Rodungsmoratorium im Frankfurter Osten

Dringlicher Antrag der Fraktion DIE LINKE. im Römer gemĂ€ĂŸ § 17 (3) GOS

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, bei der zustĂ€ndigen Autobahn GmbH des Bundes zu erwirken, dass in der BaumfĂ€llsaison vom 1. Oktober 2021 bis zum 28. Februar 2022 im Fechenheimer Wald, in den WaldflĂ€chen im Teufels- und Erlenbruch entlang der fĂŒr den Ausbau der A66 vorgesehenen FlĂ€chen keine BĂ€ume gefĂ€llt werden und ĂŒber das Ergebnis des GesprĂ€chs unverzĂŒglich zu berichten.

BegrĂŒndung:

FĂŒr den Ausbau der A66 sollen in den kommenden Monaten im Osten Frankfurts auf einem rund 40.000 Quadratmeter großen Areal zwischen dem heutigen Ende der A66 beim Hessencenter bis zur Borsigallee bis zu 200 Jahre alte BĂ€ume gefĂ€llt werden.

Dagegen regt sich Protest aus der Stadtgesellschaft, der Umwelt- und Klimabewegung, der Opposition in der Stadtverordnetenversammlung, aber auch von Teilen der Regierungskoalition in Frankfurt. Seit dem globalen Klimastreik der Bewegung „Fridays for Future“ im September halten Aktivist*innen im RodungsgelĂ€nde friedlich BĂ€ume besetzt und haben dazu in bis zu 15 Metern Höhe Plattformen gebaut. Vor dem GelĂ€nde gibt es zusĂ€tzlich eine dauerhaft besetzte Mahnwache.

In dieser Situation hat die Autobahn-Gesellschaft des Bundes nun mitgeteilt, dass sich der eigentliche Baubeginn in das Jahr 2023 verschiebt.

Gerade erst wurde in Frankfurt das Arten- und Biotopschutzkonzept vorgestellt und dabei insbesondere die WĂ€lder der Stadt Frankfurt als Ă€ußerst wertvoll und von herausragender Bedeutung fĂŒr den Arten- und Biotopschutz hervorgehoben. Auch von der Stadtregierung wurde immer wieder betont, dass der Klimawandel zu einem Umdenken in der Stadtentwicklung und Verkehrspolitik fĂŒhren muss.

Angesichts all dessen ist eine Rodung wertvoller WaldflÀchen zwei Jahre vor dem geplanten Baubeginn nicht akzeptabel. Die unmittelbar bevorstehende FÀllung ist mindestens so lange aufzuschieben wie möglich.

DIE LINKE. im Römer

Dominike Pauli und Michael MĂŒller

Fraktionsvorsitzende

Antragsteller*innen

  • Stadtv. Ayse Dalhoff
  • Stadtv. Daniela Mehler-WĂŒrzbach
  • Stadtv. Dominike Pauli
  • Stadtv. Eyup Yilmaz
  • Stadtv. Michael MĂŒller
  • Stadtv. Monika Christann
  • Stadtv. Pearl Hahn
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