber, mitgeteilt, dass das städtische Energiemanagement unterbesetzt und der Aufgabe nicht gewachsen sei. „Die Stadt Frankfurt unterhält ein eigenes Energiereferat. Wie kann es sein, dass nicht einmal in den eigenen Liegenschaften ein optimiertes Energiemanagement umgesetzt wird? Zu wenig Personal und kein Konzept, diese Ausflüchte sind nicht akzeptabel. Es muss endlich das notwendige hohe Maß an Planstellenbesetzung erreicht werden, um den kommunalen Aufgaben nachzukommen“, so Müller weiter.

Andere Kommunen seien da wesentlich weiter. Gerichtet an das Klima- und Umweltdezernat erklärt Müller abschließend: „Es braucht jetzt eine Agenda zum Energiesparen. Sie ist neben der Umstellung auf Erneuerbare Energien die zweite zentrale Säule, um die Klimaziele Frankfurts zu erreichen. Die Gelegenheit zu verschlafen, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen, wäre unverzeihlich, Frau Heilig!“

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Erste Bewährungsprobe für neuen Polizeipräsidenten

Im Zusammenhang mit verfassungsfeindlichen Symbolen ermittelt die Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen fünf hessische Polizeibeamte. Bei den Beschuldigten handelt es sich um aktive Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main. Dazu erklärt Michael Müller, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Römer:

„Damit steht der gerade neu ins Amt gekommene Frankfurter Polizeipräsident vor der ersten Bewährungsprobe. Vertuschung, Führungsversagen und das permanente Leugnen von strukturellen Problemen in Zusammenhang mit rechten Strukturen, NSU 2.0 und Rassismus müssen endlich ein Ende haben und lückenlos aufgeklärt werden.“

DIE LINKE. werde die Arbeit des neuen Polizeipräsidenten sehr kritisch begleiten.

„Polizeipräsident Müller muss endlich mit den alten Mustern der Nicht-Aufklärung brechen. Gerade für die Opfer von Rassismus und NSU 2.0 und ihre Angehörigen muss es wie blanker Hohn wirken, dass anstelle von Aufklärung und Aufarbeitung immer neue Fälle bekannt werden. Mit jedem neuen Fall wird das Vertrauen in die Frankfurter Polizei weiter zerstört. Die Strukturen müssen umgehend verändert werden. Lippenbekenntnisse gab es schon genug“, so Müller abschließend.

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365-Euro-Ticket als Nachfolgelösung

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und mit ihr die lokale Nahverkehrsgesellschaft traffiQ fordern eine Nachfolgeregelung für das 9-Euro-Ticket: Für den Übergang soll das 9-Euro-Ticket um zwei Monate verlängert werden, ab 1. November könne man dann ein bundesweit geltendes Ticket für 69 Euro pro Monat anbieten. Dazu erklärt Daniela Mehler-Würzbach, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Römer:

„Der Erfolg des 9-Euro-Tickets zeigt, dass ein günstiges und unkompliziertes Ticket ein zentraler Baustein für die Mobilitätswende ist. Busse und Bahnen in Frankfurt verzeichnen aktuell gut 20 Prozent mehr Fahrgäste, von denen viele den öffentlichen Nahverkehr bisher nicht oder nur selten genutzt haben. Gerade Menschen mit geringem Einkommen konnten endlich mobiler werden. Damit die positiven Effekte des 9-Euro-Tickets für Mobilitätswende, Klima und Teilhabe nicht wieder verpuffen, braucht es jetzt eine gute Nachfolgelösung.“

Es wäre fatal, wenn die aktuell Nutzenden ab 1. September die alten, hohen Preise zuzüglich der außerordentlichen Preiserhöhung, die zum 1. Juli in Kraft getreten ist, zahlen müssten. Dadurch würden viele Menschen wieder von Mobilität abgehängt.

Mehler-Würzbach weiter: „Der Vorschlag des VDV erscheint zunächst pragmatisch, ist aber für viele Menschen einfach zu teuer. Wir brauchen ein sehr günstiges Ticket für alle, mittelfristig müssen wir die ÖPNV-Finanzierung auf einen Nulltarif umstellen. Die Mobilität, auch von Menschen mit wenig Geld, muss sichergestellt werden.“

Angesichts der steigenden Preise solle das 9-Euro-Ticket bis Jahresende verlängert werden, um die Menschen zu entlasten. Ab 2023 solle es dann ein 365-Euro-Ticket für alle und einen Nulltarif für Schüler*innen, Azubis und Sozialticket-Berechtigte geben. „Dass die Kostenfrage der Nahverkehrsfinanzierung im politischen Mehrebenenspiel hin- und hergeschoben wird, sorgt nur für Politikverdrossenheit. Bund, Länder und Kommunen müssen sich jetzt zusammenraufen und schnell die Finanzierungsgrundlage schaffen“, so Mehler-Würzbach.

Es sei Quatsch, dass kein Geld da ist. Man wolle nur nicht, denn die Streichung umweltfreundlicher Subventionen wäre genauso möglich wie die Einführung einer Übergewinnsteuer.

Mehler-Würzbach abschließend: „Gerade den Frankfurter*innen ist ein 365-Euro-Ticket für alle seit Jahren versprochen worden. Aktuell laufen von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Prüfaufträge, so dass ein nahtloser Übergang sichergestellt werden könnte. Wir fordern daher die Stadt auf, die Zahlen für die Prüfaufträge zu veröffentlichen und aktiv in die Debatte für ein 365-Euro-Ticket einzusteigen.“

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