Mietentscheid ist wichtig und richtig

DIE LINKE. im Römer unterstĂŒtzt die Forderung des „Mietentscheid Frankfurt“, dass die stĂ€dtische ABG Holding in Zukunft zu 100 Prozent geförderte Wohnungen baut.
„Es ist höchste Zeit, dass die ABG Holding ihre GeschĂ€ftsstrategie Ă€ndert und ihrer sozialen Verantwortung nachkommt. Dass die ABG nur noch geförderten Wohnraum schafft, fordern wir schon seit Jahren. Die Argumente des GeschĂ€ftsfĂŒhrers der ABG Holding und der CDU, 100 Prozent geförderter Wohnraum wĂ€re das Ende der ABG und wĂŒrden zu einer „Ghettoisierung“ fĂŒhren, sind ebenso alt wie falsch. Über zwei Drittel der Frankfurterinnen und Frankfurter haben Anspruch auf geförderten Wohnraum. Dies betrifft zum Beispiel Polizist*innen, Krankenpfleger*innen oder Grundschullehrer*innen – also Menschen aus der Mitte der Gesellschaft. Hier von einer „Ghettoisierung“ zu sprechen ist grotesk und ein Beweis dafĂŒr, dass jeglicher Sinn fĂŒr die LebensrealitĂ€t der meisten Frankfurterinnen und Frankfurter verloren gegangen ist“, erklĂ€rt Eyup Yilmaz, wohnungs- und planungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer.
Eine stĂ€dtische Wohnungsbaugesellschaft ist nicht dazu da jĂ€hrliche RekordĂŒberschĂŒsse zu vermelden, sondern die Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen. Durch die neu beschlossene Satzung zur Förderung von gefördertem Wohnraum und die daraus resultierende Möglichkeit, stĂ€dtische Mittel zu erhalten, ist die ABG durchaus in der Lage, die Ziele des Mietentscheids umzusetzen. DarĂŒber hinaus kann die ABG durch die momentanen niedrigen Kreditzinsen grĂ¶ĂŸere Investitionen betĂ€tigen.
„Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist eines der dringendsten Probleme in unserer Stadt. Der Mietentscheid wird ein starkes Signal an die Politik sein. Wenn die Politik nicht willens ist dieses Problem zu lösen, mĂŒssen die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger eben den Politikwechsel erzwingen“ so Yilmaz.

Der „Mietentscheid Frankfurt“ wird am 16. August im DGB Haus um 19 Uhr durch die beteiligten Initiativen vorgestellt.

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