Stadtregierung setzt auf Perspektivlosigkeit

Seit acht Tagen sind die ehemaligen Bewohner*innen der Industriebrache in der Gutleutstraße in einer Notunterkunft untergebracht. Zuvor wurden sie ohne Vorwarnung vom Ordnungsamt der Stadt gerĂ€umt.

Eyup Yilmaz, wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer, kann die Notunterkunft als Lösung nicht akzeptieren: „Die jetzige Unterbringung ist menschenunwĂŒrdig und die Stadtregierung weicht unseren Forderungen aus. Die Menschen zurĂŒck zu schicken an Orte, an denen sie schon lange nicht mehr zuhause sind und wo Diskriminierung und Elend sie erwarten oder sie hier in Frankfurt der Straßenobdachlosigkeit zu ĂŒberlassen, sind keine Lösungen! Wir fordern weiterhin eine menschenwĂŒrdige Unterbringung.“

Nach der RĂ€umung hatten sowohl der Hessische Landesverband der Deutschen Sinti und Roma als auch der Förderverein Roma e. V. an die Stadt appelliert, die Unterbringung zu verbessern. Der Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) hat die Organisation eines Runden Tisches angekĂŒndigt, zu dem allerdings noch nichts NĂ€heres bekannt ist. Stattdessen sollen die Bewohner*innen ab Donnerstag auch die Notunterkunft wieder verlassen mĂŒssen. Yilmaz erklĂ€rt diese Aussicht fĂŒr unhaltbar: „Die Koalition setzt die Menschen auf die Straße und lĂ€sst sie schutzlos zurĂŒck. Damit hat die Koalition auf ganzer Linie versagt! Die Menschen, die in dieser Stadt leben oder hier leben wollen, sind die Verlierer*innen dieser Politik der Notlösungen.“

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