Gute Pflege braucht gute Bedingungen

Zum „Internationalen Tag der Pflege“ am 12. Mai, erklärt Dominike Pauli, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Römer: „In der Tat ist es angebracht an diesem Tag, der an den Geburtstag von Florence Nightingale erinnert, die harte Arbeit der Pflegenden zu wĂĽrdigen. Noch besser wäre es allerdings, wenn es nicht bei schönen Worten bliebe, sondern die Gehälter fĂĽr Pflegeberufe auf ein Niveau gehoben wĂĽrden, das den Anforderungen dieser Arbeit entspricht. SchlieĂźlich ist es kein Geheimnis, dass sich ein/e Krankenpfleger*in in Frankfurt immer schwerer eine Wohnung leisten kann. Nötig ist auch, nicht zuletzt im kommunalen Klinikum Höchst, mehr Personal einzustellen – gerade auch im Interesse der Patienten. Aber auch die Situation derjenigen, die in der häuslichen Pflege tätig sind, muss verbessert werden. Neben den seriösen Firmen in dieser Branche gibt es nicht wenige schwarze Schafe, die z.B. Menschen aus Osteuropa als Pflegekräfte beschäftigen unter völlig inakzeptablen Bedingungen. Insgesamt ist die Bezahlung der Pflegekräfte in der häuslichen Pflege noch schlechter als in den Kliniken. Die Stadt Frankfurt muss hier viel mehr tun. Sie kĂĽmmert sich völlig ungenĂĽgend um ihre mehr als 16.000 BĂĽrger*innen, die häuslicher Pflege bedĂĽrfen. Diesen wesentlichen Teil der Daseinsvorsorge hat die Stadt fast vollständig an private Unternehmen abgegeben bzw. ĂĽberlässt es Ehrenamtlichen. So bleibt nur ein städtisches Schmalspur – Beratungsangebot. Studien der Bertelsmann Stiftung und der BEK erheben die dringende Forderung nach einer Koordination der häuslichen Pflege mit einer aufsuchenden Beratung. Dem können wir uns als LINKE im Römer nur anschlieĂźen und fordern die Stadt auf, diese LĂĽcke mit städtischen Beschäftigten zu schlieĂźen. Ebenfalls schlieĂźen wir uns der Forderung an, dass Arbeitgeber, allen voran die Stadt, zu berĂĽcksichtigen haben, wenn Beschäftige ihre Angehörigen pflegen. SchlieĂźlich ĂĽbernehmen sie damit eine Aufgabe fĂĽr die ganze Gesellschaft. „

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