Die Linke im Römer fordert den Ankauf des Club-Voltaire-Gebäudes durch die Stadt Frankfurt

Dem Club Voltaire droht das Aus. Die Linksfraktion fordert in einem dringlichen Antrag, dass der Club gerettet wird. Michael Müller, Vorsitzender und kulturpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Römer, dazu:

„Frankfurt droht ein kulturpolitischer Kahlschlag: Der Club Voltaire, seit fast 65 Jahren Herzstück der kritischen Stadtgesellschaft, soll verschwinden – geopfert auf dem Altar der Rendite. Ende 2026 läuft der Mietvertrag aus, die Eigentümer*innen wollen nicht verlängern. Was danach kommt, ist ein Albtraum für alle, denen diese Stadt mehr ist als ein Investitionsstandort. Der Club Voltaire ist kein gewöhnlicher Veranstaltungsort – er ist ein Dreh- und Angelpunkt für kritisches Denken. Wer ihn sterben lässt, löscht ein Stück lebendiger Demokratie aus. Wir fordern deshalb, dass die Stadt Frankfurt umgehend Verhandlungen mit den Eigentümer*innen aufnimmt, um das Gebäude zu erwerben. Nur durch einen Ankauf durch Stadt kann die Existenz des Club Voltaires dauerhaft gesichert werden.“

Müller mahnt: „Droht ein Investor das Haus zu übernehmen, sind Mietpreisexplosion, Abriss und gesichtsloser Neubau die wahrscheinlichsten Szenarien. Das 160 Jahre alte Gebäude, das selbst den Zweiten Weltkrieg überlebt hat, könnte einer weiteren teuren Glasfassade weichen. Es steht zu viel auf dem Spiel. Die Stadt darf nicht zulassen, dass Profitinteressen wieder einmal gewinnen.“

Müller sagt abschließend: „Das Gebäude liegt im Geltungsbereich der Erhaltungssatzung M 81 – eine Satzung, die genau dafür geschaffen wurde, um alteingesessene Betriebe vor dem Verdrängungsdruck durch Ketten und spekulativen Umbau zu schützen. Ein Abrissantrag kann und muss abgelehnt werden. Die Stadt muss die Werkzeuge nutzen, die ihr zur Verfügung stehen. Priorität jetzt ist jedoch der Ankauf des Gebäudes durch die Stadt.“

Der Antrag wird im Planungsausschuss am 24.02.2026 um 17:00 Uhr (Bethmannstr. 3, Raum 307) und im Kulturausschuss 26.02.2026 um 17:00 Uhr (Bethmannstr. 3, Raum „Haus Silberberg“) diskutiert.

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