Die demokratischen Parteien im Ortsbeirat mögen beschließen, den Magistrat zu bitten, zeitnah wirksame und ganzheitliche Maßnahmen zum Hitzeschutz für die Containeranlagen der IGS 15 zu ergreifen sowie unverzüglich bedarfsgerechte Klimageräte aufzustellen. Des Weiteren wird um Auskunft nach den Kosten für Auf- und Abbau sowie Betrieb der temporär aufgestellten Klimageräte gebeten.
Begründung:
Im letzten Jahr (August bis Oktober 2025) wurden 11 Klimageräte in Räumen der IGS 15 aufgestellt, um die bekannte Hitzeproblematik in den Räumlichkeiten zu entschärfen. Da die Klimageräte jedoch nur im 2. OG des A-Baus aufgestellt wurden, konnte lediglich in diesen Räumen eine Verbesserung der Innentemperatur erreicht werden. Die Räume im A- (EG, 1.OG) und B-Bau (EG, 1.OG, 2.OG) wurden nicht gekühlt, so dass dort Innentemperaturen bis zu 35 Grad gemessen wurden.
Leider brachten die elf aufgestellten Geräte eine extreme Lärmbelästigung mit sich: Messungen vor Ort ergaben Werte von 60dB. Da der Lärm der Klimageräte die Verständigung im Unterricht nahezu unmöglich machte, mussten die Geräte immer wieder ausgeschaltet oder es musste wiederum in andere Räumlichkeiten ausgewichen werden.
In den nicht gekühlten Räumen der Schule musste weiterhin auf das zuvor entwickelte Hitzekonzept zurückgegriffen werden: Die Unterrichtsstunden wurden demnach bei Temperaturen ab 26°C von 45 auf 30 Minuten verkürzt, Unterricht fand nur bis mittags um 12:15 Uhr statt. Aber jeder Tag Unterrichtsausfall und jeder Tag Hitze oder Lärmbelästigung ist einer zu viel. Aktuell wurde bereits – am 26.05.2026 – schon morgens vor Unterrichtsbeginn im Klassenraum eine Temperatur von 26°C gemessen. Sowohl für die Kinder und Jugendlichen als auch für Lehrkräfte sind dies unzumutbare Lern- und Arbeitsbedingungen, zumal die Hitzezeiten im Frühjahr und Sommer mit den Prüfungszeiten in der 9. und 10. Klasse zusammentreffen und diese sich auf ihre wichtigen Abschlussprüfungen in der Schule vorbereiten müssen. Ihnen war auch nicht damit geholfen, in den wenigen gekühlten Räumen unterrichtet zu werden, da sich auf Hitzekonzepte angepasste Unterrichtszeiten nicht wahllos variabel in verschiedenen Klassen und Räumen verändern lassen, für die Schule braucht es eine einheitliche Lösung für alle Kinder mit entsprechender Ausstattung. Den betroffenen Jugendlichen, Familien und Lehrkräften hilft es nicht, wenn erst in 2029 (oder später) neue Gebäude für die IGS 15 mit einer angemessenen Wärmedämmung errichtet werden sollen. Fehlende Maßnahmen tragen daher direkt zur Bildungsungerechtigkeit im Frankfurter Westen bei. Auf die Problematik der Lärmbelästigung durch die Klimageräte und der unzureichenden Versorgung mit bedarfsgerechten Klimageräten wurde von Seiten der Schulkonferenz bereits frühzeitig am 13. Januar 2026 hingewiesen. In dem Antwortschreiben von der Stadträtin Sylvia Weber vom 28. April 2026 an die Schulkonferenz wurde das Argument angeführt, dass sich keine weiteren Investitionen und Maßnahmen für die Container der IGS 15 wegen des geplanten Neubaus lohnen würden. Dazu ist festzustellen, dass seit Mai 2025 die konkrete Planung für die Umsetzung des Neubaus stockt und es keine weiteren Informationen zum Stand der Planungen gegeben hat. Eine Stellungnahme auf die Anfrage des OBR vom 05.05. dazu steht aktuell noch aus.
Des Weiteren möchten wir um Auskunft nach den Kosten für den Auf- und Abbau und den Betrieb der zeitweise aufgestellten Klimageräte bitten, um zu prüfen, ob für ähnliche Beträge nachhaltigere und geräuschärmere Maßnahmen zur Kühlung der Container-Räume getroffen werden könnten. Es besteht hier dringender Handlungsbedarf – die aktuelle Lern- und Arbeitssituation in den Containern der IGS 15 ist sowohl für die Klassen als auch für Lehrkräfte unzumutbar und behindert den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen.
