Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, die Saalbau GmbH anzuweisen, den bestehenden Mietvertrag mit dem extrem rechten Comedian Nikolai Binner für die Veranstaltung am 6. November 2026 aufzukündigen. Die Stadt Frankfurt muss gewährleisten, dass städtische Veranstaltungsräume nicht zur Bühne für Antisemitismus, Rassismus und Sexismus werden.
Begründung:
Als Comedian der Neuen Rechten ist Nikolai Binner in der Vergangenheit mehrfach durch antisemitische, rassistische und sexistische Bühnenauftritte sowie menschenverachtenden Social-Media-Content aufgefallen. Auch von ihm vertriebene Merchandise-Artikel, die den extrem rechten Kampfbegriff der „Remigration“ aufgreifen, lassen keinen Zweifel an Binners politischer Gesinnung.[1] Zurecht wurden Shows von Nikolai Binner bereits mehrfach abgesagt, unteranderem in Berlin, Kassel und Herford.
Als Tochtergesellschaft der ABG Frankfurt Holding untersteht die Saalbau der Stadt Frankfurt. Als öffentliche Einrichtung muss die Saalbau ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen. Das erklärte Ziel, ein „tolerante[s], aufgeschlossene[s] und integrierende[s] bunte[s] Leben in unserer Stadt“[2] zu fördern, ist nicht vereinbar mit einem Auftritt eines extrem rechten Comedians.
Die Linke im Römer
Michael Müller und Daniela Mehler-Würzbach
Fraktionsvorsitzende
Antragstellende:
Stv. Benjamin Aličić
Stv. Deniz Avan
Stv. Ayse Dalhoff
Stv. Dominike Pauli
Stv. Heike Leitschuh
Stv. Daniela Mehler-Würzbach
Stv. Michael Müller
Stv. Alexis Passadakis
Stv. Mona Waissi
[1]https://nikolaibinner.de/products/rehmigration-dunkel-unisex-t-shirt
[2]https://saalbau.com/unternehmen/Erklaerung_in_eigener_Sache.html?m=1709821235&
