Veranstaltungshinweis: Ein Viertel im Wandel

Eyup Yilmaz, planungs- und wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer und Achim Kessler, Gesundheitspolitischer Sprecher DIE LINKE. im Bundestag, laden am Samstag, den 30. MÀrz zu einem kritischen Rundgang durch das Frankfurter Bahnhofsviertel.

„Das Frankfurter Bahnhofsviertel war und ist ein bunter und vielfĂ€ltiger Stadtteil. Hier leben Menschen aus ĂŒber 180 Nationen. Das Viertel ist geprĂ€gt durch ein gutes Miteinander und lokale Initiativen. Das alles macht die AttraktivitĂ€t des Bahnhofsviertels aus – attraktiv auch fĂŒr Investoren und Immobilienspekulanten. Das hat zur Folge, dass in den letzten Jahren die Mieten rasant gestiegen sind. Eine bezahlbare Mietwohnung dort zu finden, ist seit langem nicht mehr möglich. Alteingesessene Bewohner*innen werden durch Modernisierungen und/oder energetische Sanierungen verdrĂ€ngt. Die Gentrifizierung ist im vollen Gange. Die VerĂ€nderung macht sich auch im Straßenbild bemerkbar. Wo ehemals kleine LĂ€den ihre Waren feilboten, befinden sich heute luxuriöse Bars oder Gastronomie“, so Yilmaz.

Das Bahnhofsviertel sei ein Sammelbecken unterschiedlicher Lebensweisen und Gewohnheiten. Seit jeher prÀgten das Rotlichtmilieu und die Drogenszene das Bild des Viertels mit.

Yilmaz: „DrogenabhĂ€ngigkeit und -konsum gehören, wie in allen großen Metropolen, zum Straßenbild. Mit der Gentrifizierung wurden Suchtkranke und Wohnsitzlose im Viertel zu einem Sicherheitsproblem erklĂ€rt. Mit Polizeirazzien und verstĂ€rkten Personenkontrollen versucht die Stadtregierung, ordnungspolitisch gegen sie vorzugehen. Doch diese Menschen sind ebenso BĂŒrgerinnen und BĂŒrger dieser Stadt. Auch sie haben das Recht, sich im öffentlichen Raum aufzuhalten und zu bewegen.“

DIE LINKE lĂ€dt ein, ĂŒber Entwicklungen und Probleme im Viertel gemeinsam im Rahmen eines Rundgangs an Ort und Stelle zu diskutieren. Treffpunkt ist am Samstag, den 30. MĂ€rz um 15 Uhr an der Ecke MĂŒnchener-/Moselstraße
https://goo.gl/maps/HXzCx9V4xQ12

 

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