Am 23. Juni 2026 findet die MICHELIN Guide Zeremonie statt, bei der Restaurants mit MICHELIN-Sternen ausgezeichnet werden. Die Stadt plant diese Veranstaltung mit 450.000 € zu fördern. Das kritisiert Alexis Passadakis, Stadtverordneter der Linken im Römer, folgendermaßen:
„Die gesamte Veranstaltung ‚Sterne über Frankfurt‘ und insbesondere die Zeremonie am 23. Juni wird als exklusiv beworben und ist tatsächlich genau das: elitär. Tickets für einzelne Programmpunkte reichen von 75 Euro bis zu 335 Euro pro Person. Während Wohnkosten für Frankfurt*innen ungehemmt steigen und die Lebensmittelpreise in die Höhe schießen, hat die Stadt nichts Besseres zu tun, als diese Nobelveranstaltung mit 450.000 Euro zu finanzieren“, so Passadakis.
„Nachdem mit Zustimmung der Linksfraktion zum letzten Haushalt nun Gelder für ein erstes Pilot-Projekt einer kommunalen Stadtteil-Küche im Riederwald bereitstehen, könnte mit den 450.000 Euro eine zweite, dringend benötigte Stadtteil-Küche gestartet werden. Statt Nobel-Küche auf Kosten der Steuerzahlenden ist es dringend an der Zeit, eine neue sozial-ökologische urbane Infrastruktur für Ernährungsgerechtigkeit zu schaffen“, merkt Passadakis an. Dass in dieser Größenordnung Gelder aus den Mitteln der Tourismusabgabe entnommen werden, um ein Event der Sterne-Küche zu finanzieren, zeige, dass der Magistrat zu oft eine Politik für die oberen 10 Prozent mache, anstatt für breite Bevölkerungsschichten.
Passadakis abschließend: „Wir als Linksfraktion lehnen die städtische Förderung dieses Exklusivevents ab. Bei der teuren Hochglanz-Imagepflege der Stadt Frankfurt, von der die Frankfurt*innen überhaupt nichts haben, machen wir nicht mit. Stattdessen fordern wir die Einrichtung von kommunalen Stadtteil-Küchen in allen Vierteln Frankfurts, für inklusive und kostenlose Community-Veranstaltungen.“
