Rede während der 41. Plenarsitzung am 5. Juni 2025
Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,
sehr geehrte Damen und Herren!
Mit der Förderung des Neubaus Am Hohen Weg 13 bis 17 des Bauvereins Katholische Studentenheime e. V. werden 149 Wohnplätze für Studierende geschaffen. Das ist gut und wichtig, aber nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein im Vergleich zu den Wohnplätzen, die für Studierende und Auszubildende in Frankfurt fehlen. Im Koalitionsvertrag steht: „Wir wollen, dass Studierende und Auszubildende in Frankfurt ausreichend mit bezahlbarem Wohnraum versorgt werden.“ Davon ist die Stadt Frankfurt noch meilenweit entfernt. Die Machbarkeitsstudie „Azubiwohnen in Frankfurt am Main“ der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH stellt fest, dass allein in Frankfurt mindestens 1.900 Wohnangebote fehlen. Bei den Studierenden sieht es keinen Deut besser aus. Ein WG-Zimmer zum Beispiel kostet in Frankfurt im Schnitt fast 700 Euro. Wie sollen sich das Studierende und Auszubildende leisten? Die Mieten in dieser Stadt werden so zu einem K.-o.‑Kriterium darüber, wer hier noch studieren beziehungsweise die Ausbildung antreten kann. Das ist doch ein immenser wirtschaftlicher Schaden, der hier in Kauf genommen wird. Liebe Koalition, wer Studierende und Auszubildende in Frankfurt ausreichend mit bezahlbarem Wohnraum versorgen will, braucht weit mehr als das, was Sie hier feiern. Ein paar Monate bleiben Ihnen ja noch.
Vielen Dank!
