Ist das die neue Frankfurter Humanität?

Anlässlich der sofortigen Kündigung der Notunterkunft am Eschenheimer Tor und des kurzfristig als Notlösung von Ehrenamtlichen aufgebauten Zeltlagers in der Eschersheimer Anlage äußert sich Daniela Mehler-Würzbach, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Römer:

„Zelte unter den Bankentürmen – ist das die neue Frankfurter Humanität? Es braucht umgehend ein Obdach für die Notübernachtung! Wie lange dieses Provisorium für die größte Notunterkunft von Obdachlosen nun herhalten muss, scheint unklar. Der ganze Vorgang ist skandalös. Schon seit Jahren wird um die, aus einem Provisorium entstandene, Unterbringung in der Eschersheimer Anlage diskutiert. Schon seit Jahren sollten dauerhafte Konzepte und Alternativen gefunden werden. Auch die brandschutztechnische Überprüfung hat sicher nicht im Geheimen stattgefunden. Hier scheinen die grünen Dezernent*innen vergeblich auf die VGF gehofft zu haben. Bei allem Verständnis für den Brandschutz und damit verbundene Haftungsfragen: Wer einer Notunterkunft kündigt, wer eine Einrichtung schließt, muss zuvor eine Alternative geschaffen haben.“

Mehler-Würzbach kritisiert: „Was wir aktuell sehen, ist politisches Versagen auf dem Rücken der Betroffenen. Frankfurt braucht jetzt sofort zusätzliche Notunterkünfte und ein Umdenken. Es muss Schluss sein mit dem „nicht hier“. Statt Sicherheitsargumente und -politik gegen obdachlose oder drogenkranke Menschen zu nutzen, müssen schnell gemeinsam Lösungen gefunden werden, um die soziale Krise nicht weiter zu verschärfen. Die gesamte Stadtregierung ist hier in der Verantwortung.“

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