Studie belegt Magistratsversagen

Die Bewohner*innen der Knorrstraße im Frankfurter Stadtteil Gallus werden aus ihren Wohnungen des Wohnungsunternehmens Vonovia verdrĂ€ngt. Dies geht aus einer Untersuchung des Instituts fĂŒr Humangeographie der Goethe-UniversitĂ€t unter Leitung von Prof. Dr. Sebastian Schipper hervor.

Dazu Eyup Yilmaz, planungs- und wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer: „Die Bewohner*innen der Knorrstraße stehen stellvertretend fĂŒr viele Frankfurter*innen und die Gentrifizierung der Stadt. Die Menschen verlieren ihre Wohnungen und ihr soziales Umfeld, wĂ€hrend der Magistrat tatenlos zuschaut. Trotz Milieuschutzsatzung wird nichts gegen die VerdrĂ€ngung unternommen. Im Gegenteil! Die Mieter*innen der Knorrstraße mĂŒssen rechtlich fragwĂŒrdige Mietsteigerungen hinnehmen, die mit der Installation nicht barrierefreier AufzĂŒge begrĂŒndet wird. Das ist grotesk!“

Der Mieterrat Knorrstraße hat sich mit einem offenen Brief an OberbĂŒrgermeister Peter Feldmann gewandt. Darin bittet er um Stellungnahme zu den VorgĂ€ngen in der Knorrstraße und der Rolle des Bauamtes bei der Genehmigung der AufzĂŒge im Erhaltungssatzungsgebiet.

„Die Menschen erwarten – völlig zu Recht – , dass die Stadt ihrer Verantwortung nachkommt und sie vor unrechtmĂ€ĂŸigem Vorgehen des Wohnungsunternehmens schĂŒtzt. Der Magistrat darf sich nicht weiter hinter Ausreden verstecken, sondern muss handeln“, fordert Yilmaz.

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