Laubbläser und Laubsauger

Antrag im Ortsbeirat 3

Alle Jahre wieder führt der NABU jede Menge guter Gründe auf, die gegen die Verwendung  von Laubbläsern und Laubsaugern sprechen, als da unter anderem wären:

Laubsauger, also Geräte, die einen Sog von bis zu 160 Kilometern pro Stunde erzeugen,   fangen Kleintiere wie Spinnen, Käfer, Würmer, mitunter auch Frösche und kleine Igel; spätestens die anschließende Häckselfunktion ist für sie tödlich. Das Fehlen der Tiere und des Laubs führen zu einer Verarmung des Bodenlebens und unterbrechen die Humusbildung, abgesehen einmal davon, dass fehlendes Laub Insekten und Schmetterlingslarven  im Winter den Unterschlupf entzieht.

Abgase von Laubbläsern belasten Mensch und Umwelt. Neben Kohlenwasserstoffen werden auch Stickoxide ausgestoßen, die zur Bildung von bodennahem Ozon beitragen. Mit dem Laub wird der auf der Straße liegende, krebserregende Substanzen enthaltende , Feinstaub aufgewirbelt, abgesehen einmal davon, dass Laubblasgeräte krankmachenden Lärm erzeugen, und diverse Geräte mit bis zu 115 Dezibel so laut wie ein Presslufthammer sind.

Dies vorausgeschickt, möge der Ortsbeirat beschließen, den Magistrat aufzufordern, dem Laubbläser- und Laubsaugerunwesen ein Ende zu bereiten, bzw. wie die Städte Kassel und Marburg beispielsweise, endlich abzurüsten. Dort haben die städtischen „Kehrtrupps“ wieder einen Besen in der Hand.

Antragssteller*innen:

Hans-Joachim Habermann
Elke Windemuth

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