Niemanden im Schnee stehen lassen

Angesichts der aktuellen Wetterlage kritisiert Daniela Mehler-Würzbach, mobilitätspolitische Sprecherin der Linksfraktion, die einseitige Priorisierung des Autoverkehrs beim Winterdienst:

„Frankfurt hat einen Räumplan. Doch während Hauptverkehrsstraßen für den Autoverkehr zuerst geräumt werden, bleiben Radwege, Gehwege und selbst Strecken des Öffentlichen Personennahverkehrs oft stundenlang unpassierbar – oder werden gar nicht berücksichtigt. Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, mit dem Rad fahren oder auf den ÖPNV angewiesen sind, werden wortwörtlich im Schneeregen stehen gelassen.“

Glatte Gehwege im öffentlichen Raum werden zur Gefahr für Ältere, Kinder und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Busse kommen auf Nebenstraßen nicht durch, Haltestellen sind nicht geräumt. Auf Radwegen landet der von der Straße geräumte Schnee – obwohl das unzulässig ist.

Mehler-Würzbach: „Natürlich ist es richtig, Hauptverkehrsstraßen zu sichern. Aber eine soziale und klimagerechte Verkehrspolitik muss die Prioritäten anders setzen. Wer kein Auto besitzt oder bewusst darauf verzichtet, darf nicht benachteiligt werden. Gerade an Tagen wie heute, an denen Schneefall und ein Streik im ÖPNV zusammenfallen, zeigt sich, wie wichtig sichere Rad- und Fußwege sind.“

Die Linksfraktion hat deshalb einen Antrag eingebracht, der fordert, die Planung des Winterdiensts dahin gehend anzupassen, dass die Wege des Umweltverbunds, also Rad- und Fußverkehr und ÖPNV, prioritär geräumt werden.

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