Anregung an den Magistrat
Noch immer warten die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die nicht mit dem Auto unterwegs sind, im Ortsbezirk auf Verbesserungen. Der Radverkehrswegeplan liegt trotz vieler Nachfragen nicht vor; ein umfassendes Konzept lässt auf sich warten.
Dabei könnte bereits durch verschiedene kleinere Maßnahmen die Situation für diejenigen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, kurzfristig sicherer gestaltet werden. Daher wird der Magistrat gebeten, folgende Maßnahmen für den Fuß- und Radverkehr im Ortsbeirat 7 umzusetzen (siehe Vorschlagsliste in der Anlage).
Antragstellende:
Inge Pauls, Angela Kalisch, Torben Zick
ANLAGE
1) Gehwegnase/Anrampung In der Römerstadt 239
Die Augustenburgstraße ist Teil des Frankfurter Radnetzes. Aufgrund eines mangelhaften Anschlusses an die Radverkehrsführung am nördlichen und südlichen Ende der Straße, findet hier jedoch auf der östlichen Seite Gehwegradeln in großem Umfang statt, insbesondere von/zur Ampel-Anlage zur Fritz-Lennig-Anlage.
An der Südseite (Einmündung zu In der Römerstadt) sollte eine direkte Einfahrmöglichkeit in den Hochbordradweg In der Römerstadt (in Fahrtrichtung Osten) geschaffen werden. Dies kann durch Anlage einer Gehwegnase oder Mini-Rampe an geeigneter Stelle vor dem Haus In der Römerstadt 239 erreicht werden.
2) Fahrradpiktogramme Augustenburgstraße
Um das Gehwegradeln in der Augustenburgstraße zu reduzieren, sollten in beide Fahrtrichtungen Fahrradpiktogramme darauf hinweisen, dass hier auf der Straße zu fahren ist. Es steht zu vermuten, dass ein Teil des Gehwegradelns darin begründet liegt, dass vor schnell fahrenden und eng überholenden KFZ auf den Gehweg „geflüchtet“ wird. Die Piktogramme zeigen auch dem KFZ-Verkehr an, dass hier Radverkehr stattfindet und auf ihn Rücksicht zu nehmen ist.
3) Zweirichtungsradweg Alt-Praunheim (Zwischen Augustenburgstraße und Querung am Praunheimer Weg)
Zwischen der Querungsstelle am Praunheimer Weg (auf Höhe des Steinbachs) und der Augustenburgstraße findet viel Radverkehr auf dem Hochbordradweg oder Gehweg in falscher Fahrtrichtung statt, da Radfahrende hier aus Norden kommend in die Augustenburgstraße fahren in Richtung Fritz-Lennig-Anlage. Die Fahrbahn der Straße Alt-Praunheim ist hier so breit, dass auf der Fahrbahn ein Radfahrstreifen für das Fahren in Fahrtrichtung Süden markiert und durch Trennelemente vom KFZ-Verkehr getrennt werden kann (sogenannte „Protected Bike Lane“). Dieser mündet an der Ecke Augustenburgstraße. Der Radverkehr in Richtung Norden fährt wie gehabt auf dem vorhandenen Hochbordradweg.
4) Parken an Knotenpunkten und vor abgesenkten Bordsteinen in der Siedlung Westhausen
In der Siedlung Westhausen übersteigt die Zahl der KFZ die Zahl der legalen Parkmöglichkeiten deutlich. Dies führt auch regelmäßig und verbreitet zu Parken an Knotenpunkten und vor abgesenkten Bordsteinen. Es resultieren Gefährdungen und Behinderungen für alle Verkehrsarten. Aufgrund des hohen Parkdrucks ist dem allein durch Kontrollen der Verkehrspolizei nicht beizukommen.
Alle Knotenpunkte sollten daher im 5-Meter-Bereich (nach § 12 Abs. 3 Nr. 1 StVO) durch Poller gesichert werden um die Sichtachsen frei zu halten. Auch die abgesenkten Bordsteine im Wohngebiet sollten durch Poller gegen Parken geschützt werden, um die Querungsmöglichkeiten für den Fußverkehr zu sichern.
5) Drängelgitter Westring/Ludwig-Landmann-Straße
Das bestehende Drängelgitter sollte mindestens einseitig entfernt und der Gehweg in diesem Abschnitt mit dem Zusatzschilder „Radfahrer frei“ versehen werden.
6) Gehwegparken Stephan-Heise-Straße und Einbahnstraßenfreigabe für den Radverkehr
Das Gehwegparken in der Stephan-Heise-Straße ist unzulässig, da der Gehweg in unzulässiger Weise verschmälert und praktisch vollständig unbenutzbar gemacht wird. Die Anordnung sollte aufgehoben werden. Stattdessen sollte die Einbahnstraße in Gegenrichtung für den Radverkehr freigegeben werden.
7) Bachmannstraße/Hausener Brückenweg: Freigabe der Einbahnstraßen für den Radverkehr
Die Bachmannstraße sollte im Abschnitt bis zur Brotfabrik für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben werden.
Im ab der Brotfabrik anschließenden verkehrsberuhigten Bereich ist Radfahren ohnehin in alle Richtungen möglich.
In der Hausener Obergasse schließt in der Tempo 30-Zone wieder eine Einbahnstraße an, die für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben werden sollte.
8) Mittelleitlinie Praunheimer Landstraße Alt-Praunheim
Die Entfernung von Mittelleitlinien führt erwiesenermaßen zu einer im Durchschnitt niedrigeren Fahrgeschwindigkeit des Kfz-Verkehr. Wie beispielweise in der Heerstraße sollten die Mittelleitlinien in der Praunheimer Landstraße und Alt-Praunheim (bis Ecke Heerstraße) demarkiert werden um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, insbesondere für den querenden Fußverkehr und den die Fahrbahn mitbenutzenden Radverkehr.
9) Heerstraße westlicher Teil: Mittelleitlinie entfernen und Fahrradpiktogramme markieren
Im westlichen Teil der Heerstraße zwischen Ludwig-Landmann-Straße und Guerikestraße sollte die Mittelleitlinie ebenfalls demarkiert und Fahrradpiktogramme markiert werden. So kann die Durchschnittsgeschwindigkeit des Kfz-Verkehrs reduziert werden und auf den Radverkehr aufmerksam gemacht werden. Dies kann als Übergangslösung bis zu einem fahrradfreundlicheren Umbau der Straße dienen.
10) Knotenpunkt Niddaradweg/Hausener Weg
Aus Richtung Hausen/Praunheim kommend behindern an der Ecke Niddaradweg/Hausener Weg regelmäßig parkende Kfz für den hier wartepflichtigen Radverkehr die Sicht in den Hausener Weg. An dem Knotenpunkt sollte eine durch Poller/Fahrradbügel gesicherte, ausreichend große Sperrfläche die Sichtachse freihalten.
11) Versetztes Parken Hausener Obergasse
Die Hausener Gasse ist bereits seit langer Zeit als Verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Da bisher jedoch kein Umbau (Entfernung der Gehwege, bauliche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung, neue Oberflächengestaltung etc.) erfolgte, werden von den meisten Verkehrsteilnehmenden hier Gehweg und Fahrbahn immer noch als solche gelesen und genutzt. Trotz der provisorischen Schwellen fährt kaum ein Auto fährt mit Schrittgeschwindigkeit. Um den Kfz-Verkehr zu verlangsamen, sollte hier beidseitiges, versetztes Parken angeordnet werden, sodass der Kfz-Verkehr zum Fahren in Schlangenlinien gezwungen wird.
12) Poller Am Spritzenhaus/Hausener Obergasse/Roßbachstraße
Im Knotenpunkt rechtswidrig parkende Kfz sind hier an der Tagesordnung und behindern die Sichtachsen für Schüler:innen der Kerschensteinerschule. Durch Poller oder andere bauliche Maßnahmen sollte der Bereich effektiv geschützt werden.
13) Radfahrstreifen Eugen-Hartmann-Str./Christa-Maar-Straße/Willy-Berking-Straße
Die Radfahrstreifen weisen keinen Sicherheitstrennstreifen zu den parkenden Kfz auf. Aufgrund der Gefahr von Dooring-Unfällen entspricht dies nicht mehr dem Stand der Technik und dem Straßenverkehrsrecht. Die Radstreifen sollten mit einem Sicherheitstrennstreifen versehen werden. Sollte die Fahrbahnbreite dafür nicht ausreichen, sollten Radschutzstreifen mit Trennstreifen markiert werden.
14) Radfahrerfurt Am Ebelfeld/Ludwig-Landmann-Straße
Für den Radverkehr, der aus der Straße „Am Ebelfeld“ geradeaus über die Ludwig-Landmann-Straße und entweder weiter in „Am Ebelfeld“ oder nach links auf den Hochbordradweg der Ludwig-Landmann-Straße, sollte eine roteingefärbte Furt markiert werden.
15) Radfahrerfurt Praunheimer Landstraße/ Jean-Albert-Schwarz-Straße
Der Hochbordradweg entlang der Praunheimer Landstraße überquert kurz vor der Praunheimer Brücke die Jean-Albert-Schwarz-Straße. Hier sollte eine rot eingefärbte Furt für den Radverkehr markiert werden, damit der bevorrechtigte Radverkehr nicht übersehen wird.
16) „Schlossstraßenlösung“ entlang U-Bahn-Station Hausen und Alt-Praunheim
17) Roteinfärbung Radfahrerfurt Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Straße auf Höhe U-Bahn-Station Industriehof
Hier müssen die nach rechts in die Breitenbachstraße abbiegenden Kfz die Radfahrfurt kreuzen. Diese sollte auf ganzer Länge rot eingefärbt und nach Möglichkeit verbreitert werden.
18) Parken vor der Hermann-Luppe-Schule/ Praunheimer Mühle ordnen
Vor der Hermann-Luppe-Schule ist für die verkehrsteilnehmenden nicht hinreichend deutlich erkennbar, wo Kfz geparkt werden können und wo nicht. Dies führt teils dazu, dass die Restdurchfahrtsbreite auf kritische Weise verengt wird (Feuerwehrzufahrt zur Schule und zur Wohnanlage Praunheimer Mühle), auf dem Hochbord, in der zweiten Reihe und in die Grünanlage hinein geparkt wird.
Durch eindeutige Bodenmarkierungen sollten die Parkflächen hier klar definiert werden. Auf diese Weise wird die Verkehrssicherheit durch mehr Übersichtlichkeit verbessert.
