Ende Mai forderten verschiedene Tierschutzorganisationen in einem Brief an den Magistrat die Einführung eines modernen Stadttaubenmanagements orientiert am „Augsburger Modell“. Daniela Mehler-Würzbach, Vorsitzende der Linksfraktion in Frankfurt, hat beim Magistrat nachgehakt, wie die Umsetzung von Taubenhäusern geplant ist und wo geeignete Orte geprüft werden.
Zur Antwort erklärt Mehler-Würzbach: „Die Frankfurter Tauben werden noch lange weiter im Stich gelassen. Anfang des Jahres habe man alle Amts- und Betriebsleitungen amtseigener Liegenschaften nach der Möglichkeit eines Standorts angefragt, worauf ausschließlich Absagen erfolgten. Auch von privater Seite gäbe es bisher keine geeigneten Angebote. Das wundert kaum, denn das Thema ist emotional sehr aufgeladen und es gibt viele Falschinformationen. Dass in so einer Situation auf Angebote gewartet, auf Freiwilligkeit statt auf zielgerichtete Ansprache rund um die Hotspots gesetzt wird, ist völlig unverständlich.“
Für Juli wird ein Austausch mit Expert*innen angekündigt. Mehler-Würzbach weiter: „Die Ergebnisse des Austauschs sollten veröffentlicht werden. Die Dringlichkeit der Situation muss allen Beteiligten klar sei. Es braucht schnell betreute Taubenhäuser in Frankfurt zum Wohl der Tiere, der sich kümmernden Ehrenamtlichen und der Nachbarschaften. So darf es nicht weitergehen, weder für die Tauben, noch für die Menschen.“
