Die italienische Großbank UniCredit hat heute ein offizielles Übernahmeangebot an die Commerzbank vorgelegt. Dazu äußert sich Michael Müller, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Römer folgendermaßen:
„Unter keinen Umständen darf es zu der als feindlich einzuschätzenden Übernahme der Commerzbank durch die UniCredit kommen. Ein damit verbundener Stellenabbau von rund 10.000 Arbeitsplätzen am Finanzplatz Frankfurt am Main ist nicht hinnehmbar“, so Müller. Es sei kein Wunder, dass die Gewerkschaften bereits Alarm schlagen. „Schon bei der Übernahme der HypoVereinsbank durch die UniCredit kam es zu massivem Stellenabbau und Filialschließungen, das muss in Frankfurt verhindert werden“, warnt Müller.
Darüber hinaus sei eine potenzielle Übernahme auch aus Sicht der Finanzstabilität unverantwortlich. Müller kritisiert: „Der Hang zur Profitmaximierung und dem daraus resultierenden Einverleiben anderer Banken, wie es die UniCredit mit der HypoVereinsbank bereits getan hat, führt zu einer riskanten Monopolisierung der Bankenwelt und vernichtet Arbeitsplätze. Dies birgt auch Gefahren für die finanzielle Stabilität und macht das Finanzsystem krisenanfälliger.“
Müller abschließend: „In Bezug auf den feindlichen Übernahmeversuch fordern wir eine klare Haltung des Oberbürgermeisters Mike Josef (SPD) sowie von der Wirtschaftsdezernentin. Frankfurter Stellen und Filialen müssen geschützt werden. Arbeitsplätze sind keine bloßen Zahlen, die gestrichen werden können, sie stellen die Lebensgrundlage der Arbeitenden dar.“
