Ganztag in Niederrad, Sachsenhausen Nord, Sachsenhausen Süd und Oberrad

Der Magistrat wird gebeten, zu prüfen und zu berichten, wie die Schulen und Horte sowie andere beteiligte Akteure in den Stadtteilen Niederrad, Sachsenhausen Nord, Sachsenhausen Süd und Oberrad auf den Ganztag und den gesetzlichen Anspruch ab 2026 vorbereitet sind. Konkret sollen folgende Fragen beantwortet werden:

 

  1. Wie hoch ist die Abdeckung an Ganztagsbetreuung für Grundschülerinnen und Grundschüler in den Stadtteilen aktuell, einzeln aufgeführt für alle Grundschulen?
  2. Welche Änderungen bzgl. des Bedarfs an Ganztagsbetreuung werden bis zum Jahr 2026 erwartet, wie hoch ist der dann und welche Abdeckung wird dann erreicht?
  3. Welche Schulen arbeiten in den Stadtteilen bereits erfolgreich in welchem Ganztagsmodell?
  4. Wie weit ist das Stadtschulamt mit der Begleitung und Beratung der übrigen Schulen zur Entwicklung ihres Ganztagskonzeptes?
  5. Wurden alle Schulen im Schulbezirk bereits begangen?
  6. Welche Maßnahmen und Konzepte gibt es für die Schulen im Schulbezirk, in denen die Kinder bisher überwiegend in Horten betreut werden und in denen die räumlichen Voraussetzungen wie eine Küche oder eine andere Versorgung mit warmem Mittagessen nicht vorhanden sind?
  7. Gibt es bereits Pilotprojekte, andere Akteure (Vereine, Musikschulen etc.) mit in die Planungen einzubeziehen?
  8. Wie hoch ist die Zahl der zusätzlich benötigten Fachkräfte für die Schulbezirke in den einzelnen Stadtteilen?

Begründung:

Aktuell berichten viele Familien, dass ihr Kind keinen Hortplatz für das kommende Schuljahr gefunden haben. In Niederrad ist die Situation inzwischen hochdramatisch. Aufgrund des Mangels kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass Kinder in Einrichtungen einen Platz bekommen haben, die eigentlich zum Schulbezirk einer anderen Grundschule gehören. Damit verbunden sind häufig weitere und somit gefährlichere Wege, die ggf. alleine gegangen werden müssen, und die Auflösung von Bezugsgruppen. Teenie-Gruppen in Kita-Frankfurt-Einrichtungen müssen zugunsten von Hortplätzen schließen.

Für Familien ist die verlässliche Kinderbetreuung Grundlage für ihr Arbeitsleben und somit für ihre wirtschaftliche Existenz. Für Kinder ist der Besuch eines Hortes oder einer Nachmittagsbetreuung essenziell für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Grundlage für Chancengleichheit.

Antragstellerin/Antragsteller

Angelika Pilder, Knut Dörfel

Dieser Beitrag wurde unter Ortsbeirat 05 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
Nach oben