Stadtregierung in der Pflicht – Standortalternative für die Berta-Jourdan-Schule endlich sicherstellen

Die alte Zentrale der Deutschen Bahn in der Stephensonstraße wurde an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz: BaFin) vermietet und steht für den Umzug der Berta-Jourdan-Berufsschule nicht mehr zur Verfügung. Dazu erklärt Benjamin Aličić, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Römer:

„Die Koalition hat es nicht geschafft, die Gelegenheit am Schopf zu packen und der Platznot in der Berta-Jourdan-Berufsschule zügig abzuhelfen.“ Leidtragende seien die angehenden Erzieher*innen sowie die auf Betreuungsplätze angewiesene Familien.

„Fertig ausgehandelter Mietvertrag, Aussicht auf einen Umzug binnen zwei Jahren: alles vom Tisch, weil die Koalition sich nicht einigen konnte.“ Die Zweifel insbesondere der Grünen im Römer, ob der Standort den geforderten Mietzins rechtfertigt, habe die BaFin offenbar nicht geteilt. Sie habe sich das Objekt zügig gesichert. Dabei seien die Vermietenden gegenüber der Stadt bei den Verhandlungen lange Zeit ausgesprochen kulant und entgegenkommend gewesen. „Die Verschleppungstaktik der Grünen- und der Volt-Fraktion hat den Vertragsabschluss erfolgreich torpediert“, kritisiert Aličić. „Die Ausweitung der Kapazitäten für Erzieher*innenausbildung verzögern sich nun um Jahre – angesichts der vielen Hundert unbesetzten Erzieher*innenstellen in Frankfurt ein verheerender Aufschub.“

Aličić abschließend: „Die Koalition muss jetzt schnell liefern und eine Alternative auf den Weg bringen. Die Erziehungseinrichtungen in Frankfurt brauchen solide ausgebildete Arbeitskräfte. Vier Jahre Hängepartie mit anschließendem Versagen, das kann sich die Stadtregierung nicht noch einmal erlauben.“

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