Sprit runter, Deutschlandticket rauf: Das ist die falsche Verkehrspolitik

Zum 1. Januar 2027 wird das Deutschlandticket wieder teurer: Es kostet dann 66,80 Euro pro Monat. Gleichzeitig senkt der Bund die Energiesteuer auf Benzin und Diesel. Insgesamt wendet die Bundesregierung dafür rund 2,5 Milliarden Euro auf. Dies kommentiert Daniela Mehler-Würzbach, verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Römer:

„Diese Preiserhöhung ist kein Sachzwang, sondern eine politische Entscheidung. 2,5 Milliarden Euro können entweder in die Subventionierung von Benzin und Diesel fließen – oder in ein bezahlbares Deutschlandticket. Wer soziale und nachhaltige Mobilität will, muss Bus und Bahn günstiger und verlässlicher machen – statt Autofahren mit Milliarden zu verbilligen.“

Das Deutschlandticket, das für viele Menschen in Frankfurt längst zum Alltag gehöre, werde damit das dritte Jahr in Folge wieder teurer, kritisiert Mehler-Würzbach. „Gleichzeitig werden Benzin und Diesel mit Milliarden entlastet. Die Botschaft ist klar: Der Staat kann Mobilität fördern – die Frage ist nur, welche.“

Mehler-Würzbach abschließend: „Wir brauchen einen dauerhaft bezahlbaren ÖPNV und eine verlässliche Finanzierung. Milliarden für einen Tankrabatt, von dem auch die Mineralölkonzerne profitieren können, während gleichzeitig das Deutschlandticket teurer wird – das ist verkehrs- und sozialpolitisch die falsche Richtung. Wer Menschen wirklich entlasten will, muss Bus und Bahn bezahlbar machen und Übergewinne der Mineralölkonzerne abschöpfen.“

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