Die Linksfraktion im Römer begrüßt die Entscheidung des RMV-Aufsichtsrats, die Fahrpreise zum Jahreswechsel nicht erneut zu erhöhen und eine Reform der Tarifstruktur auf den Weg bringen zu wollen. Dazu erklärt Daniela Mehler-Würzbach, Fraktionsvorsitzende:
„Jahr für Jahr haben wir gegen die ständigen Preiserhöhungen protestiert. Endlich wurde verstanden, dass es mit der ewigen Preisspirale nicht weitergehen kann. Die Tickets sind jetzt schon viel zu teuer. Bus und Bahn müssen für alle bezahlbar werden. Noch weiter steigende Ticketpreise werden Menschen vom Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr abschrecken. Mobilität ist ein Grundrecht und darf nicht vom Geldbeutel abhängen.“
Die angekündigte Reform der Tarifstruktur müsse nun konsequent genutzt werden. Mehler-Würzbach fordert: „Jetzt braucht es den Mut zum großen Wurf. Die absurden Preissprünge an den Tarifgrenzen müssen endlich der Vergangenheit angehören. Eine Erhöhung um 50 Prozent für eine Haltestelle weiter, wie bspw. zwischen Offenbach Kaiserlei und Ledermuseum, ist absurd. Das Tarifsystem muss einfacher und gerechter werden.“
Die Linke fordert darüber hinaus, Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren die kostenfreie Nutzung von Bus und Bahn zu ermöglichen. „Der erste Schritt auf dem Weg zum fahrscheinfreien Nahverkehr muss die kostenfreie Nutzung für alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren sein. Wenn junge Menschen von Anfang an den ÖPNV nutzen, wird dieser gestärkt. Zudem werden Familien durch das Wegfallen von hohen Fahrscheinpreisen massiv entlastet“, so Mehler-Würzbach weiter.
Außerdem fordert Mehler-Würzbach den RMV auf, endlich damit aufzuhören, Menschen wegen fehlender Fahrscheine in den Knast zu schicken: „Wer sich ein Ticket nicht leisten kann, braucht keine Strafverfolgung, sondern soziale Lösungen. Das Fahren ohne Fahrschein sollte künftig wie in Wiesbaden, Frankfurt und Mainz ausschließlich zivilrechtlich verfolgt und nicht länger per Strafantrag kriminalisiert werden.“
