8. Mai – Tag der Befreiung

8. Mai - Tag der BefreiungZusammen mit der Bildungsstätte Anne Frank, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen (VVN BdA) und dem DGB Frankfurt organisiert DIE LINKE. im Römer am Tag der Befreiung eine Kundgebung mit Zeitzeugen­gesprächen, Diskussionen und Musikdarbietungen auf dem Römerberg.

Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Martin Kliehm: „Der 8. Mai stellt das Ende des Zweiten Weltkrieges dar und wird in vielen Ländern Europas als Gedenk- oder gesetzlicher Feiertag begangen. Immer mehr politische Akteure fordern dies auch für Deutschland. Neben dem Eintreten gegen Faschismus und Antisemitismus ist es daher das Anliegen der Organisierenden, für einen bundesweiten politischen Feiertag am 8. Mai einzutreten. Der 8. Mai ist tatsächlich ein Grund zum Feiern – außer man gehört zu den Geschichtsrevisionisten.

Zeitzeugengespräche, Interviews, Diskussionen zu den Themen Verfolgung und Nationalsozialismus, Antisemitismus, Krieg, Widerstand und Antifaschismus werden sich mit musikalischen Einlagen abwechseln.

Kliehm: „Die Gespräche auf der Römerberg-Bühne beginnen um 14 Uhr mit Lena Carlebach, Enkelin des Widerstandskämpfers, Kommunisten und Landtagsabgeordneten Emil Carlebach, die mit Thomas Altmeier vom Studienkreis deutscher Widerstand über Erinnerungskultur spricht. Die Kinderüberlebende Renata Harris, die mit einem der letzten Kindertransporte aus Frankfurt nach Großbritannien evakuiert werden konnte, ist im Gespräch mit Eva Szepesi, die als 12-Jährige Auschwitz überlebte. Ehrenbürgerin Trude Simonsohn erzählt uns danach aus ihrem Leben und von Theresienstadt.“

Mit dem Kriegsende 1945 sei keineswegs Frieden auf Erden eingetreten. „Daher diskutieren wir mit dem kurdischen Frauenrat Amara und Anita Starosta von medico international über den Krieg in den kurdischen Regionen und Afrin“, so Kliehm weiter. „Mit Prof. Dr. Julia Bernstein von der University of Applied Sciences und Eva Berendsen von der Bildungsstätte Anne Frank werden wir über heutigen Antisemitismus und Diskriminierung sprechen – auch darüber, wie das Negativ-Beispiel von Kollegah zur Bildungsarbeit und Sensibilisierung bei Jugendlichen genutzt werden kann.“

Abschließend macht Kliehm Lust auf die künstlerischen Beiträge: „Musikalisch unterstützen uns das erstklassige Klezmer-Quartett des Roman Kuperschmidt Ensembles, Hotel Ost mit Balkan-Klezmer, die israelische Elektronik-Künstlerin Ofrin und zum Abschluss um 20 Uhr die queerfeministische Rapperin Sookee aus Berlin.“

Außerdem werden am Rande verschiedene Organisationen themenbezogene Infostände aufbauen.

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