Baumsterben in Frankfurt: Ruft den Klimanotstand aus!

Wegen der anhaltenden Trockenheit mĂŒssen im Frankfurter Stadtwald, in den GrĂŒnanlagen und Parks, aber auch am Straßenrand gebietsweise doppelt so viele tote und kranke BĂ€ume gefĂ€llt werden wie sonst. Dazu erklĂ€rt Michael MĂŒller, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer:

„Wie lange will diese Stadtregierung eigentlich noch mit vorgeschobenen Argumenten verhindern, den Klimanotstand auszurufen? Stadtweit mĂŒssen aufgrund der Folgen des Klimawandels BĂ€ume gefĂ€llt werden. Es ist ein Alarmzeichen, das endlich zum Umdenken fĂŒhren muss. In ganz Europa rufen StĂ€dte, wie Paris, Köln und Wiesbaden den Klimanotstand aus und ergreifen damit verbunden Sofortmaßnahmen. In Frankfurt am Main wird dies weiter als ,Symbolpolitik‘ abgekanzelt. Dieses Nichtstun ist Ausdruck des Versagens dieser Stadtregierung.“

Im Haushalt 2019 habe sich die Römerkoalition in Reaktion auf den Hitzesommer 2018 fĂŒr einen mageren Etataufwuchs im Bereich der Unterhaltung und Pflege von GrĂŒnanlagen gefeiert. „Das war aber nicht mehr, als der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Aktuell schafft es die Stadt aufgrund des Personalmangels nicht mal mehr abgestorbene BĂ€ume nach zu pflanzen“, so MĂŒller.

DIE LINKE. habe damals einen Klimafonds gefordert, der doppelt so viele Mittel fĂŒr die GrĂŒnpflege vorgesehen hĂ€tte. Der Antrag sei von der Stadtregierung leider abgelehnt worden. MĂŒller abschließend: „Heute sehen und spĂŒren wir die Folgen. Es braucht jetzt dringend einen Paradigmenwechsel. Dem Klimaschutz muss endlich höchste PrioritĂ€t eingerĂ€umt werden. Als Sofortmaßname muss die Stadt die Mittel fĂŒr die BaumbewĂ€sserung fĂŒr alle Frankfurter GrĂŒnanlagen deutlich erhöhen und mehr Personal einstellen. Hier darf nicht gespart werden, sonst mĂŒssen diesen Sommer weitere BĂ€ume gefĂ€llt werden, mit fatalen Folgen fĂŒr das Stadtklima und die LebensqualitĂ€t.“

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