Das Pilotprojekt ‚Kinder Cops‘ der Frankfurter Polizei soll nun verlängert und auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden. Das kritisiert Michael Müller, Vorsitzender der Linksfraktion im Römer folgendermaßen:
„Bei dem Projekt ‚Kinder Cops‘ geht es eindeutig nicht darum, dass Kinder unvoreingenommen und neutral über die Arbeit der Polizei aufgeklärt werden. Komplett unkritisch wird der Beruf der Polizist*innen als ‚Freund und Helfer‘ der Bürger*innen dargestellt – scheinbar ohne jegliche pädagogische Begleitung. Und das in einer Stadt, in der gravierende Polizeiskandale zu verzeichnen sind “, so Müller. In den letzten Jahren stand die Frankfurter Polizei unter anderem mit dem NSU 2.0, rechtsextremen Chatgruppen und Racial Profiling in den Schlagzeilen.
Müller abschließend: „Kinder brauchen kein Betreuungsprogramm der Polizei, bei welchem indirekt ‚Law-and-Order‘ Sicherheitspolitik gepredigt wird. Wenn überhaupt bräuchte es ein pädagogisches Konzept einer neutralen Instanz, mit welchem junge Frankfurter*innen mit allen Facetten der städtischen Sicherheitspolitik und der Polizeiarbeit vertraut gemacht werden.“
