Leerstand und Verfall in der Stiftstraße endlich beenden

Mitten in der Frankfurter Innenstadt verfällt das städtische Gebäude in der Stiftstraße 32. Die Immobilie gehört der Stadt Frankfurt, die das Haus verfallen lässt und jetzt mitgeteilt hat, dass sich die geplante Konzeptvergabe weiter verzögere. Die Linksfraktion hat bereits im Dezember 2024 in einem Antrag gefordert, die leerstehenden Wohnungen umgehend zu sanieren und schnellstmöglich als bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Dazu erklärt Dominike Pauli, Stadtverordnete der Fraktion Die Linke im Römer:

„Dass in der Stiftstraße seit Jahren Stillstand herrscht und das Gebäude mit jedem Tag weiter verfällt, ist politisch völlig verantwortungslos. Tausende Menschen in Frankfurt suchen händeringend nach einer bezahlbaren Wohnung und die Stadt tut nichts gegen ihren selbst produzierten Leerstand. Bereits 2022 konnte durch großen Druck durch die Linksfraktion letzter Sekunde verhindert werden, dass die Immobilien an einen Investor verkauft wird. Dass es der Stadtregierung innerhalb von fünf Jahren nicht gelingt, ein Konzeptverfahren in die Wege zu leiten, ist ein Armutszeugnis. Jeder weitere Tag Leerstand bedeutet: Die Immobilie vergammelt weiter, Instandhaltungskosten schießen in die Höhe und Mieter*innen werden weiter im Stich gelassen. Dieser unhaltbare Zustand der politischen Untätigkeit muss schnellstmöglich beendet werden.“

Als Begründung für die Verzögerung der Konzeptvergabe, die bereits im März 2022 beschlossen wurde, wird genannt, dass „Kapazitäten für die Konzeptvergabe der Stiftstr. 32 […] noch nicht vorhanden [seien]“. Pauli kritisiert: „Seit Jahren wird immer wieder auf die Probleme beim Amt für Bau und Immobilien (ABI), die für die Verwaltung städtischer Immobilien zuständig ist, verwiesen. Der massive Personalmangel ist allen bekannt. Das zeugt nicht nur von einer Überforderung, sondern von einem massiven strukturellen Problem. Und trotzdem wird nichts gegen diesen Missstand unternommen. Dass andere Konzeptvergaben, wie zum Beispiel der Paradieshof oder die Wittelsbacher Allee 89, viel weiter fortgeschritten sind, zeigt, was in dieser Stadt möglich ist, wenn es einen politischen Willen gibt.“

Pauli abschließend: „Jede leerstehende Wohnung ist eine zu viel. Die Stadt Frankfurt muss angesichts der riesigen Wohnungsnot verantwortungsvoll mit ihren eigenen Immobilien umgehen. Der Leerstand in der Stiftstraße muss umgehen beendet werden. Es ist Zeit, zu handeln: Soziale Wohnnutzung statt Leerstand und Verfall. Das Gebäude muss schnellstmöglich an einen gemeinwohlorientierten Akteur vergeben werden.“

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