Wohnungslosigkeit in Frankfurt keine Seltenheit

„In Frankfurt leben 367 Familien und 618 Einzelpersonen in NotunterkĂŒnften. Die VerhĂ€ltnisse sind meist beengt und es gibt nicht genug Raum zum Kochen, Lernen oder fĂŒr die Kinder zum Spielen. Dieser Zustand ist unhaltbar!“, kommentiert Eyup Yilmaz, wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer. Die Zahlen waren vom Magistrat auf Anfrage der Fraktion DIE LINKE. im Römer bekannt gegeben worden.

Yilmaz weiter: „Im letzten Jahr wurden in ganz Frankfurt nur 65 Sozialwohnungen gebaut. Per aufwendiger Postwurfsendung gaben OberbĂŒrgermeister Peter Feldmann und Planungsdezernent Mike Josef (beide SPD) zwar an, dass sie sich fĂŒr einen grundsĂ€tzlichen Mietendeckel einsetzen. Aber Handlungen bleiben bisher aus! Es gibt einen Stillstand beim bezahlbaren Wohnraum: Mit dem jetzigen Haushaltsentwurf und der auf Investoren ausgerichteten Wohnungspolitik sorgen Feldmann und Josef dafĂŒr, dass sich die katastrophalen ZustĂ€nde am Wohnungsmarkt in Frankfurt in Zukunft nicht Ă€ndern werden.“ Wohnungslose Menschen und Familien haben damit vorerst kaum eine Perspektive auf sichere, langfristige WohnverhĂ€ltnisse.

DIE LINKE. fordert eine Wohnungspolitik, die im Neubau deutlich mehr auf Sozialwohnungen setzt und damit auch zurzeit wohnungslosen Menschen und Familien eine Perspektive auf Umzug in eine normale Wohnung bieten kann. ZusĂ€tzlich sollen die öffentlichen Wohnungsgesellschaften auf ZwangsrĂ€umungen verzichten, denn diese sind neben den steigenden Mieten eine der Hauptursachen fĂŒr die Wohnungslosigkeit. Allein die stadteigene Wohnungsgesellschaft ABG hatte im Jahr 2018 insgesamt 89 ZwangsrĂ€umungen vollstrecken lassen.

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