Derzeit stehen in Frankfurt rund 100 Wohnungen städtischen Eigentums leer – teils seit Jahren. Die Linke im Römer fordert in einem Antrag, dass die leerstehenden Wohnungen zügig saniert und dauerhaft gemeinwohlorientiert bewirtschaftet werden. Dominike Pauli, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion, dazu:
„Jede leerstehende Wohnung ist eine verpasste Chance für Menschen, die dringend ein Zuhause suchen. Wir fordern deshalb die sofortige Instandsetzung und Bereitstellung des vorhandenen Wohnraums. Hier darf keine Zeit verloren gehen. Angesichts der großen Wohnungsnot und der vielen wohnungslosen Menschen ist der Leerstand öffentlicher Wohnungen nicht länger hinnehmbar. Es ist überhaupt nicht vermittelbar, wieso die Stadt Frankfurt es seit Jahren nicht schafft, 100 Wohnungen bewohnbar zu machen. 100 Wohnungen sind eine absolut machbare Zielgröße. Der jahrelange Leerstand ist schlichtweg politisches Versagen.“
Wichtig sei, dass die Wohnungen künftig gemeinwohlorientiert bewirtschaftet werden. Pauli erklärt: „Gemeinwohlorientierung bedeutet, Wohnraum nicht als Renditeobjekt zu behandeln, sondern dauerhaft bezahlbar und im Interesse der Stadtgesellschaft zu sichern. Dafür braucht es die richtigen Partner. Die Genossenschaftliche Immobilienagentur Frankfurt (GIMA) sollte hier eingebunden werden, um geeignete Akteure für die Nutzung der Immobilien zu identifizieren. Die Stadt muss dabei auf Genossenschaften, öffentlich-rechtliche Körperschaften und andere gemeinwohlorientierte Akteure setzen, die nicht auf Profit aus sind, sondern echten, bezahlbaren Wohnraum für die Frankfurter Bevölkerung schaffen wollen.“
Die Linksfraktion fordert außerdem einen regelmäßigen Bericht über den Fortschritt der Sanierungen. Pauli weiter: „Wir brauchen endlich mehr Transparenz, damit die Frankfurter*innen wissen, wie der Stand der Dinge ist und wann mit der Fertigstellung der Wohnungen zu rechnen ist. Transparenz schafft Vertrauen – und setzt die Verwaltung in die Pflicht, den Leerstand zügig zu beenden. Wir fordern zudem, dass diese Mieten dauerhaft bezahlbar und unter der ortsüblichen Vergleichsmiete angeboten werden.“
Pauli abschließend: „Die Stadt Frankfurt muss endlich Verantwortung zeigen für ihre eigenen Immobilien und darf dieses Problem nicht weiter verschleppen. Sie muss alles in Gang setzen, um diesen sinnlosen und unsozialen Leerstand zu beenden.“
Der Antrag wird im Planungsausschuss am Dienstag, den 24. Februar 2026, um 17:00 Uhr (Bethmannstr. 3, Sitzungssaal 307) diskutiert.
