Das Projekt „Gündi West“ in Höchst ist ein solidarisches Hausprojekt, das aktuell Dutzenden wohnungslosen Menschen ein Zuhause bietet. Ab April bis spätestens Sommer 2026 müssen die Bewohner*innen den bisherigen Standort in der Palleskestraße 31-33 verlassen haben. Deshalb fordert die Linksfraktion in einem Antrag, dass die Stadt Frankfurt schnellstmöglich einen Alternativstandort findet und einen nahtlosen Umzug ermöglicht. Dazu äußert sich Dominike Pauli, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Römer:
„Die ‚Gündi West‘ ist für viele Menschen ein sicheres Zuhause sowie ein Ort des Zusammenkommens, des Austauschs und der Gemeinschaft. Die Zukunft dieser Menschen ist jetzt akut gefährdet, denn bisher gibt es keinen Ersatz. Diese Menschen haben auf dem freien Wohnungsmarkt keine Chance. Wenn nicht bald ein neuer Standort gefunden wird, stehen sie wieder vor dem Nichts. Eine Räumung wäre für sie eine Katastrophe. Die Stadt muss daher die Bewohner*innen unbedingt vor Wohnungslosigkeit schützen: Sie muss umgehend ein geeignetes Ersatzobjekt finden und den Betroffenen eine verlässliche Perspektive bieten.“
Pauli hebt hervor: „Außerdem ist die ‚Gündi West‘ auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt und Ort der politischen Bildung. Sie bietet ein breites, kostenloses und barrierearmes Angebot an, wie z.B. Sprachcafés, kulturelle Veranstaltungen und eine Sozialberatung, die besonders für viele marginalisierte Menschen bedeutend sind. Diese Formen der Fürsorge gibt es viel zu wenig in Frankfurt.“
Abschließend sagt Pauli: „Die Stadt muss jetzt dringend handeln: Die wichtige Arbeit von ‚Gündi West‘ kann nur unter der Voraussetzung fortgeführt werden, wenn zeitnah ein neuer Standort durch die Stadt gesichert wird.“
Der Antrag wird im Planungsausschuss am 24.02.2026 um 17:00 Uhr (Bethmannstraße 3, Raum 307) diskutiert.
