Anlässlich der für heute Abend organisierten Kundgebung und Demo „ES REICHT! DIE SCHAM MUSS DIE SEITE WECHSELN – DIE VERANTWORTUNG AUCH!“ erklärt Daniela Mehler-Würzbach für Die Linke im Römer:
„Wir sind wütend. Wir sind wütend, weil das System Betroffene von sexualisierter Gewalt allein lässt. Wir sind wütend, weil Täter geschützt werden, weil weggesehen, geschwiegen und dementiert wird. Es handelt sich um strukturelle Gewalt, die tief in unserer Gesellschaft verankert ist.“
Für die Bundesebene wurden aus der Zivilgesellschaft in Solidarität mit Collien Fernandes 10 Forderungen an die Bundesregierung formuliert. Die notwendigen Reformmaßnahmen, um Gesetzeslücken zu schließen, liegen auf dem Tisch. Darüber hinaus haben alle politischen Ebenen – auch die kommunale – Verpflichtungen zur Bekämpfung von sexualisierter Gewalt, insbesondere aus der Istanbul-Konvention, die konsequent umgesetzt werden müssen.
Mehler-Würzbach weiter: „Betroffene brauchen verlässliche Unterstützung. Hilfestrukturen müssen gut finanziert und ausgestattet werden. Auch die Täterarbeit muss als fester Bestandteil abgesichert werden. Das Wichtigste: Prävention muss endlich ins Zentrum politischer Verantwortung rücken. Es geht um konsequente Bildungsarbeit zu Respekt, Grenzen und Geschlechterrollen und eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit toxischer Männlichkeit.“
Mehler-Würzbach fordert abschließend: „Die Männer aus den demokratischen Fraktionen im Römer müssen sich klar gegen sexualisierte Gewalt und die strukturellen Verhältnisse positionieren. In Debatten zu Gewalt gegen Mädchen* und Frauen* sprechen nur Frauen*. Das ist vollkommen absurd. Es ist Zeit, dass die Scham die Seite wechselt – und mit ihr die Verantwortung. Viele Betroffene sind laut geworden. Jetzt brauchen sie uns – alle.“
Die Linke im Römer ruft zur Teilnahme an der Kundgebung und Demo „ES REICHT! DIE SCHAM MUSS DIE SEITE WECHSELN – DIE VERANTWORTUNG AUCH!“ am 30. März ab 17 Uhr auf dem Römerberg auf. Stadtverordnete der Fraktion werden vor Ort sein.
