Links wirkt: Stadtteilküche im Riederwald bekommt einen Raum

Im Planungsausschuss am vergangenen Dienstag wurde seitens der Stadt Frankfurt verkündet, dass das ABG-Lokal Am Erlenbruch 94 künftig von der Initiative für eine Stadtteilküche im Riederwald genutzt werden kann. Alexis Passadakis, Sprecher für Stadtentwicklung der Linken im Römer sagt dazu:

„Der unermüdliche Einsatz der Stadtteilküchen-Initiativen trägt endlich Früchte: Die Stadtteilküche im Riederwald kann endlich das leerstehende ABG-Lokals nutzen, um künftig gesundes Essen für alle auszugeben. Trotz Widerstand der ABG, haben zahlreichen Kochaktionen mit hunderten zufriedenen Gäst*innen und verschiedensten Protestaktionen vor Ort die ABG zum Einlenken gebracht. Danke an die Initiative für eine Stadtviertel-Küche im Riederwald und die vielen helfenden Hände, die das möglich gemacht haben. Die Stadtteilküche im Riederwald kann bald Realität werden. Dies zeigt auch, wie viel zivilgesellschaftliches Engagement und Protest auf der Straße erreichen kann, um eine sozialökologische Politik durchzusetzen.“

Die Linke im Römer unterstützt die Initiative für eine Stadtviertelküche im Riederwald von Anfang an. So ist es der Linkfraktion gelungen, in den Haushalt 2026 zu verhandeln, dass 500.000 Euro für das Pilotprojekt für eine Stadtteilküche im Riederwald eingestellt wurden. In einem Antrag fordert die Linksfraktion, dass die ABG alle erforderlichen Sanierungsarbeiten vornimmt, damit das Pilotprojekt Stadtteilküche dort vollumfänglich Realität werden kann.

An den konkreten Einschränkungen der Nutzung gibt es jedoch auch Kritik. Passadakis kritisiert: „Dass die Initiative die Räume der ABG Holding nutzen darf, ist gut und richtig. Allerdings soll der künftigen Pilot-Projekt einer Stadtteil-Küche im Riederwald nur erlaubt sein, Essen nur aufzuwärmen und zu verteilen. Die Initiative darf das Essen nicht vor Ort zubereiten, da dies eine denkmalschutzgerechte Sanierung des Gebäudes erfordern würde. Dass die ABG dies aus Kostengründen ablehnt, ist unverantwortlich, zumal das Gebäude seit seiner Errichtung vor über 100 Jahren als Gastronomie genutzt wurde. Eine Stadtteilküche ohne voll funktionsfähige Küche ist nur eine halbe Küche. Eine Küche an einem anderen Standort wäre mit großen logistischen Problemen verbunden und nicht praktikabel.“

Passadakis fordert abschließend: „Wir bleiben dabei: Die ABG muss dafür Sorge tragen, dass künftig am Erlenbruch auch gekocht werden kann. Die Kochaktionen, die in den letzten Wochen vom Kollektiv andpartnersandcrime in Kooperation mit der Initiative auf die Beine gestellt wurden, haben gezeigt, dass trotz überschaubarer Ressourcen, aber hohem Sachverstand, eine komplexe Kochinfrastruktur – inklusive notwendigem Fettabscheider – auf die Beine gestellt werden konnte. Eine Umsetzung dieser technischen Notwendigkeiten sollte auch für eine Wohnungsgesellschaft der Größe und Expertise der ABG machbar sein.“

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