Auftrittsverbot für rechten Comedian in Frankfurt

„Der in der neuen Rechten mehr als bekannte Comedian Nikolai Binner darf in Frankfurt keine Bühne bekommen, schon gar nicht in einem städtischen Saalbau“, erklärt Michael Müller, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Römer.

„Es ist offenkundig, dass Nikolai Binner die Strategie der Neuen Rechten verfolgt, um seine menschenverachtenden Überzeugungen zu verbreiten. Abwertende Äußerungen bekommen einen humoristischen Anstrich, verlieren damit jedoch nichts von ihrer Gefahr. Die Toleranzgrenze wird immer weiter nach rechts verschoben. Wer in seinem Fanshop T-Shirts mit dem Slogan `Reh-Migration´ verkauft, zeigt offenkundig, wo er steht. Vertrauen in demokratische Institutionen und die Unabhängigkeit der Presse werden von Binner regelmäßig bewusst infrage gestellt. Niemand muss ihm eine Bühne geben, schon gar nicht die städtische Saalbau“, so Müller weiter.

Die Linke fordert in einem dringlichen Antrag den Magistrat auf, zu handeln. Müller abschließend: „Gerade jetzt, wo die rechte AfD wiederholt bedrohliche Wahlerfolge einfährt und ein als gesichert rechtsextremer Landesverband Regierungsverantwortung übernehmen könnte, sind Auftritte wie die von Binner Wasser auf die Mühlen der alten und Neuen Rechten. In Frankfurt darf Hass und Hetze kein Raum gegeben werden, schon gar nicht von einer städtischen Gesellschaft.“

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