Die Linke im Römer fordert Transparenz bei der Preisgestaltung der Fernwärme der Mainova und eine umfassende Berichterstattung an die Stadtverordnetenversammlung. Mit einem Antrag will sie den Magistrat beauftragen, unverzüglich auf umfassende Transparenz und stärkeren Verbraucherschutz hinzuwirken.
Daniela Mehler-Würzbach, klimapolitische Sprecherin der Fraktion hierzu: „Kund*innen und selbst Expert*innen können die Kostenentwicklung bei dem Formelchaos nicht nachvollziehen. Deshalb fordern wir mindestens eine Offenlegung aller Preisbestandteile, ihrer Gewichtung und Entwicklung.“
Die Fernwärmepreise der Mainova sind 2025 deutlich gestiegen. Im Mai wurden massive Preiserhöhungen zwischen 25 und 36 Prozent angekündigt. Die Verbraucherzentrale kritisierte die fragwürdige Art und Weise, mit der der Energieversorger im Zuge der jüngsten Preisanpassung mit den Kund*innen umgegangen sei.
Mehler-Würzbach: „Für viele Menschen sind die Heizkosten eine große Belastung, man spricht nicht grundlos von der ‚zweiten Miete‛. Die Argumentation der Mainova irritiert. So sollen bestehende Kund*innen den Netzausbau finanzieren, die hohen Preise schrecken wiederum Neukund*innen ab und so bleiben wenige auf den hohen Kosten sitzen, ohne Möglichkeit zum Umstieg. Denn die Mainova hat – anders als bei Gas und Strom – das Monopol über Fernwärme in Frankfurt. Viele Mieter*innen müssen Fernwärme beziehen, ihnen bleibt keine andere Wahl als die hohen Kosten zu bezahlen. Wir fordern eine komplette Transparenz der Mainova über die Zusammensetzung der Preise und eine Berichtslegung gegenüber der Stadtverordnetenversammlung und der Gesellschaft zur Preisentwicklung seit mindestens 2020.“
Mehler-Würzbach fordert zudem niedrigschwellige Beratung, gerade angesichts der Preisanpassung und wegen der Nachzahlungsaufforderungen, die viele Kund*innen erhalten haben: „In den letzten Monaten war aufgrund eines Schadens kein direktes persönliches Beratungsgespräch im ServiceCenter im Bienenkorbhaus möglich, auch weiterhin müssen Termine im Voraus weiterhin via Internet gebucht werden. Es braucht eine niedrigschwellige Beratung und Betreuung der betroffenen Kund*innen!“

