Nein zur Verdrängung – Mieter*innen wehren sich gegen Entmietungspläne der ABG Holding

Mieter*innen der Gellertsiedlung im Nordend haben über 20 Unterschriften in einem Offenen Brief an die Geschäftsführung der städtischen ABG Holding, an Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) und an Planungsdezernenten Marcus Gwechenberger (SPD) übergeben. Dazu äußert sich Dominike Pauli, die wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Römer:

„Dass bereits ein Drittel der Mieter*innenschaft den Offenen Brief unterstützt, ist ein großer Erfolg. Die Mieter*innen der Gellertsiedlung halten fest zusammen und senden ein starkes Signal an die ABG: Sie werden in ihren Wohnungen bleiben und nicht ausziehen. Damit stellen sie sich selbstbewusst gegen die Entmietungspläne der städtischen Wohnungsgesellschaft, welche die Siedlung für Profitzwecke aufwerten will. Das widerspricht deutlich der Erzählung der ABG, wonach angeblich alle Betroffenen zum Auszug bereit seien. Die Mietverträge sind gültig, und die ABG kann diese nicht einfach aufkündigen. Das ist ein wirksamer Hebel für die Mieter*innen, denn die ABG kann nicht einfach machen, was sie will.“

Pauli fügt hinzu: „Die Mieter*innen machen dabei klar, dass sie keiner energetischen Sanierung im Weg stehen wollen. Sie wehren sich lediglich gegen Luxusmodernisierungen, welche die Mieten nach oben treiben. Klar ist: In der Gellertsiedlung muss die Sanierung warmmietenneutral umgesetzt werden, damit die Mieten dauerhaft niedrig bleiben. Alles andere wäre unsozial. Die Mieter*innen brauchen feste Zusagen und Garantien. OB Josef und Planungsdezernent Gwechenberger sind nun gefordert, die ABG endlich wirklich auf einen sozialen Kurs zu bringen.“

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KEG-Schieflage war absehbar: Aufsichtsrat ist mitverantwortlich

Anlässlich des Ausschusses für Controlling am Montag, den 12. Januar 2026, äußert sich Michael Müller, Fraktionsvorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Römer zur Schieflage der Konversions-Grundstücksentwicklungs-GmbH (KEG), die gestern diskutiert wurde:

„Die immensen Liquiditätsprobleme der KEG sind Folge einer völlig unzureichenden Berichterstattung über die Finanzlage und der Untätigkeit des Aufsichtsrats. Ein Anwachsen der Verschuldung, ein negatives Zinsergebnis und der steigende Liquiditätsbedarf wurden zu einer Belastung, von der ein verantwortungsvoller Aufsichtsrat natürlich Kenntnis haben sollte. Die städtischen Aufsichtsratsmitglieder müssen sich vorwerfen lassen, hier viel zu passiv agiert zu haben.“

Die Linke im Römer hatte daher Akteneinsicht gefordert: „Richtig war, dass wir als Linke Einblick in die – aus nicht nachvollziehbaren Gründen – vertraulichen Protokolle der Aufsichtsratssitzungen verlangten. Wenn jetzt die Verantwortung von Teilen der Römer-Regierung auf den ehemaligen Geschäftsführer abgeladen werden sollte, greift dies zu kurz. Die Linke kam im Rahmen der Akteneinsicht zum Schluss, dass es nicht glaubhaft erscheint, dass ein Aufsichtsrat keine Kenntnis von den massiven Liquiditätsproblemen haben konnte.“

Die Gesellschaft musste mit einem millionenschweren Darlehen vor der Insolvenz gerettet werden. Müller weiter: „Die Maßnahmen, mit denen jetzt die KEG saniert werden soll, können jedoch nicht bedeuten, dass der Immobilienbesitz der KEG an Investor*innen verscherbelt wird. Die KEG kann und darf hier nur mit öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften ins Geschäft kommen.“

Müller abschließend: „Die Linke fordert eine viel engmaschigere Kontrolle der KEG, bessere Schulungen für die Aufsichtsrät*innen und mehr Transparenz über die Aufsichtsratstätigkeiten. Perspektivisch ist die KEG komplett in öffentliche Hand zu überführen.“

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All I want for christmas

Schöne Feiertage und einen guten Rutsch! Ab dem 5.1.2026 sind wir wieder da!

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Wegschauen ist kein Naturschutz

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu den Baumfällungen im Fechenheimer Wald zeigen, wie dringend Frankfurt einen Kurswechsel im Umgang mit geschützten Waldflächen braucht. Die klimapolitische Sprecherin der Linken, Daniela Mehler-Würzbach, erklärt:

„Dass der Stadtforst an 39 Bäumen auf der CEF-Fläche, die explizit dem Naturschutz dient, angeblich keine schützenswerten Arten festgestellt haben will, obwohl ein Gutachten später in mindestens 19 Fällen das Gegenteil belegte, ist ein Skandal“, so Mehler-Würzbach. „Naturschutz funktioniert nicht nach dem Prinzip: Was man nicht sehen will, zählt nicht.“

Es wurden Brutbäume des streng geschützten Eichenheldbockkäfers und des besonders geschützten Großen Goldkäfers gefällt, ein Verstoß gegen das Naturschutzgesetz. Auch Fledermausquartierbäume und Ruhestätten anderer geschützter Tierarten seien durch das Fällen der Eichen zerstört worden.

Mehler-Würzbach dankt ausdrücklich den Bürgerinitiativen, die die Fällungen dokumentiert, angezeigt und öffentlich gemacht haben: „Ohne dieses Engagement gäbe es bis heute keine Aufklärung. Zivilgesellschaftliche Kontrolle ist unverzichtbar.“

Mehler-Würzbach: „Bevor die Kettensäge angesetzt wird, muss eindeutig und zweifelsfrei geklärt sein, dass der Artenschutz eingehalten wird. Frankfurt braucht Verlässlichkeit beim Artenschutz – nicht erst dann, wenn die Staatsanwaltschaft ermittelt.“

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Neujahrsempfang 2026: Nur Männer auf der Bühne

„Dass der Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) für den Neujahrsempfang 2026 ein komplett männerdominiertes Programm präsentiert, ist ein politischer Offenbarungseid. Ein Neujahrsempfang, der im Programm Frauen komplett ignoriert, ist peinlich und völlig inakzeptabel“, kritisiert Daniela Mehler-Würzbach, Stadtverordnete der Linksfraktion im Römer.

„So sieht es also aus, wenn Gleichstellung nur Selbstdarstellung, aber keine Praxis ist. Frankfurt ist voller Frauen, die diese Stadt am Laufen halten – in Sport, Kultur, Wissenschaft, Politik, sozialen Einrichtungen und in der gesamten Gesellschaft. Und trotzdem null Sichtbarkeit oder Wertschätzung im Programm beim wichtigsten Empfang des Jahres. Das ist kein Versehen, das ist eine Haltung – und zwar eine veraltete,“ so Mehler-Würzbach abschließend.

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Rechenzentren sind keine Chance

Anlässlich einer Studie, die die regionalökonomische Bedeutung von Rechenzentren in Frankfurt und der Rhein-Main-Region einschätzt, äußert sich Daniela Mehler-Würzbach, klimapolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Römer:

„Rechenzentren sind Riesenstromfresser, verbrauchen viel Fläche und schaffen kaum Arbeitsplätze. Ihre Betreiber sind oft internationale Unternehmen, die in ihre Geschäftsbeziehungen keinen Einblick lassen. Dass die Frankfurter Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP) keine Probleme mit dieser Branche hat und sie als Chance bezeichnet, ist zutiefst besorgniserregend. In Frankfurt sehen wir derzeit Netzengpässe und Anschlussverzögerungen. Faktisch haben sich die Rechenzentrumsbetreiber schon heute sämtliche Stromkapazitäten, die irgendwie in Frankfurt zu kriegen sind, gesichert. Dabei sind die Rechenzentren bei Weitem nicht die einzigen, die Strom benötigen: Auch für die Wärmewende in Frankfurt wird Strom gebraucht – und hier erleben wir jetzt schon, wie die fehlende Anschlusskapazität zielführende Projekte wie Großwärmepumpen verunmöglicht.“

Das Rechenzentrum FRA7 wurde beim Spatenstich noch gefeiert, als Vorzeigeprojekt für Nachhaltigkeit durch Abwärmenutzung. Knapp ein Jahr später habe das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem Energieversorger EON verkündet, um für den weiteren Ausbau gasbetriebene Generatoren zu nutzen. Mehler-Würzbach weiter: „Die Stadt muss sich ehrlich machen: Die steigende Stromnachfrage der Rechenzentren steht in direkter Konkurrenz zur klimaneutralen Stadtentwicklung. Wenn Frau Wüst die Klimaziele der Stadt über Bord werfen will, dann sind Rechenzentren in der Tat kein Problem.“

Es gebe noch weitere Probleme mit dem Zubau weiterer Rechenzentren, vom fehlenden Konzept für die Nutzung von Abwärme bis hin zur Frage, wer den kostenintensiven Netzausbau für den Stromhunger der Rechenzentren denn bezahlen wird.

Mehler-Würzbach abschließend: „Es stellt sich die Frage: Welchen Preis zahlen Gesellschaft und Endkonsument*innen dafür? Schon jetzt steht fast ein Drittel aller in Deutschland angesiedelten Rechenzentren in Frankfurt. Das reicht. Wir fordern ein Verbot von Neuzulassungen von Rechenzentren in Frankfurt. Zwei Beispiele wie es besser geht: Dublin lässt keine neuen Anschlüsse bereitstellen, in Singapur gab es ein Stopp von Neuzulassungen zwischen 2019 und 2022, mittlerweile gibt es sehr strenge Auflagen an die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Rechenzentren sind keine Chance. Im Gegenteil: Wir haben ein Problem.“

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Neuer Stadtteil der Quartiere: Frankfurt rollt Investoren den roten Teppich aus

Im heutigen Haupt- und Finanzausschuss wird über die Zukunft des neuen Stadtteils „Stadtteil der Quartiere“ debattiert. Die Rest-Koalition aus SPD, Grüne und Volt wird dabei dem Antrag der CDU zustimmen, das sogenannte Quartier „Produktives Praunheim“ prioritär zu entwickeln. Die Linksfraktion hat einen eigenen Antrag eingebracht und besondere Maßgaben für den neuen Stadtteil formuliert. Dazu Dominike Pauli, wohnungs- und planungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Römer:

„Wir sind bestürzt darüber, dass die Römerkoalition solche Zugeständnisse an die CDU macht und kleinbeigibt. Jetzt gibt es eine Mehrheit für die investorenfreundlichen Pläne, genau das Quartier zuerst zu entwickeln, das zu einem Großteil in privatwirtschaftlicher Hand ist. Dort werden Investoren das verwirklichen, was sie am besten können: Profite mit Wohnraum generieren und die Wohnungsnot weiter verschärfen. Die Stadt Frankfurt gibt die Möglichkeit, auf städtischen Flächen möglichst viel bezahlbaren Wohnraum selbst zu realisieren, aus der Hand. Der neue Stadtteil im Nordwesten wird somit, anders als behauptet, kein sozialökologisches Vorzeigequartier, sondern ein zweites Riedberg. Die Koalition begeht hier den kapitalen Fehler, in dem sie nicht das sogenannte ‚Lachgrabenquartier‘, das zu über 90 Prozent in städtischer Hand ist, priorisiert. Auch der verzögerte Bau dieses Quartiers wird vor dem Hintergrund steigender Baukosten zu einem Preisanstieg bei den Mieten führen und die Bezahlbarkeit gefährden. Nur durch die konsequente Nutzung öffentlicher Flächen als Steuerungsinstrument kann Spekulation und Verdrängung verhindert werden. Das nicht zutun, ist verheerend.“

Beim neuen Stadtteil handele sich um ein Riesenprojekt, deshalb müsse mit aller Bedacht entwickelt werden. Pauli weiter: „Für die Linksfraktion ist bei der Errichtung eines neuen Quartiers elementar, dass nicht um jeden Preis gebaut wird.  Es muss dem Bedarf an bezahlbaren Wohnraum entsprechend und ökologisch verantwortungsvoll entwickelt werden. Wir stimmen einem neuen Stadtteil nur unter der Maßgabe zu, wenn auf städtischen Flächen ausschließlich bezahlbarer und geförderter Wohnraum entsteht. Ziel muss sein, seitens der Stadt so viele private Flächen wie möglich anzukaufen, um eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung voranzutreiben. Den Bau von Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäusern lehnen wir entschieden ab.“

Mit Bedacht zu planen bedeute konkret, eine stufenweise Entwicklung vorzunehmen. Pauli fordert: „Das ‚Lachgrabenquartier“ soll priorisiert werden. Erst nach sorgfältiger Prüfung nach ökologischen und klimatischen Aspekten, besonders bezüglich nachhaltigem Bauen, der sozialen Stadtteil- und Verkehrsinfrastrukturversorgung, der Analyse der Luftströme in die Stadt, den Klimafolgen und den Auswirkungen der Bebauung auf die Artenvielfalt, kann die Entwicklung weiterer Quartiere erfolgen.“

Pauli abschließend: „Frankfurt muss endlich anfangen, die Bedarfe und Nöte der Menschen ernst zu nehmen. Wir dürfen nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen. Tausende müssen seit Jahren in menschenunwürdigen Notunterkünften verharren. Zwei Drittel der Menschen in dieser Stadt haben vom Einkommen her Anspruch auf eine geförderte Wohnung. Viele müssen die Stadt verlassen, weil sie es sich nicht mehr leisten können. Der neue Stadtteil könnte eine Chance für Frankfurt sein, die jedoch vertan wird, wenn weitere Luxuswohnungen gebaut werden. Frankfurt braucht endlich bezahlbaren Wohnraum für alle.“

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Frankfurt leg` ne Schippe drauf!

Nach Ansicht der Linken muss die in dem Magistratsvortrag M 177 zur Personalgewinnung und -bindung von pädagogischem Personal geplante Arbeitsmarktzulage auf alle städtischen Beschäftigten als Ballungsraumzulage ausgeweitet werden.

Dazu Monika Christann, personalpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Römer:

„Dass die Stadt Frankfurt bei der Personalgewinnung und -bindung endlich was tun muss, um die Handlungsfähigkeit der Verwaltung und die öffentliche Daseinsvorsorge zu gewährleisten, hat jetzt auch endlich der Magistrat erkannt. Es ist jedoch nicht nachvollziehbar, warum eine Gehaltszulage nur für Teile der Beschäftigten gelten soll. Alle Beschäftigten der Stadt Frankfurt sind wichtige Bausteine für das Gemeinwohl und alle Beschäftigten stehen vor denselben Herausforderungen – den vergleichsweise hohen Lebenserhaltungskosten in Frankfurt. In dieser Situation durch eine Arbeitsmarktzulage nur Teilen des pädagogischen Personals zu helfen, ist sozial ungerecht und spaltet die Gesamtbelegschaft der Stadt Frankfurt.“

Mit dem anhaltendem Wachstum Frankfurts steht die Stadt schon jetzt vor immens großen Herausforderungen, die durch die Verrentung von vielen städtischen Beschäftigten in naher Zukunft weiter zunehmen werden.

„Bei der Stadt herrscht jetzt schon Personalmangel. So gibt es aktuell lediglich einen Stellenbesetzungsgrad von etwa 85 Prozent. Das führt zu einem enormen Druck auf das vorhandene Personal. Um in Zukunft Personal neu zu besetzen und zu halten, braucht es Maßnahmen, die über die des Magistratsvortrags hinausgehen. Deswegen fordern wir eine Ballungsraumzulage für alle städtischen Beschäftigten über 300 Euro (brutto) als Festbetrag unabhängig von der Regelarbeitszeit. In der jetzigen Vorlage wird durch die Kopplung an die Arbeitszeiten bereits prekarisierte Beschäftigung schlechtergestellt. Darüber hinaus ist die Zulage zeitlich nicht zu befristen und diese an die Tarifsteigerungen anzupassen sowie die Wirkung dieser Maßnahmen regelmäßig zu evaluieren. Hierfür haben wir einen Zu-Antrag eingebracht, der diese Punkte sicherstellen soll, damit alle Beschäftigten der Stadt die Anerkennung und Wertschätzung erhalten, die sie verdienen“, so Christann abschließend.

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Linke unterstützt Schulstreik gegen die Wehrpflicht

Am 5. Dezember streiken Schüler*innen in ganz Deutschland, um gegen die bevorstehende Wiedereinführung der Wehrpflicht zu protestieren. Hintergrund ist die für Freitag geplante Abstimmung im Bundestag über die Wehrdienstreform. Dazu Ayse Dalhoff, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Römer:
„Die Kinder und Jugendlichen haben das Recht, auf die Straße zu gehen, um sich in der Debatte um die Einführung der Wehrpflicht Gehör zu verschaffen. Denn bisher wurden ihre Stimmen und ihre Perspektiven, wie so oft in der Vergangenheit – Stichwort Coronamaßnahmen – nicht berücksichtigt. Im Zweifel sind es doch sie, die als Kanonenfutter an die Front gezwungen werden. Wir von der Partei Die Linke unterstützen die Proteste und jegliche Form des Widerstands gegen die Wehrpflicht und rufen zur Teilnahme am Streik auf.“

Schon seit Langem versucht die Bundeswehr durch teure Werbekampagnen, die gezielt Kinder und Jugendliche ansprechen, junge Menschen für den Wehrdienst zu begeistern.
„Die ganzen teuren Maßnahmen der Bundeswehr, um junge Menschen zu locken, haben nichts gebracht. Weder die Werbung auf Bussen und Straßenbahnen, noch die Popcorntüten im Kino, die YouTube-Serien, die PC-Spiele, die Messeauftritte, die Bundeswehr-Ultras bei Fußball-Länderspielen oder beim Football und auch nicht der Panzer auf dem Hessentag haben die gewünschte Wirkung erzielt. Selbst die unsäglichen Besuche der Bundeswehr an Schulen waren wirkungslos. Junge Menschen wissen genau, was Krieg bedeutet: die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage. Jetzt wird also auf Zwang gesetzt. Dagegen müssen sich die jungen Menschen wehren und dabei von der Kommune unterstützt werden. Hierfür hat unsere Fraktion einen Antrag eingebracht“, so Dalhoff.

Streik gegen die Wehrpflicht & alle Zwangsdienste!
5.12.2025
Frankfurt: 12 Uhr, Willy-Brandt-Platz

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Erneut das 1. Revier – Endlich Konsequenzen ziehen

Das Verhalten von Polizeibeamt*innen des Polizeireviers I in Frankfurt am Main steht erneut in der Kritik. Anlass ist der Bericht einer Zeugin, die detailliert das Fehlverhalten der Beamt*innen schildert.

„Der Bericht der Augenzeugin ist schockierend und zeigt, in welchem Maße und mit welcher Selbstverständlichkeit die Beamt*innen gegen Recht verstoßen. Es gibt keine Ausreden mehr. Wir müssen in Frankfurt und Hessen endlich breit über Polizeigewalt und die Verrohung der Einsatzkräfte sprechen. Auch zum Schutz der Frankfurter*innen, die diesem Verhalten immer wieder schutzlos ausgeliefert sind, während die CDU ihre law-and-order Ideologie vorantreibt und den Sicherheitsbehörden immer mehr Zugriffsrechte ermöglicht“, so Daniela Mehler-Würzbach, Stadtverordnete der Fraktion Die Linke im Römer.

Das Polizeirevier I in Frankfurt steht seit längerem immer wieder im Mittelpunkt diverser Ermittlungen, wie des Verdachts der Körperverletzung im Amt, Strafvereitelung im Amt, Verfolgung Unschuldiger oder Chatgruppen der Beamt*innen mit menschenverachtenden Inhalten so wie, eine mögliche Datenweitergabe im Rahmen der Drohschreiben des „NSU 2.0“.

„Die Vorgänge in diesem Polizeirevier zeigen, und das macht der jüngste Bericht noch einmal sehr deutlich, wie sehr wir einen Polizeibeauftragten brauchen. Wer hat angesichts dieser Informationen noch das Vertrauen, sich an die Polizei zu wenden, geschweige denn, wenn man selbst polizeiliches Fehlverhalten erlebt oder beobachtet hat? Die bisherigen Beteuerungen des Ministers nach Aufklärung und Austausch des Personals helfen hier wenig. Um das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei wiederherzustellen, benötigt diese eine unabhängige externe Kontrolle“, so Mehler-Würzbach abschließend.

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