Mieter*innen der Gellertsiedlung im Nordend haben über 20 Unterschriften in einem Offenen Brief an die Geschäftsführung der städtischen ABG Holding, an Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) und an Planungsdezernenten Marcus Gwechenberger (SPD) übergeben. Dazu äußert sich Dominike Pauli, die wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Römer:
„Dass bereits ein Drittel der Mieter*innenschaft den Offenen Brief unterstützt, ist ein großer Erfolg. Die Mieter*innen der Gellertsiedlung halten fest zusammen und senden ein starkes Signal an die ABG: Sie werden in ihren Wohnungen bleiben und nicht ausziehen. Damit stellen sie sich selbstbewusst gegen die Entmietungspläne der städtischen Wohnungsgesellschaft, welche die Siedlung für Profitzwecke aufwerten will. Das widerspricht deutlich der Erzählung der ABG, wonach angeblich alle Betroffenen zum Auszug bereit seien. Die Mietverträge sind gültig, und die ABG kann diese nicht einfach aufkündigen. Das ist ein wirksamer Hebel für die Mieter*innen, denn die ABG kann nicht einfach machen, was sie will.“
Pauli fügt hinzu: „Die Mieter*innen machen dabei klar, dass sie keiner energetischen Sanierung im Weg stehen wollen. Sie wehren sich lediglich gegen Luxusmodernisierungen, welche die Mieten nach oben treiben. Klar ist: In der Gellertsiedlung muss die Sanierung warmmietenneutral umgesetzt werden, damit die Mieten dauerhaft niedrig bleiben. Alles andere wäre unsozial. Die Mieter*innen brauchen feste Zusagen und Garantien. OB Josef und Planungsdezernent Gwechenberger sind nun gefordert, die ABG endlich wirklich auf einen sozialen Kurs zu bringen.“
