Hitze tötet: Linke fordert beschleunigten Hitzeschutz

Die aktuellen Zahlen zur Hitzewelle Ende Juni aus Hessen sind alarmierend. In Wiesbaden wurden am Hitzewochenende 27/28. Juni nach Angaben der Stadt zehnmal so viele Tote registriert als am letzten Juniwochenende des Vorjahres. Auch geht das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege von einer deutlich erhöhten Sterblichkeit infolge der Hitzewelle aus.

Dazu erklärt Daniela Mehler-Würzbach, Fraktionsvorsitzende der Linken im Römer:  „Auch in Frankfurt wissen wir: Hitze tötet. Und sie trifft nicht alle Menschen gleichermaßen. Hohe gesundheitliche Risiken betreffen vor allem ältere Menschen, Kranke, Schwangere, Kinder sowie Menschen, die im Freien arbeiten, Armutsbetroffene oder Wohnungslose. Wer Geld hat, hat vielleicht einen Garten, eine Klimaanlage oder die Möglichkeit der Hitze zu entfliehen. Wer kein sicheres oder nur ein völlig überhitztes Zuhause hat, keinen Schatten findet und sich Kühlung nicht leisten kann, trägt das größte Gesundheitsrisiko. Hitzeschutz ist immer eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.“

Die Erfahrungen der vergangenen Hitzewelle müssen ein Weckruf sein. Mehler-Würzbach fordert: „Wir erwarten vom Magistrat, die Auswirkungen der Hitzewelle auf Frankfurt transparent darzustellen. Welche Erkenntnisse gibt es zur hitzebedingten Übersterblichkeit und zu hitzebedingten Notfällen in Frankfurt? Welche Stadtteile und Hitzeinseln waren besonders betroffen? Und vor allem: Welche zusätzlichen Maßnahmen wird der Magistrat jetzt ergreifen, um die Menschen in unserer Stadt besser vor weiteren Hitzewellen zu schützen? Diese Fragen müssen so schnell wie möglich beantwortet werden.“

Mehler-Würzbach abschließend: „Die bisherigen Maßnahmen reichen angesichts der zunehmenden Intensität und Häufigkeit extremer Hitzeereignisse nicht aus. Frankfurt muss die Klimaanpassung jetzt deutlich beschleunigen: mit konsequenter Entsiegelung und Begrünung öffentlicher Plätze, mehr Schatten im öffentlichen Raum, einem flächendeckenden Netz von Klimaschutzräumen nach dem Vorbild Barcelonas, einem besseren Schutz vor überhitzten Wohnungen, der Beschattung von Haltestellen sowie zusätzlichen Trinkwasserangeboten und vielem mehr. Hitzeschutz bedeutet, Leben zu schützen.“

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